LdN 328: Kein Finanzierungsproblem bei der Rente?

Finde diesen Gedanken interessant und würde ihn gerne mit diesem Beitrag [1] zusammenbringen:

Für mich ist die Frage, ob der „Günter-Ansatz“ (fehlende Arbeitskräfte sind das Problem) oder der „Lage-Ansatz“ (fehlende Rücklagen sind das Problem) Recht haben, gar nicht so einfach zu beantworten. Offensichtlich ist, dass Fachkräfte in Bereichen fehlen, in die für die Versorgung von Rentnern wichtig sind. Aber weniger trivial wäre für mich, ob dahinter ein allgemeiner Mangel an Arbeitskräften oder ein spezieller Mangel an bestimmten Fachkräften (den man in der Theorie durch Umverteilung von Arbeit beheben könnte) steckt.

Nach meiner Überlegung, müsste die Antwort darauf eng damit zusammenhängen, wie das Verhältnis aus „speicherbaren“ und „nicht speicherbaren“ Gütern ist. Hier wäre jetzt der Zusammenhang zum Beitrag von @Finn.

Zum Verständnis mal ein stark vereinfachtes Beispiel: eine Familie hat einen Hof, der von Generation 1 aufgebaut wurde. Als Generation 1 in die Jahre kommt, muss Generation 2 den Hof übernehmen und Generation 1 mit versorgen. Dabei können sie auf die Lebensleistung von Generation 1 zurückgreifen. Sie müssen nicht erst einen eigenen Hof aufbauen, sondern können den vorhandenen übernehmen, und müssen ihn „nur“ in Stand halten, reparieren, etc - was aber weniger Aufwand ist. Sie können daher mehr Arbeit in das Bewirtschaften des Hofes und die Beschaffung der Nahrung stecken als Generation 1, was dazu führt, dass auch Generation 1 mit den Erträgen des Hofes versorgt werden kann. In diesem Beispiel ist der Hof selbst ein „speicherbares“ Gut, die erwirtschafteten Erträge sind „nicht speicherbar“.