LdN 250 Portrait der Kanzlerkandidat:innen

Hi,
In der Lage Folge 250 habt Ihr angekündigt Kurzporträts der einzelnen Kandidat:innen dafür daß Kanzleramt zu erstellen. Ich würde mich darüber freuen wenn ihr dabei nicht nur die gemachte tatsächliche Politik der Kandidat:innen berücksichtigen würdet sondern auch einen kurzen Abriss über bekannte Skandale geben könnt. Ich denke das wäre, neben der gemachten Politik ein weiterer sehr interessanter Blick auf die Personen und den Charakter dieser.

Beste Grüße,
Kevin

Ich hoffe inständig, dass der Bericht über den Wahlkampf bei der LdN nicht auch wie bei so vielen Medien zu einem „Horserace“ wird. Klar, so ein Spitzenkandidat ist nicht unwichtig, viel wichtiger ist aber die Linie der Parteien, denn gegen die kann sich hinterher auch der Kanzler nur kurzfristig dagegen stellen (siehe Merkel in der Flüchtlingskrise).
Außerdem ist das Horserace ohnehin ein Rennen der Langsamkeit. Hier gewinnt keinesfalls der Schnellste, sondern derjeniege der etwas schneller rennt als die beiden anderen, die dann vom Bären gefressen werden. Man bedenke, in den aktuellen Umfragen ist Olaf Scholz führend, und zwar mit Abstand. Der Mann, der Cum-Ex in Hamburg erst salonfähig gemacht hat. Der Mann der wie kaum ein anderer für die schwarze Null kämpft. Der Mann der ganze Sätze von sich gibt, die aus immer denselben Phrasen bestehen (daher der weithin verbreitete Ausdruck „Scholzo-Mat“).

Wir wählen in Deutschland bewusst keinen Spitzenkandidaten, sondern Parteien. Da sollte der Fokus drauf liegen.

Hier übrigens der Link auf die Umfrage-Werte, auf die ich mich gerade beziehe:

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Ich freue mich natürlich über eure klare Zusammenfassung der Klimapolitik von Herrn Laschet in NRW. Die Verfilzung von Kohle mit Landes- und Kommunalpolitik ist ja sprichwörtlich.
Leider mussten wir in Hessen aber auch sehen, dass sich die grüne Realpolitik krass von den grünen Forderungen aus der Opposition heraus unterscheidet. Die Schneise die durch den Dannenröder Wald geschlagen wurde, Artenreichtum und Wasserspeicher zerstört um 20 Minuten schneller mit E-Autos nach Frankfurt zu brausen, die Weigerung Licht ins Dunkel der Verwicklung des Verfassungsschutzes mit den Kassler NSU-Morden zu bringen und die Unterstützung der weiteren Einleitung von Salzlauge in die Werra durch K+S machen die Warnung vor grün wählen und schwarz ärgern leider sehr real :slightly_frowning_face:

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Hallo, ich bin etwas enttäuscht von eurer Ankündigung, die zwei Kandidaten und die eine Kandidatin zu porträtieren (liegt auch daran, dass über die Drei schon alles gesagt ist nur noch nicht vom jedem).
In eurer Moderation über die Flutkatastrophe habt ihr weder die FDP, die Linke noch für AFD (muss ja auch nicht sein) erwähnt und auch deren Programme zum Klimaschutz nicht angesprochen.
Dies fällt mir immer häufiger auf - es geht nur um Laschet, Scholz oder Baerbock. Noch nicht mal um deren Parteien und deren Parteiprogramme. Und ihr folgt diesem Weg.
Ich würde mir wünschen, ihr würdet euch die Mühe machen, die Programme der Parteien anschauen und nicht ausschließlich die Performance der drei Vorturner:innen.
Vor allem in den Koalitionsmöglichkeiten spielen die FDP oder die Linke ggf. die entscheidende Rolle. Und bei aller Liebe zum Klima - was steuerlich geplant ist von Union oder FDP ist nur schwer zu ertragen.

Eine kleine, aber aus meiner Sicht hilfreiche Ergänzung:

Sorry, aber noch etwas vergessen:

Unbedingt thematisieren, bitte!

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Dem kann ich absolut zustimmen. Für mich bleibt derzeit z.B. unklar, wie es um Scholz‘ Integrität und sein Bemühen, Dinge anzupacken bestellt ist wenn gleichzeitig wichtige Themen (Stichwort Wirecard als Spitze des Eisbergs) als offensichtlich abgehandelt betrachtet werden und keine Erwähnung mehr wert sind. Natürlich sind neben den Spitzenkandidat:innen auch die Parteien und deren Wahlprogramme wichtig, aber letztlich zählt gerade bei der Besetzung der Spitzenposten auch persönliche Integrität und die Glaubwürdigkeit, hier ohne versteckte Agenda zu agieren.

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Geht mir genauso. Mit dem Portrait von Laschet hat die LdN aber auch einen hohen Standard gesetzt, der bei den anderen Portraits wahrscheinlich viel Arbeit verursacht.

Ich fand das Interview mit Baerbock jedenfalls keinen guten Ersatz für ein tief recherchiertes Portrait mit leicht sarkastischem Zerpflücken (Stichwort „Mittelmaß“ bei Laschet). Jede Frage hat man irgendwo schonmal gelesen, und jede Antwort war typisch Politikerantwort und weichgespült. Viele der Antwortfragmente hat man z.B. auch im Triell neulich wieder gehört.

Am aufschlussreichsten fand ich noch die Stelle, an der Baerbock nichts eingefallen ist außer „da kommt dann einmal im Monat der Behördenbus“. Das steht IMO sinnbildlich für die Digitalisierungsstrategie der deutschen Politik.

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