Eine Sichtweise - man kann es so sehen das sich der „ÖPNV“ individualisiert und kleiner wird.
Andere Sichtweise - das private Auto und alle zugehörigen Flächen werden stark von einer größeren Gruppe in Anspruch genommen.
Jetzt sind Verkehrsmittel erstmal raumbezogen und es gibt zig verschiedene Möglichkeiten in unterschiedlichen Räumen zu unterschiedlichen Anlässen Verkehrsmittel zu nutzen - sofern man denn dafür geplant hat. Woran orientiert man sich da?
Klar ist, man möchte gerne energieffiziente Transportmöglichkeiten haben. Ein kaum ausgelastetes Auto ist das exakte Gegenteil von effizient. ÖPNV, wo mehrere Personen sich ein Fahrzeug teilen, ist eher effizient.Natürlich sind Verkehrsmittel auch raumbezogen - hat man eine sehr disperse Raumstruktur wird ein Doppel-Decker Bus mit 100 Sitzplätzen Probleme haben seinen Vorteil auszuspielen.
Klar ist häufig auch, Straßenflächen und Parkflächen sind begrenzt. Man möchte also das der Raum gut genutzt wird. Vielleicht nicht unbedingt mit einer propevollen Tram, aber alles was besser ist als ein Auto mit einer Person geht. Und wirklich jedem fällt etwas besseres ein was man mit den mehreren Parkplätzen machen kann, die pro Auto gebraucht werden um - naja, ein Auto steht da nur. Man benutzt es nicht.
Viele möchten auch nicht den Rest, die Umweltverschmutzung, den Lärm, die Schadstoffe. Da das Auto sehr ineffizient ist, sind die meisten Verkehrsmittel was weitere Kategorien angeht genügsamer.
Die Verkehrswende wird nicht gelöst indem Menschen von effizienteren U-Bahnen, Trams und ja - Bussen - auf kleinere, ineffiziente Verkehrsmittel umsteigen. Sobald man anfängt der privaten PKW-Nutzung einen Preis zu geben, der den gesellschaftlichen Kosten entspricht sind Menschen bei einer auf den privaten PKW ausgerichteten Verkehrsinfrastruktur sehr schnell beim Car-Sharing, im weiteren Schritt auch bei allen Verkehrsmitteln die „poolen“, ob man es jetzt stationsbasiert macht oder nicht. Auf den Land wird man mehr Carsharing haben, weil die Dichte für „Pooling“ nicht reicht.
Mal zum Nachdenken: Ist der örtliche 12-Sitzer nun Taxi oder Bus, weil er das Logo des ÖPNV-Betreibers hat? Oder hat es mehr gemein mit einem privaten Auto? Ist das Sammel- äh „Auto“ (mit 3 Sitzen für Fahrgäste) zum Preis der ÖPNV-Karte, Taxi oder Bus? Ab wievielen Plätzen? Ein ICE hat paar hundert Sitzplätze - aber einen Zugführer. Genauso jeder Bus. Wie autonom ist das? Und wegem dem Hype - wieso müssen Taxis auch noch fliegen? Waren sie nicht so schon teuer genug? Wieso sehen die Flugtaxis aus wie Helikopter?
Zur angeblichen Trägheit - muss nicht so sein und ist auch nicht überall so. Zugverkehr funktioniert in den Niederlanden und der Schweiz top, auch mit WLAN und Pünktlichkeit. In manchen Städten in Deutschland fahren WLAN-Busse seit Jahren und sind pünktlich - andere werden es in paar Jahren erst hinbekommen. Die Pünktlichkeit vielleicht eben erst wenn da weniger Autos im Weg stehen. Manche Städte haben eigenes, legales und sozial abgesichertes Ride-Pooling. Das schafft nicht mal Uber 
tldr: Das privat genutzte Auto ist für den Großteil der verkehrlichen Probleme verantwortlich und jeder Umstieg auf gemeinschaftliche Verkehrsmittel wird in den allermeisten Räume die allermeisten der verkehrlichen Probleme lösen. Wenn man Träger des ÖPNVs kleinhält und nicht will das sie experimentieren, darf man sich nicht wundern das sie sich genauso verhalten.