LdN 212 - Corona Lockdown light

Ich bin etwas überrascht von eurer Bewertung, der Lockdown mit den aktuellen Einschränkungen sei „rechtlich gerade noch so machbar“.

Erwiesen ist, dass weniger Kontakte die Pandemie bremsen.

Ihr argumentiert, dass die fehlenden Erkenntnisse dazu, welche Kontakte gefährlich sind und welche nicht, es extrem schwer machen, die neuen Verbote zu rechtfertigen. Daraus folgere ich, dass wir, sollten die Zahlen weiter steigen, keinerlei weitere rechtliche Möglichkeiten mehr haben, neue Beschränkungen zu erlassen, um die Pandemie einzudämmen?
Müssen wir wirklich zuschauen, wie sich die Pandemie verbreitet, bis wir wissenschaftlich einigermaßen brauchbare Erkenntnisse haben, wo die Infektionen passieren? Gleichzeitig wird die Ermittlung dieser Erkenntnisse immer schwieriger, weil immer mehr Infektionen nicht zugeordnet werden können.
Hat die schwere der Pandemie überhaupt keinen Einfluss auf die zulässigen Maßnahmen? (Ja, ihr habt auch damit argumentiert, dass jetzt „eben die Zahlen runter müssen“.)
Oder wird die juristische Situation einfacher, wenn wir die Beschränkungen auf alle Bereiche ausweiten?

Nebenbei bemerkt halte ich die betroffenen Branchen für sehr gut bedient, die 75% des Vorjahres-Umsatzes vom Staat zu bekommen. Ohne Verbote und staatliche Unterstützung hätte man diese Umsätze sicherlich nicht gemacht. Wie bereits beim Beherbergungsverbot wäre ich als Betroffener sehr vorsichtig, diese Dinge wegzuklagen und damit ggf. mir selbst und der ganzen Branche einen Bärendienst zu erweisen.
Ich kenne jedenfalls einige Hotels, die im Sommer lieber freiwillig geschlossen blieben, weil die geringe Zahl der Buchungen die Betriebskosten nicht gedeckt hat.

Kann ich nur bestätigen. Wer die Betriebskosten in diesem Jahr halbwegs gedeckt bekommt ist definitiv auf der Gewinnerseite. Und 75% VJ sind unter Corona Maßnahmen nicht möglich.