Hier ein Faktencheck zur bayrischen Energiepolitikt:
- Bayern hat mehr installierte PV-Kapazitäten, als Platz 2 (BaWü) und 3 (NRW) zusammen.
- Bayern hat mehr installierte Wasserkraft, als die restliche Bundesrepublik zusammen.
- Bis zur Reform des EEG in diesem Jahr hatte Windkraft einen erheblichen Standortnachteil in Bayern, Baden-Württemberg und in Teilen von Hessen. Windenergie wird nämlich nicht stur nach eingespeister Leistung vergütet. Ein interregionaler Ausgleichsfaktor soll dafür sorgen, dass windreiche Standorte gegenüber windarmen Standorten keinen Vorteil haben und Windräder nur an den wirtschaftlichsten Standorten gebaut werden. Dieser Ausgleichsfaktor war jedoch zu niedrig, damit sich Windräder in den windärmsten Regionen (Teile Hessens, BaWü, Bayern) rechnen. Entsprechend wurde in diesen Bundesländern nur an den besten Standorten gebaut, während in anderen Bundesländern deutlich mehr Flächen genutzt wurden.
https://www.gesetze-im-internet.de/eeg_2014/__36h.html
Regional oder Südfaktor Windräder.
Diesem Fehlanreiz wurde jetzt Rechnung getragen, indem ein Südfaktor im neuen EEG eingebaut ist. Weiterhin sind die Bundesländer in den kommenden Jahren verpflichtet, mindestens 2 Prozent ihrer Flächen für die Produktion von Windkraft zur Verfügung zu stellen. Legen die Länder bis zu einem bestimmten Stichtag keinen Plan dafür vor, verlieren sie ihre Zuständigkeit und der Bund übernimmt die Planung.
Lange Rede kurzer Sinn: Die Probleme beim Ausbau Erneuerbarer Energien sind erkannt und gelöst worden. Die bestehenden Vorbehalte gegenüber Bayern sind größtenteils faktenfremd oder überzogen. Die bundesweiten Medien berichten darüber zu pauschal und offenbar nicht auf dem aktuellen Stand.
An die Mitleser die später kommen, beachtet wie
der Kernpunkt mit dem Südfaktor des EEG bewusst weggeschrieben und wegmanipuliert wurde, das ist eine beliebte Manipulationstechnik in Foren wie diesem 
Es ging am Ende um Rendite und Geld, keine Sorge sehen wir nach wie Bayern in drei Jahren da steht.




Kurz nachdem ich das hier geschrieben habe hat ein Kommentator weiter unten noch etwas nachträglich angehängt damit es nicht so auffällt:rofl:





Hier auch ein schönes Beispiel:
Wie AFD und Co versuchen Deutschland und Bayern versuchen schlecht zu reden:raising_hand_man:


https://www.youtube.com/live/M8cDiOu6aI8
Was gegen die CSU spricht, sind die Freisprüche von Nüsslein und Sauter, offensichtlich lassen hier die Gesetze den Abgeordneten zu viel Spielraum. Nach dem Motto: Es ist leicht, sich an Gesetze zu halten, die man sich selbst gemacht hat.
Dazu kommt, dass Verspargelung der Landschaft jetzt OK ist, wenn es sich um Mobilfunk handelt, hier sollen Baugenehmigungen automatisch erteilt sein, wenn 6Monate nicht widersprochen wurde. Beim Windkraftausbau geht derweil wenig voran. Die 2% auszuweisen haben die Regierungsbezirke 10 Jahre Zeit. Wenn man dann noch von 5 Jahren Genehmigung und Bau ausgeht, könnten in 15-20 Jahren nennenswert Windräder in Bayern stehen. Dann haben wir 2040.
https://www.stmb.bayern.de/med/aktuell/archiv/2023/230124_mobilfunkausbau/index.php
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Olaf.K
9
Nur bleibt das Problem der Nachtspeicherung
Keine Kunst, es ist relativ schwierig in MekPom oder S-H Wasserkraft zu bauen
Ja z.B. 10h
Und auch Repowering wird stets mit Problemen überzogen. Vornehmlich in Bayern.
Oder ist das auch:
?
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Bayern ist auch flächenmäßig größer als beide zusammen. Außerdem südlicher und sonniger als zumindest NRW, was PV attracktiver macht.
Ja auch pro Fläche is die PV in Bayern immernoch gut, aber dafür bei Wind auch unendlich schlechter. Der Energiemix ist schon sehr schlecht (der von BW auch, aber in BW greift immerhin mittlerweile eine Solarpflicht bei allen Neubauten und Dachsanierungen).
Das liegt aber nicht daran, dass Bayern so toll ist, oder andere Bundesländer so unwillig. Nur in Bayern ist auch Potential für Wasserkraft.
Das stimmt.
Jedoch hat sich Bayern auch kein bisschen bemüht dem etwas entgegen zu setzen, im Gegenteil haben sie 2014 (also nach der EEG-Reform 2012) die 10H Regel eingeführt.
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Dieses Positionspapier ist bestenfalls eine Absichtserklärung der linken CSU, wird aber unter der Taktik der „folgenlosen Zustimmung“ von Söder keine Lösungen bringen.
Das fühlt sich bei uns in Unterfranken aber anders an.
Welche Probleme wurden erkannt?
Welche Probleme wurden gelöst?
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Matder
12
Sorry, aber das glaubt doch niemand. Die CSU hat mit der Verhinderung von Windenergie jahrelang Stimmfang betrieben. Am besten kann man das an der 10H Regel sehen, die erst letztes Jahr aufgrund von Druck aus Berlin reduziert wurde. Und Südlink hat die CSU genauso jahrelang verzögert.
Und nun wo die Folgen des Klimawandels langsam auch Bayern erreichen, da findet auch nur ein Umdenken in Zeitlupe statt.
Und das Bayern bei Solar so gut dasteht, dass verdanken sie auch der Tatsache, dass sie als reiches Bundesland natürlich gut Geld für Dach-Solar locker machen können.
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AlexS
13
Und die CSU ist wohl die einzige Partei, die die schweren Folgen von Wasserkraft für die Biodiversität von Flüssen nicht sieht?
Gut wenn man schon mal im Energiesektor in einem Thema Spitze ist, kann das ja nicht schlecht sein, oder?
Und keine Sorge, der BR berichtet dazu regelmäßig, das Ablenkungsmanöver mit den nicht bayerischen Medien zieht nicht 
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Hier ein Link zu einem Video auf Twitter, in welchem Aiwanger behauptet, man könne mit 25km^2 Wald den CO2 Ausstoß Deutschlands kompensieren.
Dieser Mensch vertritt nicht den „Durchschnittsbürger“, er ein gefährlicher Populist der dreist Fakten leugned oder erfindet wie es ihm gerade passt.
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Ich glaube, der hat in diesem Fall nicht „erfunden“, er glaubt bloß, dass Wälder 40 Meter hohe Blöcke aus Massivholz sind. 5000 m · 5000 m · 40 m = 1 Mrd. m³. 
Erstaunlich, dass ein Mensch aus Bayern offensichtlich noch nie einen Wald gesehen hat.
(Wie ging die Diskussion in der Sendung eigentlich weiter? Hat ihn dafür irgendwer ausgezählt?)
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Matder
16
Ist natürlich einerseits lustig wenn jemand wirklich eindeutig belegbar so absoluten Blödsinn redet. Spannend wäre natürlich die Frage, ob er weiß, was für einen Quatsch er da redet, aber das wird man wohl nie sagen können.
In jedem Fall hat Bayern in Puncto Klimadebatte endgültig Trump-Niveau erreicht. Leider macht einen das nicht wirklich glücklich, den auch bei der nächsten bayrischen Landtagswahl werden den Mann dafür Leute wählen. Und zwar nicht, weil sie glauben was er sagt, sondern weil sie es glauben wollen.
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Er ist studierter Agrar-Ökonom, also ja, das weiß er ziemlich genau.
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Die Sendung ist vom 30.10.2019
Ich kann nicht verstehen wie man solchen Vögeln eine Plattform bieten kann um ihren
zu verbreiten.
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Danke für den Link. Aber ich krieg immer Rage-Anfälle, wenn ich mir Talkshows anschaue. Deswegen dachte ich, jemand anders hätte das vielleicht gesehen und könnte sagen, ob irgendwer Aiwanger in der Folge gefragt hat, ob er eigentlich total blöd ist, oder ob er bloß das Publikum für total blöd hält… oder ob bei der bloßen Erwähnung irgendwelcher Fantasiezahlen mal wieder alle verwirrt und bedröppelt zu Boden geschaut und niemand widersprochen hat.
Sorry, wir leben immer noch in einer Gesellschaft in der man klar artikulieren kann, wie man auch kritische Themen sieht. Und diese Bürger unseres Landes als Vögel und ihre Meinung als „Scheiss“ zu bezeichnen, ist unangebracht und diffamierend… Ich bin in den letzten Jahren mehr als 60 Jahren über den Atlantik geflogen, habe zwei Autos (davon sogar einen Stromer - aber wegen der Kosten, nicht dem Klima) und ein Eigenheim. [quote=„Schlossermeister, post:18, topic:18069, full:true“]
Die Sendung ist vom 30.10.2019
Ich kann nicht verstehen wie man solchen Vögeln eine Plattform bieten kann um ihren
zu verbreiten.
[/quote]
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Zu behaupten, dass 25 km² Waldaufforstung den kompletten CO2-Jahresausstoß Deutschlands aus der Luft saugen, ist keine „Meinung“, sondern eine dermaßen weit von der Realität entfernte, falsche Tatsachenbehauptung, dass „Scheiß“ noch vollkommen verharmlosend als Bezeichung dafür ist. Entweder ist es eine dreiste Lüge, weil er darauf vertraut, dass im Talkshowkontext alle perplex genug sind um das nicht sofort auseinanderzunehmen, oder er glaubt den Stuss wirklich, dann müsste man nicht nur an seinem Verstand zweifeln, sondern auch an dem aller Wähler seiner Partei.
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Auf das Argument selbst ist eigentlich niemand wirklich eingegangen.
Im Laufe der Sendung hat er aber sein Argument selbst wieder ad absurdum geführt.
Haben sie sich die Sendung angesehen?
Ich finde, dass das was Fridays for Hubraum oder das was Aiwanger so absondert getrost so bezeichnet werden kann. Scheinargumente und Ausssitzen ist die Devise. Wenn das nicht hilft dann „folgenlose Zustimmung“.
Das eigentliche Erschreckende ist, dass in den 3 Jahren seit der Sendung nicht wirklich was voran gegangen ist. Die gleichen Themen die mit den selben (Schein)Argumenten abgebügelt werden.
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Sie verkennen, dass der Durchschnittsbürger selbst dreist Fakten leugnet oder erfindet um sein eigenes Weltbild zu erhalten. Haben Sie sich noch nie gefragt, ob Sie beim gleichen spannenden Ereignis zugegen waren, wie Arbeitskolleg:in/ Freund:in etc., wenn davon einer unbeteiligten Person berichtet wird?
Wenn man nach der Wikipedia-Definition von Populismus geht („Charakteristisch ist eine mit politischen Absichten verbundene, auf Volksstimmungen gerichtete Themenwahl und Rhetorik“), dann stelle ich auch in Frage, dass Aiwangers Hirnergüsse absichtliches Mittel zum Stimmenfang sind. Ich glaube, das ist sein Weltbild.
Das ist falsch, er hat Agraringenierwesen studiert.
Sie überschätzen den Intellekt von Studierten. Zusätzlich hat Aiwanger eine FH besucht (in den frühen 90ern), da geht es um Wissensanwendung nicht Wissensgewinn. Hinterfragen ist dort noch weniger Teil der Ausbildung, als an den Universitäten.
ExMod
24
Das ist ein unangemessenes Pauschalurteil!
Olaf.K
27
Würde ich so nicht sagen.
Ich hab in meinen diversen Kursen schon öfter gehört, dass sich jeder seine eigene Realität schafft.
Dazu gehört auch, dass man unerwünschte Fakten und unbequeme Wahrheiten gerne mal „übersieht“ wenn sie nicht zur eigenen Realität passen wollen.
Schlicht weil das „übersehen“ einfacher ist als seine Realität neu zu bauen.
Ich glaube leugnen ist zu drastisch als Wort, aber ausblenden wenn es nicht wirklich passt kommt schon hin.
Was dagegen schon fast in Richtung leugnen geht, ist dass man bei gewissen Themen so beinhart überzeugt ist im Besitz der einzig gültigen Wahrheit zu sein, dass man weitere Informationen und/oder neue Erkenntnisse einfach nicht mehr aufnimmt.