Man kann nicht beides haben: Entweder, man nimmt die AfD-Wähler als mündige Bürger ernst. Dann muss man davon ausgehen, dass sie wissen und wollen, was sie wählen. Dann darf man sie dafür auch verantwortlich machen.
Oder man geht davon aus, dass sie nicht wissen und wollen, was sie wählen, dann muss man sie “bevormunden”, indem man stärker reguliert, welche Positionen wo geäußert werden können. Indem bessere Bildungsmaßnahmen erfolgen, mehr zivilgesellschaftliche Gegenangebote bereitgestellt werden etc. Sehr viele Menschen, von denen sich sehr viele sehr viel Veränderungen wünschen, werden von den gleichen Leuten in Berlin regiert und wählen keine Rechtsextremisten. Es liegt also wohl weniger an “Berlin” oder “der Politik”, als an den Leuten, die unter 30 Parteien am liebsten die Rechtsextremisten wählen wollen.