Ladesäulen: Öffentliche Infrastruktur statt gewerblichem Flickenteppich mit großen Löchern

Die E-Mobilität in Deutschland kommt nicht vom Fleck. Nicht nur, dass Elektroautos oft zu teuer und an den Bedürfnissen vieler Kund’innen vorbei geplant sind, wer in einer Wohnung wohnt und am Arbeitsplatz nicht laden kann, ist stets auf der Suche nach einer Ladesäule. Bei uns ist jetzt (März 2026) endlich die erste in Laufnähe gesichtet worden, hurra. Und ich frage mich, warum das eigentlich keine öffentliche Infrastruktur ist, sondern den Unternehmern wie Shell, Tesla & Co. das Feld überlassen wird. Denen will ich kein Geld in den gierigen Rachen werfen, insbesondere wenn der Strom für mein Auto durch die Verbrennung von Erdöl erzeugt wird. Da kann ich auch gleich einen Verbrenner fahren. Dabei liegen die Stromleitungen doch eh in den Straßen. Sie versorgen die Ampeln, Haushalte und Straßenlaternen, es ist ein öffentliches Stromnetz. Es müsste doch möglich sein, Laternen zu bauen, an denen man auch E-Autos laden kann. Und es müsste auch möglich sein, die vorhandenen elektrischen Straßenlaternen entsprechend zu ergänzen. Abgerechnet wird über den jeweiligen bevorzugten Stromanbieter wie zuhause auch. So braucht man keine zig Apps oder Karten und Verwirrung wegen der Tarife. Ich weiß, die Kommunen haben kein Geld. Aber für fürs Dienstwagenprivileg, Pendlerpauschale etc. haben wir Geld. Ich weiß, das sind andere Töpfe. Dann muss man das halt umverteilen. Es ist doch im allgemeinen Interesse, dass wir ein ausreichend dichtes Netz an Ladesäulen haben, die der Versorgung mit Strom dienen, nicht der Profitmaximierung einzelner Unternehmen, die teilweise noch immer mit fossilen Rohstoffen arbeiten. Oder mache ich da einen Denkfehler?

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Über was hast du genau nachgedacht? Ich lese nur Falschinformation und viel Meinung.

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Also: Uff.

Vielleicht nur ein paar Kleinigkeiten.

Zum einen arbeiten die meisten Ladesäulen mit Ökostrom.

Wo in Deutschland Öl zur Stromerzeugung verbrannt wird, weiß ich nicht, ich glaube nirgendwo.

Eine LED-Straßenlaterne, die mit vielleicht 15 W betrieben wird, so auszustatten, dass ein Auto mit min. 11 kW laden kann, ist vermutlich…äh…nicht ganz einfach.

Mit der Argumentation von dir sollte man gleich alle Energiekonzerne verstaatlichen. Funktioniert so mäßig würde ich sagen.

Aber deine letzte Frage kann ich dir beantworten: Ja!

Edit: Sorry, noch was, weil es mich einfach immer wieder nervt. Hab das auch schon zur Genüge, auch hier im Forum von mir gegeben. (Achtung, Überspitzung) Jeder ist mittlerweile in der Lage sich einen von 100 Mobilfunkanbietern rauszusuchen, 100 Stromanbietern, 100 Gasanbietern, 100 Internetanbietern, 100 Versicherern. Alle mit dutzenden Tarifen. Dann ist man auch in der Lage sich einen Ladetarif rauszusuchen!

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Ist das denn vergleichbar? Es gibt drei oder vier verschiedene Infrastrukturen für Mobilfunk, alle anderen mieten sich bei einem der Betreiber ein. Beim Internet kommt es ein bisschen auf die Technik an (DSL, Glasfaser, Kabel, Satellit, LTE), aber im Prinzip ist es recht einfach herauszufinden an wen man sich wenden kann. Bei Strom und Gas gibt es meines Wissens ein Netz und völlig freie Wahl beim Anbieter. Bei Versicherern spielt es auch keine Rolle wo ich wohne oder so, ich kann mir einen aussuchen und Verträge abschließen.

Daher meine Frage: kann ich einfach irgendeine Ladesäule anfahren und über meinen Anbieter laden? Denn das wäre das Äquivalent zu Internet, Strom, Gas, …

Wenn ich eine andere Säule ansteuern muss, weil ich einen anderen bevorzugten Anbieter habe, dann ist diese Liste an Vergleichen einfach inkompatibel (oder?)

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Ne, finde ich absolut gar nicht. Denn, auch wenn es nur 4 Mobilfunknetze gibt, gibt es ja zig Anbieter. Und ich muss, anhand meinem Profil herausgfinden welcher am besten zu mir passt. Genauso ist es mit Internetanbietern (ja, da ist man auf dem Land, wie wir, eingeschränkt), mit Versicherungen und mit Stromanbietern. Von daher ist das schon vergleichbar. Aber ich kann dir gerne mal 3 Profile aufdröseln

Eigene Wallbox, selten unterwegs: Genügt eine Ladekarte der großen Anbieter, diese sind in fast allen Fällen roamingfähig (mit ENBW Karte bei Ionity laden z. B.)

Keine eigene Wallbox, selten unterwegs: Siehe Punkt 1 + Karte eines lokalen Anbieters, z. B. Stadtweke

Viel unterwegs: 3-4 Ladekarten der großen Anbieter um jederzeit günstig zu laden, eventuell mit generellem oder temporären Abo (z. B. Monatspass bei Urlaubsreisen)

Das ist echt kein Hexenwerk. Aber wenn immer wieder der Begriff Tarifdschungel benutzt wird, muss man halt auch sagen, dass die Menschen mittlerweile bereits mit Machete, Wasserflasche, Zelt und Kompass ausgestattet sind.

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Ich will gar nicht sagen dass das ein unlösbares Problem ist. Ich frage mich jetzt nur: kann ich mit der Karte meines Anbieters zu irgendeiner ladesäule fahren (denn so klingt es für mich was du beschreibst), oder muss ich die Säule meines Anbieters finden? Ich will hier keine Haare spalten oder so, das ist eine ernstgemeinte Frage, auf die ich die Antwort nicht kenne

Das ist mit den meisten Karten möglich. Dann bezahlst du etwas mehr, das nennt sich Roaming. Das ist allerdings der bequeme Weg. Bei den meisten Anbietern kannst du direkt über einen QR Code mit dem Handy bezahlen, das ist auch oft billiger, als wenn du Roaming Gebühren zahlst. Wir haben damals mit einer Entega-Karte (lokaler Anbieter von AC Säulen) und einer Shell Recharge angefangen, weil die Karte bei einem riesigen Netz in Europa funktioniert. Aber mit der Zeit haben wir uns vollumfänglich zuerst an ENBW und dann an IONITY gewöhnt.

Edit: Hier ein Auszug von der ENBW Seite

So funktioniert Lade-Roaming

Das Prinzip von Lade-Roaming ist im Grunde leicht zu verstehen: Es funktioniert ähnlich wie bei Ihrem Handy, wenn Sie im Ausland telefonieren oder surfen. Auch dort haben Mobilfunkanbieter Abkommen untereinander geschlossen, damit Sie mit Ihrem Vertrag in anderen Netzen weiter telefonieren können – oft, ohne dass Sie davon viel mitbekommen. Genauso ist es beim Laden: Ihr Ladeanbieter (E-Mobility Provider, EMP) kooperiert mit vielen anderen Betreibern von Ladesäulen (Charge Point-Operator, CPO). So können Sie mit Ihrer App oder Ladekarte bei tausenden Säulen „fremder“ Anbieter laden.

Das alles läuft im Hintergrund ab. Sie müssen dafür meist nichts weiter tun und können Ihre gewohnte App oder Karte benutzen. Die Anbieter regeln untereinander dann die Verrechnung. Für Sie bedeutet das: ein Vertrag, eine Abrechnung, aber Zugang zu einem viel größeren Ladenetz. Je nachdem, welchen Anbieter Sie wählen, fällt die Abdeckung unterschiedlich groß aus – hier lohnt sich ein genauer Blick, gerade wenn Sie oft in verschiedene Regionen oder ins Ausland fahren.

Erstmal Danke für die bisherigen Antworten, auch wenn manche eher unfreundlich sind.

Mir ist klar, dass eine Laterne weniger Leistung braucht als das Laden eines E-Autos. Aber die Laterne ist sozusagen der Zugang zur Stromleitung unter der Straße. Vielleicht kann man da einfacher ran.

Mit geht es darum, dass der Strom doch eh schon unter der Straße liegt. Die Laternen werden von der Stadt betrieben. Warum nicht auch die Ladesäulen?

In meiner Gegend gab es bisher nur Ladesäulen von Shell, Tesla, RWE usw., das sind alles Firmen, die ich nicht unterstützen will. Und die verkaufen mir dann den Strom, der eh im Stromnetz unter der Straße fließt. Oder sind die Ladesäulen an ein eigenes, spezielles Netz nur für die Versorgung von E-Autos angeschlossen? Sorry, ich frage lieber mal so doof, könnte ja sein. Die Aussage: “Die meisten Ladesäulen arbeiten mit Ökostrom“ klingt ja nach Inseln.

Meinen Stromanbieter habe ich vor 15 Jahren sorgfältig ausgesucht. Ich muss nicht jedes Mal, wenn ich mein Telefon laden will, an der Steckdose die richtige App oder Karte aussuchen und mich über den Tarif informieren. Alle Steckdosen in meiner Wohnung sind vom selben Anbieter, wie gesagt seit 15 Jahren. Und ich habe auch genug Steckdosen in meiner Wohnung für all meine Geräte. Leider passt kein E-Auto durch unser Treppenhaus. :wink:

Dasselbe gilt für Versicherungen, Mobilfunk etc. Man kämpft sich einmal durch den Tarifdschungel und ist dann froh, wenn es für viele Jahre erledigt ist.

Und auch der Vergleich mit Tankstellen hinkt. Ich kann mir ja wohl den einen Begriff z.B. “Diesel“ oder “Super E10“ merken und immer wieder tanken. Ich habe noch nie etwas Falsches in mein Auto gefüllt, mir auch nicht auf die Schuhe gekleckert und wenn mir die eine Tanke zu teuer ist, fahre ich zur nächsten. Das Netz ist nämlich in meiner Gegend und auch auf Urlaubsreisen dicht genug. Es parkt auch niemand über Nacht an der Zapfsäule und blockiert sie. Den Teil über die Happy Meals verstehe ich übrigens gar nicht. Findest Du es gut, dass ein Unternehmen wie McDreck profitiert?

Ich würde mir gern ein E-Auto anschaffen und bin kein Verbrennerfan. Deshalb verstehe ich die Lästereien wirklich nicht. Mag sein, dass Ihr mit Euren E-Autos prima klarkommt, weil Ihr zuhause laden könnt oder auf der Arbeit oder genug Ladesäulen in der Nähe habt. Aber so privilegiert sind leider nicht alle Menschen. Ich habe wie gesagt genau eine Ladesäule in der Nähe, die meist zugeparkt ist. Ein öffentliches Ladenetz würde man planen, um alle Anwohner mit ausreichend Ladensäulen in Laufnähe zu versorgen. Aber wenn die Unternehmen immer nur dort welche hinstellen, wo sie viel Profit vermuten, ist das Netz sehr ungleichmäßig. Deshalb würde ich eine öffentliche Variante bevorzugen. Oder man beschließt eine Versorgungspflicht wie z.B. bei Supermärkten auf Inseln, die nicht einfach im Winter dicht machen können, nur weil sie Miese machen, nachdem sie im Sommer dicke abkassiert haben. Also wer Ladesäulen aufstellt, muss auch die Lücken im Netz füllen. Oder gibt es so eine Vorschrift bereits?

Nur die Säule ist private Infrastruktur. Das Stromnetz ist öffentlich. Wird auch nicht genug ausgebaut, aber das ist eine politische Dimension, auf die man als engagierter Bürger durchaus Einfluss nehmen kann.

Dann fahr zu einer Säule mit Ökostrom oder noch besser: Bau deine eigene!

Wenn du zur Miete wohnst, aber einen Stellplatz für dein Auto hast, dann kannst du von deinem Vermieter verlangen dir den Bau einer Wallbox zu genehmigen. Längst geltendes Recht.

Oder du gehst noch einen konsequenten Schritt weiter und finanzierst den Bau einer öffentlichen Ladesäule. Das kostet ca. 5.000 Euro für die Säule zzgl. der Kosten für den Bau. Muss ja nicht auf eigenem Grund und Boden sein. Vielleicht gibt es irgendwo in deinem Wohnumfeld einen Parkplatz, dessen Eigentümer du überzeugen kannst, wenn du einen Teil der Investitionskosten trägst?

Wenn du die Säule nicht gerade brauchst, dann können da andere Leute aus deinem Wohnumfeld laden. Abrechnung kann ein Dienstleister machen, das Ganze kann sich durchaus rechnen.

Alles ist möglich. Also auf, geh zu den Abgeordneten in deinem Stadt- oder Gemeinderat und engagier dich! Praktisch alle guten Ideen scheitern nicht an der Machbarkeit oder dem Geld, sondern weil es nicht genug Menschen gibt, die bereit sind ihre Zeit für die Umsetzung herzugeben.

Du kannst dir eine App runterladen (z.B. die EnBW mobility+ App. Keine Werbung ist nur die, die ich nutze. Gibt aber auch andere). Die zeigt die dann alle mit dieser App funktionierenden Ladesäulen in der Umgebung an. In der App kann man meistens zwischen unterschiedlichen Tarifen (kein Abo aber hoher Preis pro kwh, Abo mit niedrigerem Preis pro kwh) wählen. Du steckst ein, bestätigst in der App, die Karre lädt.

Welche App und welcher Tarif die richtige ist, dass muss man vielleicht ein wenig recherchieren. Aber auch nicht mehr, als den richtigen Stromtarif.

Vergleichbar ist das glaube ich mit einem Internetvertrag: Man muss recherchieren, welcher Anbieter beim eigenen Haus überhaupt liefert und dann muss man bei den relevanten Anbietern noch die Tarife vergleichen. Alles machbar.

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Weil das nicht zur Daseinsfürsorge gehört. Die Kommunen können das machen (und viele haben ja inzwischen auch einige öffentliche Ladesäulen gebaut, bzw. für den Bau gesorgt). Aber sie müssen es nicht und weil vielen Kommunen das Geld fehlt, tun sie es eben auch nicht.

Laternen sind dagegen zwar nicht gesetzlich vorgeschrieben, Kommunen sind aber aufgrund ihrer Verkehrssicherungspflicht in den meisten Fällen verpflichtet, für eine ordentliche Beleuchtung zu sorgen.

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Laterne: Ja, das ist ein Loch in der Erde, das ist aber nicht das Problem. Das verlegte Stromnetz muss die Leistung auch aushalten. Deswegen sind viele Ladeparks auch in ausgewiesenen Industriegebieten, weil das Stromnetz da einfach mehr Leistung hat. Ist in Wohngebieten ein wenig anders, ein normaler Hausanschluss hat i. d. R. max. 30kW, das ist ein Fünftel einer mittleren Schnellladesäule. Bzg. der Städte hast du ja schon eine Antwort erhalten, wobei viele Stadtwerke schon vor Jahren mit dem Verbau von AC-Säulen angefangen haben. Wobei ich hier sagen muss, und da kommen wir wieder die Konzerne ins Spiel, mir sind, das ist sicherlich subjektiv, die Säulen der großen Anbieter lieber als die Dinger von den Stadtwerken, die sind von der Bedienung teils eine Katastrophe.

Was den Ökostrom angeht. Der Strom, den du aus der Steckdose bekommst ist der gleiche Strom, den dein Nachbar bekommt. Und der gleiche, der aus der Ladesäule kommt. Es ist nur die Frage, wen du dafür bezahlst und wie der den Strom einkauft. Wenn du einen Ökostromtarif bei einem neuen Anbieter abschließt kommt ja keiner vorbei, buddelt die Straße auf und legt dir eine neue Leitung.

Was den Tarifdschungel angeht, muss ich noch mal sagen, und sorry, wenn das wieder unfreundlich klingt: Uff. Also, wir nagen ja nicht im Hungertuch, aber wir checken trotzdem regelmäßig unsere Verträge. Wir haben jetzt binnen 12 Monaten den dritten Stromtarif und sparen gerade richtig Geld. Aber ok, das ist ein anderes Thema.

Bei den Tankstellen, klar, da gibt es sehr viele. Frage wäre, ob es in 15 Jahren immernoch so viele gibt. Ich weiß nicht, wo du wohnst und wo du in den Urlaub hinfährst, aber wir haben nach 45.000 km noch nie Probleme mit Ladesäulen gehabt. Beim Laden passt der Stecker oder nicht, man kann effektiv nix kaputt machen.
Das mit den Happy Meals war darauf bezogen, dass in der Gegend vieler Ladeparks irgendein oder mehrere Fast Food Restaurants gibt. Da wir zu Hause nur McD haben und da alle Schaltjahre mit den Kindern hingehen, freuen die sich mal drauf. Dürfen sie auch, ging mir in dem Alter auch so. Ich muss es ja nicht essen.

Es gibt massig Beispiele von Menschen, die E-Auto fahren und die keine eigene Wallbox haben, das Thema wurde hier im Forum aber bereits erschöpfend diskutiert, inkl. der Zuparkproblematik.

Vorschriften für Supermärkte gibt es zwar nicht, aber bei den Tankstellen soll es ab 2028 besser aussehen:

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Hab leider keinen eigenen Stellplatz, mein Auto steht auf der Straße.

Klar, zahlt man mal eben vom Pfandgeld…

Ich sehe schon, Menschen mit wenig Einkommen und Vermögen sind hier nicht mitgedacht.

Hab ich schon versucht, der ist aber leider von der CDU, jammert den alten Gaslaternen hinterher und hat auch die Planung von Fahrradrouten gestoppt. E-Mobilität interessiert ihn nicht. “Die Bürger wollen das nicht“, hat er mir geantwortet. Und nu? Ich hab den nicht gewählt.

Wäre aber hilfreich für die Verkehrswende. Aber wann machen Politiker schon, was sinnvoll wäre…

edit Mod.

Das ist mir bekannt. Deshalb wundert mich die Aussage, die meisten Ladesäulen würden mit Ökostrom betrieben. Wenn die ans öffentliche Stromnetz angeschlossen sind, müsste doch für sie dasselbe gelten wie für den Rest unseres elektrischen Stroms. Und wenn mir Shell Ökostrom verkauft, klingt das wie ein Veggie-Burger in einer Styroporverpackung.

Jedem Tierchen sein Plaisierchen…

Und wenn Geldsparen Deine höchste Priorität ist…

Ich will aber nicht jedesmal in so einen Park fahren um mein Auto zu laden. Ich bin viel zuhause. Und wenn ich Auto fahre, dann bin ich viel unterwegs, halte mich aber wenig an anderen Orten auf, sodass ich mich nicht darauf verlassen kann, immer genug laden zu können. Deshalb würde ich gern in meiner Wohngegend laden, aber es gibt hier nur die eine Säule, siehe oben.

Danke für den Hinweis, aber was mache ich in den zwei Jahren bis dahin?

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Ehrlich gesagt würde ich auch begrüßen wenn die Kommunen sich dem Thema annehmen würden.
Ideen gibt es ja:

Die Belastung des Stromnetzes ist ein Thema, das muss aber sowieso angegangen werden, wenn wir mehr Wallboxen und Wärmepumpen wollen. Das müssen auch keine DC-Lader sein, da Laternenparker ja meist auch über Nacht da stehen.

Jede kWh Ökostrom kam irgendwo als grüner Strom ins System und ist im allgemeinen Strommix nicht mehr enthalten. So läuft die Berechnung halt.

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Laden ist sehr leicht, nur das Bezahlen ist an diesen älteren Stadtwerken-Dingern einfach komplizierter.

Shell hat auch glaube ich keinen Ökostrom. ENBW und Ionity z. B. schon.

Also auf der einen Seite werden dir Menschen mit wenig Einkommen nicht mitgedacht und auf der anderen Seite bezahlst du gerne sehr viel Geld mehr weil du eine Aversion gegen das Vergleichen von Verträgen hast. Interessant.

Ok, also, wenn man den Willen dazu hat ein E-Auto zu fahren, dann findet man auch einen Weg.

Wenn man den Willen nicht hat und lieber warten will bis die reservierfähige, ausklappbare Straßenlaternenladesäule direkt vorm Haus mit direkter Stromleitung zum nächsten Windkraftwerk und einem Mindestabstand von 2 km zum nächsten Fastfoodrestaurant von der Stadt errichtet wird und die über den eigenen Stromanbieter abgerechnet wird… dann äh sorry. Da bin ich echt raus. Wow…

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Shell will E-Autos das Laden an Straßenlaternen ermöglichen - AUTO BILD :wink: Gibt es bei mir in der Stadt schon einige

Mit dem Thema “Strom von zu Hause unterwegs laden” hat sich der Podcast hier mal beschäftigt, wenn man tiefer einsteigen möchte

#140 Ladeinfrastruktur unbundled – Wie virtuelle Netze den Strommarkt transformieren (Dr. Arwen Colell, Knut Hechtfischer - Co-Founders Decarbon1ze) — enPower Energiewende Podcast

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War einer von mehreren Vorschlägen. Ich kenne deine persönlichen Vermögensverhältnisse ja nicht. Außerdem gibt es auch da Lösungen: Gründe eine Ladesäulen-Genossenschaft mit deinen Nachbarn! Lösungen kosten entweder Zeit oder Geld. Einfach sage “löst das für mich” ist keine Lösung.

Dann finde die Grünen, die Linke, oder die eine andere politische Gruppe und engagier dich! Nur weil eine saure Gurke von der CDU das nicht möchte, heißt ja nicht, dass man das akzeptieren muss. Wandel kommt nicht von alleine, sonst wären wir schon weiter. Irgendwer muss ihn auch einfordern.

Praktisch alle “Politiker” im der Kommunalpolitik sind Ehrenamtler. Du könntest eine von ihnen sein. Und wenn du das wirst, dann merkst du vielleicht, dass da ziemlich viel passiert von dem der uninteressierte Bürger nichts mitbekommt, was aber den ganzen Laden hier am Laufen hält.

Es ist schwerer als zur erstbesten Tankstelle zu fahren und den Rüssel reinzustecken. Aber wer es hinbekommt eine App zu bedienen um eine günstige Tankstelle zu finden, der bekommt es auch hin eine Lade-App zu verwenden.

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Dennoch ist das ja kein individuelles Problem. Letztens hat auch jemand geschrieben, dass die einzige Säule in der Umgebung meist von Verbrennern zugeparkt Ist und das Ordnungsamt sich weigert, effektiv dagegen vorzugehen (es wird versucht, den Parker zu erreichen, der dann halt umparken soll).
Ich sehe auch die andere Seite, wie mittlerweile 40 Ladeplätze an unserem Supermarkt von drei Anbietern. Das ist für Verbrennerfahrer samstags nicht lustig, wenn da fast alles leer ist und der Rest der Parkplätze voll. Klar stellen die sich da hin auf die Gefahr hin, dass der Betreiber die Kennzeichen erfasst und Rechnungen schickt.

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Es gibt schon einzelne Kommunen in denen es das Laternenparken gibt, es wäre möglich (vielleicht gibt es das auch schon) Ladesäulen öffentlich zu finanzieren - aber an jeder Stelle zu sagen der Staat soll machen ist irgendwie nicht die Lösung

an der Stelle wäre ein super Gelegenheit selber mitzumachen - gibt es bei euch vielleicht eine Genossenschaft oder ähnliche Player der Bügerinnen-Energiewende die da mit aktiv werden könnten?
Das Problem ist ja nicht, das Ladesäulen sich niemals rechnen, sondern dass es dafür investitionen brauch, aktuell haben viele Deutsche noch Geld und gerade die Fahrer
innen von E-Autos nochmal ein bisschen häufiger - an der Stelle anzusetzten und gemeinsam aktiv werden ist glaube ich eine produktivere Lösung

weil sowas gibt es zwar, aber nur weil es irgendeine staatliche Ausgabe gibt, daraus abzuleiten dass eine ganz andere auch funktioniert ist am Ende schon verkürzt (wobei Ladesäulen sogar Infrastruktur sein könnten die sich refinanziert…)

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https://www.chip.de/news/E-Auto-an-Laterne-laden-In-deutscher-Stadt-wird-das-Wirklichkeit_185972612.html

Möglich ist es und wurde auch schon getestet/umgesetzt. Da die Infrastruktur der Straßenlaternen dafür aber nicht ausgelegt ist, ist die Lösung mit Nachteilen verbunden wie im 2. Artikel z.B. die begrenzte Ladeleistung.

Sinnvoller ist da für mich die Lösung in den Niederlanden. Dort ist gesetzlich vorgeschrieben, dass die Stadt einem eine Ladesäule auf Antrag in die Nähe der (Miet)Wohnung baut, falls dort noch keine ist.

Das mag vielleicht irgendwo im Hinterland noch so sein. Eigentlich ist man aber nicht ständig auf der Suche nach einer Lademöglichkeit, denn meist findet man eine Lademöglichkeit beim Einkaufsladen (das BEV lädt während man einkauft), beim Sportcenter während man Sport macht, in der Stadt während man Essen geht/ins Theater/Kino …
Man lädt wenn es gerade passt. Und gerade auf dem Dorf gibt es oft Möglichkeiten wie z.B. Bauern, die CEE-Steckdosen für Ihre Maschinen haben. Daran kann man mit ner mobilen Wallbox auch laden. Oder wenn nichts anderes hilft einfach mit 230V und 2kW an der heimischen Steckdose. Da kommen in der Nacht auch 20kWh zusammen, was für 100km+ reicht.

Sollte das auf die immer wieder verbreitete Falschmeldung zurück gehen, dass Ladestationen an Benzingetriebene Stromgeneratoren angeschlossen sind, damit diese Strom liefern, so ist das nichts anderes als eine Falschmeldung.

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Noch etwas: Ich kann @Sarathai verstehen. Wir fahren in der Familie seit knapp über 4 Jahren vollelektrisch, der Zweitwagen war vor 5 Jahren der erste elektrische.
Irgendwann ist man die immer gleichen Argumente gegen E-Mobilität und warum das ja alles nicht geht, leid.
Trotzdem sind es genau die Nutzer mit viel Erfahrung, die anderen davon teilhaben lassen können.
Unser Zweitwagen wird z.B. klassisch nur im näheren Umfeld bis max. 200km Entfernung gefahren. Im normalen Wochenbetrieb kommen wir mit einer Akkuladung mindestens eine Woche, meist mehr. Die Strecke, die wir täglich damit zurücklegen, könnten wir locker an einer normalen Steckdose über Nacht aufladen. Oder in der Nähe der Arbeitsstätte meiner Frau in der Stadt. Wir laden meist zu Hause, da wir den großen Vorteil einer eigenen Wallbox haben.
Mein Wagen wird erheblich mehr bewegt, er ist jetzt 1 Jahr und 3 Monate alt und erreicht morgen die 100.000km. Den Vorgänger, auch ein BEV, habe ich nach 2 Jahren und 150tkm verkauft. Ich fahre in ganz Europa beruflich oder auch im Urlaub herum und das nahezu völlig problemlos.
Ja, als Mieter einer Stadtwohnung und ohne Wallbox muss man sich schon mehr umstellen, als jemand mit eigener Wallbox. Die Dichte der Ladepunkte ist aber mittlerweile gut.

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