Kurzfristige Änderung: Gesetz zur Weiterentwicklung der Gesundheitsversorgung (GVWG)

Vor einigen Wochen wurde ja bereits die Bedarfsplanung ambulanter Psychotherapie besprochen. Nun wurde in das Gesetz zur Weiterentwicklung der Gesundheitsversorgung (GVWG) kurzfristig eingefügt, dass das Stundenkontingent ambulanter Therapie fix an vergebene Diagnosen geknüpft werden soll. Dadurch soll die Einschätzung über den individuellen Behandlungsbedarf aus der Hand der Psychotherapeuten genommen werden.
Mir ist erneut nicht klar, warum man dafür ausgebildeten approbierten Psychotherapeuten absprechen möchte, die Behandlungsbedürftigkeit psychisch Erkrankter einzuschätzen. Zudem sollte offenkundig sein, dass die Diagnose allein nicht ausreichend Aufschluss über die notwendige Behandlungsdauer gewähren kann.
Zuletzt findet hier scheinbar erneut die Praxis statt, unpopuläre Bestrebungen kurzfristig (und möglichst unauffällig?) in einen Gesetzesentwurf einzufügen.
Hier noch die Stellungnahme der Bundespsychotherapeutenkammer:

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