Konservative Meinungen nur anonym möglich?

Ich frage mich seit einigen Jahren, warum sich so viele Menschen in Deutschland mit einer konservativen Meinung (keine Nazis) im Internet anonym verstecken, wobei man öffentlich seine Sympathie für linksextreme Gruppen (z.B Antifa - Mindestens 47 Antifa-Gruppen vom Verfassungsschutz beobachtet | hasepost.de) aussprechen kann, ohne Konsequenzen zu fürchten.

Ich kann den Grund hierfür nicht abschließend finden und bin auf eure Meinung gespannt. Ich glaube jedoch, dass das Hauptproblem unsere Medien sind. Wenn große Teile der Journalisten zu linken Parteien tendieren ist das zwar vollkommen in Ordnung, gefährdet aber nachhaltig eine offene Diskussion in Deutschland, wenn die Medien nicht neutral berichten sondern nur die Meinungen von Minderheiten vertreten. (ARD: Volontäre wählen überwiegend links (pro-medienmagazin.de), S.P.O.N. - Der Schwarze Kanal: Warum sind so viele Journalisten links? - DER SPIEGEL, Das Herz des deutschen Journalisten schlägt links | NZZ im Vergleich zur tatsächlichen Meinungsverteilung in Deutschland: Sonntagsfrage – Forsa (Wahlumfragen zur Bundestagswahl) (wahlrecht.de))

Wenn man dann bedenkt, dass konservative Stimmen von diesen Medien mit Nazis, Querdenkern oder Klimaleugnern verglichen werden um ihr Meinung zu entwerten und andere Meinungen bloßzustellen, kann ich den meisten Menschen nicht verübeln, ihre Meinung nur anonym kundtun können, da es öffentlich nicht mehr möglich ist.
Aus meiner Sicht, kann das mittelfristig nur zu einer noch größeren Spaltung des deutschen Volkes führen.

Viele Grüße

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Ist das so? Haben Sie dazu irgendwelche Fakten, oder sind das persönliche anekdotische Erkenntnisse?

Wir sind denn für Sie „linke Parteien“? Ich hoffe Sie meinen nicht die SPD. Dann bleibt nur noch die 8-10% Partei Die Linke.

Dann muss man sich als konservativ denkender Mensch eben klar abgrenzen von „Nazis, Querdenkern oder Klimaleugnern“.

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Ich bin zwar nicht konservativ, kann aber auch nicht unbedingt feststellen, dass die konservativen Meinungen überwiegend anonym verbreitet werden. Schließlich haben wir ja auch, um drei Beispiele zu nennen, eine konservative Kanzlerin, die konservative FAZ mit ihren namentlich genannten Autoren jeden Tag an der Tanke und den Podcast Steingarts Morning Briefing, den ich auch als sehr konservativ empfinde.

Hast du vielleicht ein paar Beispiele für dein Empfinden, dass sich die „konservativen Meinungen im Internet anonym verstecken“ müssen?

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@ChristianE du hast die Grünen mit gut 20% noch vergessen :wink:

Meine Vermutung ist, dass linke/grüne Meinungen eher von jüngeren/städtischem Klientel vertreten sind, die vermutlich auch Internet affiner sind. Somit siehst du diese Meinung stärker im Netz vertreten, als sie „im realen Leben“ vertreten sind.
Das man mit konservativer Meinung anonym unterwegs sein muss, sehe ich allerdings nicht. Ist die Frage, wo man sie äußert, wenn du natürlich im Spiegel-Forum oder hier mit konservativen Thesen und Meinungen unterwegs bist, musst du halt mit Widerspruch rechnen. Sehe das aber nicht als schlimm, sondern als normal an. Meinungen darf ja jeder äußern, auch nicht anonym, Widerspruch gehört dann aber zum Spiel dazu. Wenn er sachlich ist und auf Fakten beruht, ist das ja auch nicht verwerflich, schlimm wird’s ja erst, wenn es unsachlich, beleidigend oder bedrohend wird. Das gilt aber für links wie rechts.

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Mir ist eben jenes bisher nur im Zusammenhang mit Personen aufgefallen, die von sich behaupten „konservativ“ zu sein, objektiv betrachtet aber „Rechts“ oder „stark Rechts“ sind.
Eben diese Personen beklagen sich dann, dass „Linke“ (gemeint ist meist die Politische Mitte) sie für ihre „vollkommen akzeptabel konservative Haltung“ (in Wahrheit knallrechtes Gedankengut) abstrafen und verurteilen.
Jene Personen sind sich aber meist nicht zu schade als erstes Dinge wie „Linksversiffter Gutmensch“ zu rufen, wenn jemand etwas konträres zu ihrer eigenen Haltung von sich gibt.

Das sind so die Situationen, die ich beobachten konnte. Am Ende also einfach nur eine Realitätsverschiebung.
Habe bisher kaum beobachtet, dass klassisch Konservative ihre „Meinung“ anonym verbreiten. Meist sind es rechte, die sich als konservativ verstehen.
So zumindest meine Wahrnehmung.

Bitte nicht als Angriff verstehen, ich möchte damit natürlich nicht ausdrücken/behaupten, dass der Fragesteller „Rechts“ ist. Das sind lediglich meine Beobachtungen.

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Ich bezweifle stark das sich „Konservative“ mehr im Internet verstecken als andere. Kann man auch in diesen Forum bei der Verwendung von Pseudonymen sehen - und das obwohl hier zumeist sachbezogen argumentiert wird.

Hauptproblem unsere Medien

Nein, dein Problem ist wahrscheinlich das du einer freien Berufsgruppe vorschreiben willst, das sie vermutlich deine Minderheiten-Meinung mehr verbreiten soll. Wenn sie das nicht tut ist sie „links“, was immer das sein soll. Die Geschichte mit den ARD Volontären ist nicht repräsentativ..

Das Medienportal das du verlinkst wirft sich übrigens für verurteilte Volksverhetzer in die Bresche. Das verlinke ich grundsätzlich nicht. Man kann es aber nachlesen.

große Teile der Journalisten zu angeblich linken Parteien tendieren (…)

Würde - falls dem so wäre - unter Wahlfreiheit fallen. Als Belege für den angeblich „linken“ Journalismus dann schön Belege von großen überregionalen Tages/ Wochenzeitungen (Spiegel, NZZ). FAZ vergessen? Merkste selbst?

(…) gefährdet aber nachhaltig eine offene Diskussion

Es gibt nichts was man als rechtlich als „offene Diskussion“ bezeichnen kann. Es gilt weiterhin die Wahl-, Berufs- und Meinungsfreiheit. Das Empfinden einiger weniger, die ihre teils menschenverachtenden Positionen nicht diskutiert sehen, ist zwar für sie bedauerlich - die Mehrheit kann aber nicht gezwungen werden sie zu diskutieren. Auch nicht wenn man sowas als „offene Diskussion“ framt.

(…) Medien nicht neutral berichten

Ein ph-Wert kann neutral sein. Journalismus nicht. Er sollte aber faktenbasiert sein. Alleine dadurch das Nachrichten ausgewählt werden müssen kann Journalismus nicht neutral sein. Sprache, auch niedergeschriebene, ist in den meisten Fällen übrigens auch nicht „neutral“.

Ich fühle mich hier an folgenden guten Comic erinnert:

Der Comic steht, wie das Original, unter einer CC-BY-NC-Lizenz. (Bilder und Originaltext: © 2014 by Randall Munroe; übersetzter Text © 2014 Anatol Stefanowitsch).

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Vieles schon gesagt.
Ich kommentiere, als mich politisch Links bezeichnende Person, auch gerne nicht unter meinem Klarnamen im Internet, weil ich für mich nicht brauche, dass jede Person im beruflichen Kontext da direkt all meine Einstellungen kennen muss - und ich in manchen Diskussionen auch das Gefühl habe mich wohler zu fühlen wenn mein Gegenüber nicht meinen Klarnamen kennt.

Vor allen bei Deiner Medien-Einschätzung würde ich dem überhaupt nicht zustimmen.
Es gibt in Deutschland Sturmgeschütze des Konservatismus, wie FAZ und Welt (wenn das noch konservativ ist), auch die Journalist:innen der BILD würden sich wohl eher als konservativ bezeichnen.

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Zu der mMn richtigen Einschätzung der anderen, ist zu berücksichtigen, dass in Deutschland mit dem Erstarken der AfD, konservative und populistische Strömung vor allem in den Sozialen Medien stark zu genommen haben.
Was da vor allem bei Facebook und Klarnamen gepostet wird, deckt sich nicht damit, dass Konservative sich verstecken müssten.
Ich behaupte sogar, wenn man sich nur ein handbreit links von der CDU/CSU verortet, man ganz schnell mit dem linkgrün-versifften Gutmenschen-Label versehen wird.
Und das Narrativ stammt ja ganz sicher aus der konservativen/rechten Ecke.

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Hallo

Mein Senf dazu:

Konservative sind rechts, sitzen sie doch auf der rechten Seite des Parlaments.

Und genau hier beginnen die Probleme. Niemand sagt dass Konservative rechts aussen sind, aber dadurch dass sie es so schwer haben sich selbst als rechts zu sehen, machen sie es rechts aussen so einfach sich unter dem Deckmantel „konservativ“ zu verstecken.

@AlexS: nach meiner Erfahrung werden bereits CDU’ler als links/grüne Gutmenschen gedisst, wenn sie Rechts-aussen nicht nach dem Mund reden. Siehe auch den Komplex Lübke.

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Aha, „konservative Meinungen“ (was auch immer das sein soll) müssen sich also verstecken, weil „die Journalisten“ fast alle links sind und eine „offene Diskussion“ (worüber genau?) verhindern und "nur die „Meinungen von Minderheiten“ (von welchen genau?) vertreten. Das ist weder neu noch überzeugend #politicalcorrectness #cancelculture. Aber was genau ist jetzt eigentlich deine Frage bei all diesen Behauptungen?
Kleiner Hinweis noch: das „deutsche Volk“ mag vielleicht ein Rechtsbegriff sein, ist aber ansonsten nur eine gedankliche Konstruktion. Es gibt kein Kollektivsubjekt und erst recht keine organische Einheit namens „deutsches Volk“. Was hingegen real existiert, ist eine Bevölkerung, bestehend aus Millionen von Menschen mit jeweils unterschiedlichen Merkmalen, Lebensrealitäten und Ansichten. Was es ebenfalls bereits gibt, sind gesellschaftliche Spaltungen anhand einiger dieser Merkmale, wie z.B. Einkommen, Vermögen, Alter oder Gesundheit.

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Ich muss mal die Frage stellen, wie frei und sicher man/frau eigentlich linken Aktivismus machen kann.
Aktivismus für Feminismus, Klimaschutz oder Migrantinnen - für Sie vermutlich alles „links“ - kann niemand mehr machen, ohne Bedrohung, Beleidigung und Nötigung zu erfahren, was insbesondere für alle Frauen gilt, die sich in diesen Bereichen engagieren.
Schauen Sie sich mal an, wie es Louisa Neubauer oder Margarethe Stokowski ergeht, um nur zwei Beispiele zu nenen. Da ist aber die gepflegte Morddrohung an der Tagesordnung. Für weniger prominente „linke“ Menschen ist Anonymität daher ein wichtiger Schutz.
Können Sie uns sagen, ob Vertreter
innen konservativer Positionen einem derartigen Hass ausgesetzt sind?

Lol, nope. Unser Hauptproblem sind eher Rechtsradikale, die sich als „konservativ“ ausgeben, weil rechtsradikal sein zum Glück doch noch ziemlich uncool ist hierzulande.

Echte Konservative äußern sich dagegen unter Klarnamen oder Pseudonym, wie es ihnen beliebt, und wenn einer für seine konservativen Einstellungen auf der eigenen Terasse erschossen wird, dann ist der Täter jedenfalls kein Linker.

Linke, das sind nämlich die, die sofort Morddrohungen im Dutzenderpack erhalten, sobald sie eine gewisse Reichweite erlangen.

Und was für eine politische Einstellung irgendwelche Volontäre irgendwo vielleicht haben oder auch nicht, ist wohl leider recht irrelevant, solange die meisten Chefredakteure, Intendanten, usw. eher rechts der Mitte zu finden sind.

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Ich muss echt sagen, dass für mein Empfinden die Antworten auf die relativ neutrale Fragestellung doch recht aggressiv wirkt.
Da wird Kriegsrhetorik bemüht (Sturmgeschütze), unterstellt, dass der Begriff Konservativ als Tarnung für Rechts(radikal) genutzt wird und bewusst (?) falsche Schlussfolgerungen gezogen (weil Medien links sind, müssen sich Konservative im Internet tarnen). Die Quellen und deren Aussagen in Zweifel gezogen (die Quelle supportet auch Rechte). Und gern auch whataboutism, „schau dir erstmal an, wie gefährlich es ist, was „linke“ durchmachen…“

Vielleicht sollten wir alle erstmal verbal abrüsten, wenn wir wirklich mal inhaltlich diskutieren wollen. Das gilt übrigens links wie rechts. Meinem Gefühl nach sind da vielfach die Fronten massiv verhärtet zwischen „moralischer Überlegenheit“ und „Untergang des Abendlandes“.

Inhaltlich mal zu den Quellen,

  1. das der Verfassungsschutz 47 linksextreme Vereinigungen beobachtet ist ja erstmal gut, aber was soll das jetzt aussagen? Vermutlich beobachtet er auch ne ganze Reihe rechtsextremer Gruppen.
  2. Volontäre bei ör sind hauptsächlich grün/links. Dazu gibts diverse Quellen( Google) scheint also zu stimmen. Was jemand wählt ist ja erstmal unkritisch. Kritisch wird’s ja erst, wenn sich politische Einstellungen auf die Arbeit auswirken und dies verschleiert wird. Wenn man einen Artikel klar als „Meinung/Kommentar“ kennzeichnet und hier eine linke Position bezieht, kann man das genau so auch mit einer rechten Position machen. Meinem Eindruck nach schwingt so ein wenig im Subtext mit, dass Themenauswahl und Berichterstattung durch die politische Einstellung gefärbt wird und Erkenntnisse bewusst weggelassen werden, um eine politische Agenda zu verfolgen. Das wäre natürlich moralisch verwerflich, und wirkliche Beweise für ein massenhaftes Phänomen gibt es aus meiner Sicht nicht, dass es da einen lenkenden Geist gibt, der nur links/grüne Agenda zulässt. Wird von der AfD mal gern so in den Raum gestellt, Beweise dieser Unterstellung kenn ich jetzt klickt. Und zum Glück ist unsere Medienlandschaft sehr reich an seriösen Medien, nicht nur ör. Daher würde ich mir immer mehrere Quellen ansehen und nicht sagen, weils vom ZDF kommt, ist es richtig. Da sitzen auch Menschen und machen Fehler.
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Ich bring mal kurz auf den Punkt mit einer meiner Lieblingskarten: Bild

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Hallo Jayjay,

unterstellt, dass der Begriff Konservativ als Tarnung für Rechts(radikal) genutzt wird

Ich finde es vollkommen legitim den Eindruck zu schildern, der ja zumindest auch von vielen anderen hier geteilt wird die sich selber nicht als „links“ bezeichnen würden. Das Rechtsradikale sich gerne zum Anschluss zu finden „konservativ“ bzw. „bürgerlich“ als Begriffe nutzen. Und da du indirekt auch mich ansprichst:

Die Quellen und deren Aussagen in Zweifel gezogen (die Quelle supportet auch Rechte).

Ich finde diese Einordnung der Quelle, die einen verurteilten Volksverhetzer in Schutz nimmt eindrücklich genug um das Offensichtliche festzustellen - das es hier nicht mehr um konservative Positionen geht, die auf dem Boden des Grundgesetztes stehen.

Deinen restlichen Punkten würde ich teils zustimmen.

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1 naja aber der subtext war, bzw kam bei mir so rüber. Alles was sich selbst als konservativ tituliert, ist in Wahrheit Rechts(radikal) und das halte ich für falsch. Viel was sich als konservativ versteht, ist konservativ, wird vielleicht aber auch gern mal von Linken gern als Rechts verunglimpft… die Grenze ist da fließend…

  1. die Aussage des quelle findet sich aber auch in vielen unverdächtigen anderen Quellen, somit wird versucht den Inhalt der Aussage zu diskreditieren mit Hilfe der Quelle. Auch zweifelhaft. Aber ich gebe dir recht, man hätte einfach ne andere Quelle nehmen können und hätte diese Flanke schließen können :wink:
  1. Natürlich gibt es zumindest in der Öffentlichkeit kein festes Verständnis von konservativ. Das Rechte sich selbst verharmlosend als „konservativ“ oder - besser - „bürgerlich“ bezeichnen um Anschluss zu finden ist aber durchaus schon mal untersucht worden. Natürlich ist nicht alles was sich als „konservativ“ bezeichnet rechts, das wollte hier denke ich auch keiner so ausdrücken. Ich zumindest nicht.

  2. Das die Aussage der Quelle auch in anderen Quellen steht weiß ich auch, deswegen hab ich sie in dem Beitrag übrigens mit Verweis auf die nicht vorhandene Repräsentivität kritisiert. Ich versuche auch gar nicht die „Quelle“ zu „diskreditieren“ - erkennbar am Wort „übrigens“ & das ich auf das Sachargument eingegangen bin. Die verwendete Quelle zeigt gut den Unterschied zwischen Konservativen die mit fadenscheinigen Argumenten gegen die Ehe für alle sind und Menschen, die Volksverhetzung bagatelisieren und gut heißen - es sei schließlich keine Volksverhetzung ohne Hetzjagd. Das könnte man 1:1 in rechtsextremen Chatgruppen lesen, schön mit Zwinkersmiley natürlich. Wenn das der „Konservatismus“ ist, wird die Abgrenzung zu Rechtsextremismus schwierig.

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Würde hier gerne noch anmerken, dass bewusste Darstellung als bürgerlich-konservativ schon lange ins Portfolio der Neuen Rechten aus einer Verschleierungsstrategie heraus praktiziert wird, auch um Anschlussfähig für diese Kreise zu werden und sich selbst zu verharmlosen.

Wie auch gerade bei den selbsternannten „Querdenkern“ deutlich wird, decken sich erstens selbstbezeichnung und tatsächlicher begriff nicht immer. Und zweitens ist das, was sich allgemein im politischen spektrum als „Mitte“ versteht Ziel von rechtsextremen, um Nachwuchs zu äquirieren. Dabei deckt rechtsextrem nicht nur die phänotypischen-Klischee-glatzköpfe ab, sondern auch Menschen die von außen wie „normalos“ aussehen. Jürgen Elsässer wurde bspw. Einmal in einem Spiegel-TV Beitrag zu „Querdenken“ gezeigt.

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Ich finde nicht, dass die threaderöffnende Aneinanderreihung von Behauptungen, die sich mehr schlecht als recht als Frage tarnt, in irgendeiner Weise neutral ist. Und was Deine Behauptung „aggressiver“ Antworten betrifft:

  • Das Wort „Sturmgeschütz“ kam genau einmal in einem Satz von einem user vor - weitere Beispiele für „Kriegsrhetorik“"
  • dass der Begriff „konservativ“ als Tarnung für allerlei rechte bis rechtsextreme Positionen verwendet wird, ist ein gängiges Mittel rechter Rhetorik und keine linke Erfindung. Dagegen hätte der „Fragensteller“ sich einfach verwehren können, indem er definiert, was er unter konservativ versteht. Fazit: Ja, es handelt sich um eine Unterstellung, aber erstens um eine naheliegende und zweitens nicht um eine „aggressive“
  • die falsche Schlussfolgerung, dass sich Konservative verstecken müssen, weil „die Medien“ links sind, zieht ja schon der „Fragensteller“ selbst - genau das mach ja seine angebliche Frage zu einer Behauptung.
  • Ja, das einseitige und ungenaue Zitieren von Quellen wird in Zweifel gezogen. Was genau ist daran falsch oder „aggresiv“?
  • Was hat es mit Whatabouttism zu tun, wenn auf die Behauptung einer linken Hegemonie in „den Medien“ mit Hinweisen darauf geantwortet wird, dass Menschen sehr wohl negative Folgen zu spüren bekommen, wenn sie sich „links“ äußern?

Deine Forderung, „verbal abzurüsten“ und „inhaltlich zu diskutieren“ wird m. E. auch schnell ad absurdum geführt, wenn Du die aus meiner Sicht inhaltliche Kritik an einem typischen Versatzstück rechter Ideologie über die angebliche linke Medienherrschaft in Deutschland als Kampf zweier ideologischer Lager abtust und dann noch dem einen davon den Anspruch moralischer Überlegenheit zuschreibst.

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Ich sag auch nicht, dass das nicht geschieht… da brauch man ja nur die AfD anschauen, die das Ja Par excellence beherrscht, immer von bürgerlicher Partei zu sprechen, in Wahrheit aber den Nazi Höcke beheimatet.

Was ich sage ist, dass das linksorientierte Menschen auch gern andersrum nutzen, indem sie konservative Meinungen als rechts titulieren, was formal sogar richtig ist, nur leider ist der Begriff rechts meist ein Synonym für Nazi und das wiederum halte ich für falsch… daher auch mein Wunsch mal verbal abzurüsten.