Hey, danke für die Antwort.
Die Maßnahmen in der Schule sind nicht ausgereift und nicht genug. Das ist kein Vorwurf an die Schulen, sondern an die Politik. Es fehlt an Konzepten und an Unterstützung.
Es gibt beispielsweise seit einem Jahr keine Lüfter. Es wird gelüftet, ja, alle zwanzig Minuten Fenster auf. Wenn es warm ist, ist das ok. Jetzt wird es grad wärmer.
Es gibt zuwenig Lehrkräfte um alternative Unterrichtskonzepte umzusetzen. Mischformen, die Entzerrung geben können.
Es gibt zuwenig Lehrkräfte um die Kinder zu unterstützen, die es nötig haben. Die es Zuhause nötig hatten. Es gab bei uns nie eine individuelle Abfrage der Eltern mit konkreten Angeboten seitens der Schule. Da diese gar keine Möglichkeiten dazu hatten. Bei uns ist das Homeschooling glücklicherweise super gelaufen, andere Familien hatten da große Probleme.
Ausreichender Abstand im Klassenraum ist in der Realität gar nicht möglich, das geben die Räume oftmals nicht her.
Den ganzen Schultag Maskenpflicht. Lernen unter den Umständen ist natürlich erschwert.
Die Testungen verhindern keine Ansteckung, sondern sind nur ein Monitoring. Ich kann mir also nicht sicher sein, dass mein Kind nicht einen Virus mit nach Hause bringt. Und wie gesagt, wir haben mehrere Kinder und an unterschiedlichen Schulen. Das sind vielzählige Kontakte. Im übrigen sind das Selbsttestungen, besser als nichts, aber in der Art und Weise wie die durchgeführt werden zumindest nicht ideal.
Die ganze Schulsituation ist ebenfalls Druck und Belastung für die Kinder, weil konstant Leistungsdruck ausgeübt wurde. Es hieß beispielsweise, das wäre ein „verlorenes Jahr“, man müsste den „verpassten Stoff unbedingt aufholen“, etc.
Ja, Bildung ist wichtig. Aber offenbar zählt diese ausschließlich in Präsenz und in den klassischen Unterrichtsformen.
Mir ist schon klar, dass die sozialen Aspekte und Kontakte in der Schule wichtig sind! Diese könnte man jetzt auch gerne fördern. Das passiert aber nicht, denn es geht sofort wieder in den Regelunterricht, bloß schnell zurück zu „normal“.
Impfungen ja! Und zwar der Eltern! Wir sind in keiner Priogruppe, wir sind da irgendwie vergessen worden. Eine Impfung der Eltern würde die Schulkinder zum großen Teil abschirmen.
Impfungen der Kinder? Na, sicher. Sofern verträglich. Jeder von uns wird sich irgendwann eine Covid-Infektion einhandeln, das liegt halt in der Natur der Sache. Und da finde ich einen milderen Verlauf ohne Langzeitschäden die bessere Wahl.
Mir ist bewusst, dass diese Pandemie damit nicht vorbei ist und es auch in Zukunft weitere geben kann.
Nun hoffe ich zunächst, dass das nun gewählte Konzept der Öffnungen aufgeht und die Zahlen weiterhin sinken. Insbesondere an den Schulen.