Wenn meine Kritik ist, dass es sich um ein Verteilungsproblem handelt, wie kann man dann aus dem Kommentar herauslesen kann, hungernde Menschen sollen sich davon ernähren. Das war ein zuspitzende Kritik am festhalten von spezifischen Konsumvorstellungen im Norden, (der Norden soll Insektenproteine essen). Denn der Lebensstil war die Begründung von Markus. Folgt man dieser Argumentation würde es heißen: Die Menschen können alle Fleisch essen, weil jene Anzahl an Menschen ab denen es ein Problem werden würde nicht existiert. YAAAAY niemand verhungert, weil jene die Hungern würden gar nicht erst das recht haben zu leben…
Mal ganz davon abgesehen, dass Verteilungsprobleme nicht abhängig von der Anzahl sind, auch in den Industrieländern hungern Menschen… Die absoluten Zahlen verändern sich mit Veränderung der Bevölkerungszahlen die relativen doch höchstwahrscheinlich nicht. Soll ich das jetzt als positive Begründung für eine Begrenzung der Weltbevölkerung sehen anstatt für Verteilungsgerechtigkeit einzutreten?
Auf die Gefahr von Redundanz hin, der Klimawandel ist ein eigenes Problem. Das Problem gilt es zu lösen und nicht, zu argumentieren: Na bekommen wir nicht hin also müssen wir die Bevölkerung begrenzen.
Sag mir nochmal wo genau die Erekenntnis liegt andere Problem mit anderen Ursachen als Begründung für eine Begrenzung der Bevölkerung heran zu ziehen. Ich will doch jedes von diesen Problemen bekämpfen und ich sage ja sogar das wird einen in eurem Sinn positiven Einfluss auf Ressourcen und Weltbevölkerung haben.
Mein Problem Markus Argumentation war, dass er völlig frei vom empirische Gegenstand exponentielles Wachstum gesagt hat und das als unumstößliches Gesetz bezeichnet hat. Der empirische Referent gibt das allerdings nicht her. Weshalb dann, dieseŝ phrasing. Ich kann letztlich wahllos irgendein nen formal mathematischen Sachverhalt nehmen und den als Gesetz formulieren. In den Industriestaaten bekommt jeder nur ein Kind, ergo sind die Industriestaaten in wenigen Generationen fast leer ? ^^
BTW: Liegt das an dem Impfpflicht/Gurtpflicht Vergleich oder dem Stolz der deustchen auf ihre Autos, dass man immer so seltsame Autovergleiche bekommt. Erzähl mir nochmal was denn jetzt das Warnsignal bei der Weltbevölkerung wäre, weshalb du diese Metapher bemühst?
ich möchte auch nochmals betonen, selbst, wenn ihr die Notwendigkeit irgendwie begründen könnt (was ich gerade nicht sehe) müsst ihr immer noch die normativen Implikationen miteinbeziehen bei solchen Debatten, allein schon aus historischen Gründen. Die Diskussion hier schwebt halt nicht neutral durch die Gesellschaft ^^. Niemand auf der Welt braucht weiße Deutsche die durch die Gegenland laufen und anderen erzählen, wie viele Kinder sie haben dürfen. Was die Welt schon braucht sind deutsche die sich mal bissle schämen für das was sie von sich geben

ich bin nach wie vor fasziniert, wie man den Standpunkt " wir müssen jetzt aber mal über Überbevölkerung und Begrenzung reden" so stark verteidigen kann. Abgesehn von oberen Problematiken, wie soll man sich den irgendeine Umsetzung davon vorstellen, welche nicht schwieriger oder in sich problematischer wäre als die Umsetzung von emanzipativen Zielen bzw Verteilungsgerechtigkeit ? Oder hat man diese Ziele als unerfüllbar in der Postmoderne begraben und denkt jetzt: " Naja hilft halt nichts wir Begrenzen jetzt mal das Problem (Menschen) im wörtlichen Sinne"… Das ist ein Grad an Zynismus der selbst coronawitzen spottet.