Nun ja, Studien und Prognosen hängen, trotz vermeintlicher wissenschaftlicher Objektivität, immer stark vom Urheber oder Auftraggeber der Untersuchung ab.
Eine Klimastudie der AfD würde wahrscheinlich zu ganz erstaunlichen Ergebnissen kommen…

Ich vermute, Sie haben den Artikel von der Welt nicht gelesen (…). Die Studie basiert auf dem RCP8.5-Szenario, das in der Forschung als deligitimiert git: https://media.nature.com/original/magazine-assets/d41586-020-00177-3/d41586-020-00177-3.pdf
(Ist nature eigentlich auch von der AFD gekauft?)

Die aktuelle Entwicklung verläuft knapp unterhalb des RCP4.5-Szenarios, daher (halte ich) … die Studie (…) für eine populistische Auftragsarbeit für die Grüne Agenda.

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Na ich wäre ja vorsichtig wenn ich Welt - Artikel als Fakten verkaufen will :wink:

Weniger Steuereinnahmen, dafür aber nicht mehr so viele Reparaturen an Strassen und sonstige Schäden durch den Verkehr. Vor allem kann man sich die Pipeline voller Strassenneubauten sparen, die die CSU-Verkehrsminister noch schnell untergebracht hatten. In der Nachbargemeinde hier ist so eine geplante monströse Ortsumfahrung inzwischen von 3 betroffenen Gemeinden abgelehnt worden (ist zwar nicht bindend, aber ein starkes Signal).

Nature ist eher seriös.

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Da der Welt Artikel hinter der Paywall ist solltest du dem Thread eine kurze Zusammenfassung geben denn in der Veröffentlichung selbst wird zwischen den Szenerien RCP 2,6; 4,5 und 8,5 unterschieden, keineswegs nur das RCP 8,5 Szenario. Das diese Zahl in den Headlines der Zeitungen landet, kann nur den jeweiligen Redaktionen, nicht aber den Autoren angelastet werden.
Dein Wording ist unpassend und polemisch in diesem Zusammenhang („populistische Auftragsarbeit für eine grüne Agenda“) und keine kritische Auseinandersetzung mit den Folgekosten des Klimawandels. Bei dem von dir genannten Szenario RCP 4,5 berechnen die Autoren immer noch 110 bis 530Mrd € als Folgekosten, je nach dem wie viel dagegen unternommen wird.

Ich werfe hier mal eine erstaunlich ehrliche Diskussion der Phoenix Runde zum Thema "Streit um Verbrenner und Heizung. Zur Not Verbot?"https://open.spotify.com/episode/5esmZMDgsbtk4n33qtdPfe?si=jRlXc5y0R7SCAx_tXIFpRg
Es ist so unglaublich erschreckend, dass Frau Schmicke CDU und Herr Höppner lieber das Klimaziel mit Fragezeichen versehen als Regeln zu geben.
Leute, wir haben auch andere Gesetze. Natürlich muss der Staat Regeln setzen und den Weg vorgeben.
Der tolle Professor Quaschning kommt nicht ausreichend zu Wort, aber ein absoluter Gewinn.

Ich meinte damit, dass Welt Redakteure auch Formate mit guten Fakten sehr sehr gerne aus dem Zusammenhang reißen.

In einer Studie ein bereits widerlegtes Katastopheszenario zu verwenden und sich dann darüber zu wundern, dass das die von der Presse postulierten Zahlen sind, ist bestenfalls naiv, wenn nicht eben genau das, was ich beschrieben habe: populistisch. Dass die Presse sich auf die Extremwerte stürzt, ist erwartbar - und vermutlich seitens Habeck und den Autoren gewünscht.

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Du hast also noch nicht verstanden, dass wir tatsächlich gerade in eine Katastrophe rasen? Ich verweise an dieser Stelle mal auf Wissenschaftler*innen wie Hans-Joachim Schellenhuber, Johan Rockström, Volker Quaschning, Stefan Rahmstorf, Claudia Kemfert und viele, viele mehr. Außerdem Eckard von Hirschhausen, Özden Terli, Martin Hermann, Sven Plöger…
Bereits jetzt sterben viele Menschen in Hitzewellen oder Überflutungen. Hier bei mir in der Gegend herrscht gerade schon wieder Wasserknappheit …
Was muss eigentlich noch passieren, bis alle begreifen, dass es höchste Zeit ist für eine große Transformation auf allen Ebenen?
Ich kann mir diese Realitätsverweigerung nur psychologisch erklären. Die Ignoranz großer Teile der Bevölkerung ist meistens sicher nicht boshaft egoistisch („nach mir die Sintflut“), sondern eine Ausweichreaktion, eine Art Flucht durch Ignoranz zur Selbstberuhigung.
Ich bin überzeugt, dass die genannten finanziellen Schäden nicht an die tatsächlich eintretenden heranreichen. Es wird viele Ahrtäler geben. Und abgesehen davon wird es früher oder später zu sich verstärkenden Fluchtwellen und gesellschaftlichen Verwerfungen kommen.
Wer heute noch nicht begriffen hat, dass nichts bleiben wird, wie wir es kennen, der hat sich entweder nicht mit dem Thema beschäftigt oder weigert sich, es zu begreifen.

Dieser Argumentation würde ich mich nicht anschließen. @Velligis kritisiert die Auswahl der Szenarien in der Untersuchung, die die Bundesministerien für Umwelt sowie Wirtschaft und Klimaschutz vorstellten, und belegt dies. Das spricht eher für ein Verständnis des Themas.

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Ist das nicht eher die Frage, ob wir mit 30, 60 oder 100km/h auf eine Wand zu rasen? Mit Sicherheitsgurt und Airbag könnte mensch die 30 wohl noch überleben, klar. Beherztes Bremsen ist aber in allen 3 Szenarien die beste Lösung.

Weil er anderer Meinung ist als Du?

Wenn Du seine letzten Beiträge kritisierst, verstehe ich nicht, wie Du sowas schreiben kannst. Das ist ja Deine persönliche Meinung und viel weiter weg von Wissenschaft und Fakten als was @Velligis bzgl. RCP 8,5-Szenario kritisiert. Das ist in der Diskussion das „weiter so“ - Szenario als schlimmster Fall.

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Nein @Velligis pickt sich das unwahrscheinlichste Szenario aus der Veröffentlichung heraus, versucht damit die Studie als Populismus darzustellen und geht in keinem Punkt auf die anderen beiden berechneten Szenarien ein. Das zeigt für mich kein Verständnis vom Thema und auch einen fragwürdigen Umgang mit der Quelle.

Ich verstehe aus deinen Posts in den verschiedenen Themen, dass du wirklich Angst hast (…)

Das ist gut nachzuvollziehen, wenn man eben sich primär auf die Berichterstattung aus der Umweltbewegung, den Grünen aber auch aus ZEIT, SPIEGEL oder eben der Lage verlässt.

Das Problem an dieser Berichterstattung, die in sehr vielen Fällen sich primär auf das wissenschaftlich längst widerlegte RCP 8.5-Szenario stützt, eben genau den bei dir erkennbaren Effekt erreicht: Zukunftsängste zu wecken, die weit über das realistische Maß hinausgehen.
Das ist aber weder gesellschaftlich noch anderweitig sinnvoll.

Es ist - gerade weil das Thema so extrem wichtig und kritisch ist - von unseren Politikern zu erwarten, sich hier auf den aktuellen Stand der Wissenschaft zu stützen und nicht populistisch mit falschen Horrorszenarien zu agieren, um Druck auf die Koalitionspartner oder die Opposition auszuüben. Das ist in meinen Augen ein unredliches und verwerfliches Verhalten.

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Kurze Frage: wieso arbeitet die Studie dann mit einem wissenschaftlich seit Jahren widerlegtem Horrorszenario? Warum konzentriert sie sich nicht auf die realen Szenarien RCP4.5 und RCP2.6, in deren Rahmen wir uns real bewegen? Was ist denn Ihrer Meinung nach das Ziel?

In meinen Augen ist das Ziel - durchaus von den Grünen /Hr. Habeck gewünscht - über die aus dem RCP8.5 resultierenden (aber halt irrelevanten) Zahlen medial Druck auf den Koalitionspartner und die Opposition auszuüben. Das ist ziemlich genau die Definition eines populistischen Vorgehens.

Ich fürchte, das ist keine Meinungsfrage. Wir sprechen uns in 10-20 Jahren wieder.

In Deinem Fall schon, da Du keine Belege für Deine These hast, dass die Schäden noch weitaus größer ausfallen werden. Es passt für mich nicht zusammen sich zum einen auf Wissenschaft zu stützen und dann aber eigene Theorien zum Weltuntergangsszenario aufzubauen, die über die schlimmsten Szenarien hinausgehen. Mit solcher (wissenschaftlich unrealistischer) Panikmache erreichst Du doch im Zweofel bei den Leuten die Du überzeugen willst eher das Gegenteil.

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Es freut mich, dass du offenbar auch für die Menschen aus der Klimagerechtigkeitsbewegung Verständnis hast, aber Angst habe ich persönlich nicht. Nicht um mich jedenfalls. Aber ich fühle mich verantwortlich. Verantwortlich mitzuhelfen, dass sich etwas verändert.

Was die Berichterstattung betrifft, versuche ich, mich bei verschiedenen Medien zu informieren. Ich lese auch NZZ, FAZ oder so. Aber auch von ZEIT &Co fühle ich mich nicht wirklich ausreichend informiert. (Auch in ARD und ZDF hat das Thema laut Studien sehr geringen Anteil an Sendezeit.) Ich verlasse mich eher auf Wissenschaftler wie Professor*in Schellenhuber, Rockström, Rahmstorf, Kemfert und viele andere. Wobei es nicht nur um Klimaveränderung und Ökonomie geht, sondern auch um gesellschaftliche Verwerfungen.

Wir sind auf Kosten anderer Menschen zu unserem komfortablen Leben gekommen und noch heute leben wir, als gäbe es drei Erden und nutzen weiterhin andere Staaten (im globalen Süden) aus. Es gibt große Katastrophen schon jetzt erschreckend regelmäßig. (Ich erinnere an dieser Stelle an die Hitze und später Überflutungen in Pakistan nur als Beispiel). Viele Menschen werden wegen Trockenheit etc. in ihrer Heimat nicht mehr leben können. Sie müssen und werden sich in Bewegung setzen.

Wir müssen jetzt handeln. Deshalb die Überschrift dieses Threads. Wenn wir jetzt vieles im großen Stil ändern, haben wir vielleicht noch eine Chance, die Klimaerhitzung etwas einzugrenzen. Es wird so schon schlimm genug werden. Wenn nicht für uns, dann zumindest für andere. Kannst du damit leben?

Falls du daran Zweifel hast, solltest du zum Beispiel Earth for All lesen oder Mensch Erde o.ä.

Martin Hermann und Harald Lesch haben es so beschrieben: Das Klima bzw. die Erde ist der Patient. Wir befinden uns bereits im Notfall. Wenn es einen Notfall gibt, diskutiert man nicht lang mit den Passanten herum und sagt: „Sorry, ich muss mein normales Leben weiterleben. Habe weder Zeit noch Geld genug, dir zu helfen.“ Man führt Erste-Hilfe-Maßnahmen durch, ruft den Rettungswagen, behandelt den Patienten, so schnell wie möglich.

Alle, die das noch nicht begriffen haben, werden es vielleicht irgendwann begreifen, aber dann wird es zu spät sein.

Wir in Deutschland sind ein großer Verursacher von CO2 und außerdem schauen viele in der Welt auf uns. Sie fragen sich, ob man die Transformation schaffen kann. Wir könnten positives Vorbild sein und auch andere unterstützen (siehe z.B. African Green Tec)

Es tut mir leid, falls das jetzt aggressiv klingt. Mich macht es ganz verrückt, dass viele Menschen die Realität nicht wahrnehmen wollen oder können.