KE17 - Priority Parking

Servus,

es wurde ja Feedback zu Priority Parking erfragt. Dabei ging es auch um die Frage, wie man mit zugeparkten Ladeplätzen beziehungsweise Behindertenparkplätzen mit Lademöglichkeit umgeht.

Dazu möchte ich eine Beobachtung von unserer Frankreich-Reise teilen. Wir waren im Osten Frankreichs und in Burgund unterwegs und uns ist aufgefallen, dass dort praktisch keine Verbrenner und auch keine nicht ladenden Elektroautos auf Ladeplätzen standen.
Außerdem konnten wir häufig beobachten, dass Fahrer nach Ende des Ladevorgangs relativ zügig zu ihrem Fahrzeug zurückkehrten und dieses umparkten.

Auf Nachfrage wurde uns erklärt, dass Ladeplätze in Frankreich ähnlich konsequent behandelt werden wie Behindertenparkplätze. Wer unberechtigt dort parkt, muss nicht nur mit einem empfindlichen Bußgeld rechnen, sondern gegebenenfalls auch mit dem Abschleppen des Fahrzeugs. Uns wurde gesagt, dass solche Fälle priorisiert behandelt werden und deshalb kaum jemand das Risiko eingeht, sich dort auch nur „mal schnell für fünf Minuten“ hinzustellen.
Ob die geschilderten Fristen überall und immer so gelten, kann ich natürlich nicht beurteilen. Der Effekt scheint aber zu funktionieren: Während unserer gesamten Reise haben wir keinen einzigen zugeparkten Ladeplatz erlebt.

Gruss Andreas

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Ja, wie so oft: die Asozialität nimmt ab, wenn man tatsächlich Konsequenzen fürchten muss. Ich sehe öfter Menschen widerrechtlich auf Behindertenparkplätzen parken und melde das auch regelmäßig, weil ich das so ziemlich für das gesellschaftsfeindlichste Verhalten halte, das man an den Tag legen kann. Selten, dass das für den Verursacher eine spürbare Reaktion hat.

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Ein Satz über den ich in dieser Folge gestolpert bin war (sinngemäß): „Man soll drauf achten nicht auf den Priority Parking Plätzen zu parken, sondern halt daneben“.

Erstens ein No-Brainer, zweitens bleibt aber dann halt im Zweifel ein Ladeplatz leer, wenn grade niemand mit Bedarf dort parkt. Und wenn dort regelmäßig jemand mit Bedarf parkt, sollte man sich überlegen, ob es nicht mehr solcher Plätze braucht. Bis der Ausbau flächendeckend ist, sind Säulen auch noch ein knappes Gut.

Was damit gemeint ist: es ist eine Gratwanderung und man muss sehr gut abwägen, um die maximale Kapazität zu nutzen, aber gleichzeitig sicherzustellen, dass niemand auf der Strecke bleibt.

Vielleicht muss man sich da auch Gedanken machen, ob solche Probleme nicht auch noch anders gelöst werden können, um für alle das Leben besser zu machen. Mehr Priority Plätze macht die Situation nicht zwingend besser. Ich denke da an „Lade-Leit-Systeme“, die mich zu adäquaten, freien Säulen bringen oder auch Assistenzsystem, damit niemand mehr das schwere Kabel heben muss oder analog zur Packstation eine Displayloses System, dass über App gesteuert werden kann.