Die fehlenden 80.000 Euro zahlst du über X Jahre ab. So wie all die anderen Immobilieneigentümer, die das Geld für Erwerb und/oder Sanierung nicht auf dem Sparbuch liegen hatten.

Wenn das Objekt nicht irgendwo hinter dem Ural steht, dann sollte mit der Investition ein beträchtlicher Wertzuwachs verbunden sein. Willst du den komplett geschenkt bekommen?

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Dazu die Anmerkung, dass CO2-Preise (d.h. laut Diskussion hier der angebliche Grund für Kostensteigerungen) nichts viel mit den Grünen zu tun haben. Das Konzept hat einen Großteil der ökonomischen Lehrmeinung hinter sich. Der Emissionshandel ist in großen Teilen EU-Recht, da ist nicht so entscheidend, ob Du bei der BTW die Grünen wählst. Auch linkere und wirtschaftsliberalere Parteien als die Grünen wollen stetig steigende CO2-Preise (also entweder CO2-Steuer oder Emissionshandel). Frag mal bei der FDP, dort sieht man das (bis zu einem gewissen Punkt auch mit guten Argumenten) beinahe als einzige wirksame Klimaschutzmaßnahme. Nur eben o h n e sozialen Ausgleich, zB durch Klimageld (ein hörenswerter Vortrag u.a. dazu, warum ein Klimageld Akzeptanz fördert und trotz Pro-Kopf-Zahlung tendenziell einkommensschwächere besser stellt, hier: CO2-Preis: Bester Anreiz für klimafreundliches Verhalten · Dlf Nova).

Grundsätzlich verstehe ich die hier ausgedrückten Sorgen aber natürlich. Dennoch ist jede und jeder angehalten, sich den veränderten Rahmenbedingungen entsprechend zu verhalten, so gut es geht, der Staat ist angehalten, eine Solidargemeinschaft zu schaffen und aufrechtzuerhalten, die hilft, wo es nicht geht. Das ist im Einzelnen aber einfach nicht trivial.

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Ist doch gut. Dann könnt ihr die aktuell hohen Preise für Wärmepumpen aussitzen und erst wenn eure Heizung dann nach 20 Jahren durch ist, zur Wärmepumpe wechseln. Die ist dann Standard und vermutlich günstiger zu bekommen, als die dann exotischen Gasbrenner.

Was an deren Einbau nicht möglich sein soll, wäre detailliert zu prüfen. Laufen eure Heizkörper auf 70°, so dass sich eure Kinder Brandblasen holen, wenn sie mal dran kommen. Eher nicht, oder?

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Nein, ich will einfach nur, dass auch mal dran gedacht wird, nicht alles teurer zu machen. Und es gibt einfach viele, die sich keine Investitionen in Klimaschutz leisten können. Und ich schränke mich schon ein. Reduziere Fleischkonsum, mache keine Flugreisen, versuche Regional einzukaufen, verzichte auf „fast Fashion“ etc.

Fast 1/3 der Bevölkerung hat keine Rücklagen. Da ist einfach am Ende des Monats kein Geld übrig, um was zurückzulegen. Und denen willst du jetzt sagen, dass sie mal eben deutlich mehr für ihr alltägliches Leben ausgeben sollen? Das ist schlicht und ergreifend nicht möglich. Und da sind die paar Euro vom Klimageld auch nicht hilfreich.
Denen kannst du nicht einfach die Kosten für energetische Sanierung auferlegen.
Das kann doch nicht sein, dass uns da nichts besser als „alles teurer machen“ einfällt.
Klar, kannst du sagen, dass wir jeglichen Komfort einbüßen müssen. Das muss aber auch mal jemand sagen. Macht das die Politik? Die kaufen sich lieber Millionenvillen… Soviel zu dem Thema, dass wir uns einschränken müssen.
Mir reicht es auch, im Sommer einfach an den Baggersee zu fahren. Ich muss nicht in den Ägypten-Urlaub, „um die Kultur kennenzulernen“. Das ist für mich kein Problem.
Einfach mal Flugbenzin besteuern. Das kann man gerne teurer machen. Dann gibt es halt nur noch zwei Fernreisen im Leben. Einmal die Flitterwochen und einmal zur Silberhochzeit, wenn man lange dafür gespart hat. Kann man so machen. Wäre ich sofort dabei. Gibt es eine Partei, die das fordert?
Der Flug nach Malle ist billiger, als die Bahnfahrt zum Flughafen. Muss das sein?
Aber das alltägliche Leben muss doch erschwinglich bleiben. Aber das geht eben nicht, indem man alles teurer macht. Besteuert lieber mal ordentlich (Vermögenssteuer, Erbschaftssteuer, Spitzensteuersatz, etc.) und nehmt das Geld, um klimafreundliches Verhalten zu unterstützen.
Ich weiß auch, wenn wir so weitermachen, werden wir irgendwann so leben wie in den 50er. Gibts im Winter halt nur noch Kohlsuppe und Sauerkraut. Und Sonntag wird dann ein Glas Birnenkompott aufgemacht. Und, gibt es eine Partei, die das in Ihrem Wahlprogramm hat?

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Naja, die letzte Energiepreissteigerung hat aber nicht die deutsche Politik verursacht (oder überhaupt die Klimapolitik)
Dass die Autos immer größer (und damit teurer) werden ist auch nicht Schuld der deutschen Politik.
Ähnliches gilt auch für das neue Mobiltelefon alle 2 Jahre oder allgemein die immer teurer werdenden Wünsche an das eigene Leben.

Was man der Politik anlasten könnte ist das sie die notwendigen Rahmenbedingungen zugelassen haben die der Industrie dieses ermöglicht haben.

Tja, du kannst den Boten erschießen, an der Botschaft änderst du dadurch nichts.

Und spätestens hier sind wir wieder bei dem großen Missverständnis in der Kommunikation.

Die energetische Sanierung bedeutet anschließend geringere Energiekosten.

Das muss halt nur entsprechend austariert werden.

Ja hier könnte der Staat über die KfW eingreifen und bei denen ohne Rücklagen helfen indem die Sanierung vorgeschlagen wird und über die Einsparungen zurück gezahlt, aber dann bleibt unter dem Strich immernoch nichts am Ende des Monats über.

Tja die Grünen werden regelmäßig für solche Vorschläge „geprügelt“.
Man erinnere sich an die Forderung dass der Spritpreis auf 5 DM steigen sollte.

Die Steuerfreiheit für Flugbenzin landet auch regelmäßig auf dem Tisch und genauso schnell wieder die wieder weggewischt damit man weiter das Volk auf Malle belustigen kann

So radikal nicht. Kannst ja eine gründen und dir die mediale Prügel der Springerpresse abholen ^^

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Aber das alltägliche Leben ist die Hauptquelle für CO2-Emissionen. In der EU verursacht der Flugverkehr gerade einmal 3% aller Emissionen. Sprich: den könnte man auf null fahren und 97% des Problems blieben erhalten. Das spricht keinesfalls dagegen, den Flugverkehr drastisch einzuschränken, aber das wird nur eine Einschränkung von vielen sein.

Die ärmsten Haushalte, die du ansprichst, sind aber ohnehin nicht für soviel CO2-Ausstoss direkt verantwortlich. Ihr Konsum ist bereits eingeschränkt und da sie in der Regel über keinen Immobilienbesitz verfügen, treffen sie auch nicht die Kosten der Sanierung. Hier müssen die Eigentümer in die Pflicht genommen werden, denen ja auch die Profite der Vermietung zufließen.

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Bis zu einem gewissen Maß sicherlich. Aber in der absoluten Form kann ich dieser Aussage einfach nicht zustimmen. Es hängt letztlich doch stark davon ab, was man als „Realität der Menschen“ auffasst. Vieles hat nunmal doch mit dem eigenen Selbstverständnis, dem gewählten Lebensstil und akzeptierten Lebensstandard zu tun (muss nicht auf dich zutreffen). Wenn es sich letztendlich mit dem Umweltschutz beißt und man den nachfolgenden Generationen eine abgerockte Welt zurücklässt, dann wird diese Aussage schnell moralisch fragwürdig.

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Warum genau der Meinungsumschwung? Und warum ist das „eigentlich schade“? Weil es sich so nett anhört, was die Grünen machen wollen - bis sie es tatsächlich machen und es einem plötzlich selbst ein wenig an persönlicher Veränderung abverlangt? Denk an deine zwei Kinder. In einer konservativen Regierung wird es die nächsten Jahre materiell günstiger für dich sein, aber die Veränderungsunwilligen werden ihren Teil beitragen, dass es für die Kinder schlechter wird als es hätte sein können.

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Das Problem ist meiner Meinung nach auch darin begründet, das wir Menschen einfach viel zu leicht Anspruchsdenken entwickeln. Kaum ist man aus der Lehre/Uni und verdient erstes „richtiges“ Geld, weiß man nach 6 Monaten nicht mehr, wie man je mit weniger aus kam.

Und kaum haben ein paar Bekannte oder Kollegen ein Eigenheim, schon meint man, dass man selbst das ja irgendwie auch schaffen kann. Die Werbung für Kredite usw. tut dann noch ihr Übriges dazu, mit Hochglanzwerbung von glücklichen Kindern, die im eigenen Garten herumlaufen.

Aber solche Eigenheim-Träume sind schon immer an verschiedensten Dingen zerbrochen:
Inflation, steigende Zinsen, Wirtschaftskrisen oder einfach daran, dass beim Bauen etwas zu viel schief geht.

Dafür jetzt vorrangig den Grünen die Schuld zu geben, die ja auch nur ein Teil der Regierung ausmachen oder zu verlangen, dass der Staat Hausbauern noch stärker unter die Arme greift, als sowieso schon, halte ich für zu kurz gegriffen.

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Alle 2 Jahre ein neues Mobiltelefon, ist wieder mal unterstes Stammtischniveau… Gerade, wenn ich ein günstiges Telefon, weil ich kein Geld hab, muss ich das oft austauschen, weil der Hersteller keine Updates mehr liefert. Und da ist ganz klar die Politik für verantwortlich, dass die nicht endlich mal mindest-Updatezeiten definieren.
Und auch die immer größer werden Autos könnte man bekämpfen. Größen- und Gewichtsabhängige Besteuerung (Polo wird billiger, Q8 wird teurer), mein oben beschriebenes „Flottengewicht“

Und das stimmt halt einfach nicht. Ich kann als Vermieter 8% der Kosten der energetischen Sanierung auf die Jahres-Miete umlegen. Nach 12 Jahren hat DER MIETER also die Sanierung abbezahlt. Und dann? Wird die Miete danach wieder gesenkt? Nein, die Miete bleibt dauerhaft höher. Der Vermieter verdient also dann im Anschluss noch mehr. Und gerade, wenn ich eh wenig Geld habe und genau auf meinen Energieverbrauch in der Wohnung achte, kann es sein, dass die Miterhöhung höher ausfällt, als die Einsparungen.
Und da komm ich dann wieder zu dem Ausgangsproblem: Energiesparen muss sich dadurch rentieren, dass es günstiger ist, als das „wie bisher“. Und nicht, dass ich das „wie bisher“ teurer mache.

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Wenn man den Eindruck hat, dass die Existenz morgen oder übermorgen bedroht ist, rücken die Gefahren, die sich evtl erst in einer oder zwei Generationen auswirken, in den Hintergrund. Das muss einem nicht gefallen, ist aber für die meisten Menschen so.
Ich denke, dass die Politik die Sache falsch angeht, indem sie in dieser Sache die Menschen individuell belastet. Es müssten imho erst mal nach anderen Möglichkeiten gesucht werden. Hier in der Stadt gibt es zB ein Fernwärmenetz. Warum nicht zuerst die Kommunen verpflichten, Ausbau und Erschließungen zu planen. Sollten diese Möglichkeiten erschöpft sein, kann man immer noch auf den einzelnen Hauseigentümer zugehen. (Das erscheint mir sogar umweltschonender als wenn jeder sein eigenes Wärmepumpen-Süppchen kocht)

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Hundertprozentig nachvollziehbar.
Deshalb geht es um Klimagerechtigkeit (arm-reich // Industrieĺänder, die den Klimawandel verursacht haben - „globaler Süden“)
Die große Transformation muss sozialökologisch sein.

Das Klimageld wäre ein guter Anfang. Aber es gibt sicher noch mehr Möglichkeiten, wohlhabendere Bevölkerungsgruppen in die Verantwortung zu nehmen und finanziell schlechter gestellte Menschen zu entlasten.

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Die „existenzielle“ Bedrohung von der sie hier sprechen, ist also die Sanierung ihres Hauses wegen des Klimawandels, aber sie meinen gleichzeitig, der Klimawandel käme erst in 1-2 Generationen, habe ich das richtig verstanden?

Ja genau, richtig verstanden. Wie bei sämtlichen anderen Familien in unserem Umkreis (die schon mit der Inflation zu kämpfen haben) wäre eine Sanierungspflicht eine existenzielle Bedrohung - je nachdem wie diese letztendlich ausgestaltet wird.
Das kann man natürlich lächerlich finden, aber Klimaneutralität wird nur zu erreichen sein, indem man die Sorgen der Menschen ernst nimmt und Lösungen anbietet.

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Warum?
Fast alle Mobilfunkverträge laufen so.

Ich hab nicht geschrieben, dass das auf dich zu trifft.
Aber es gibt auch günstige die länger halten, die heißen dann eben nur nicht Samsung, Apple & co.

100€ neu.

Ja z.B. indem man kleinere PKW kauft.

Zahlt der Mieter immernoch geringere Heizkosten.

Ist es doch, wenn ich den Kleinheizkörper Glühlampe gegen eine teurere LED Lampe tausche sinkt die Stromrechnung ist also günstiger.

Wenn ich die Gasheizung gegen eine Wärmepumpe tausche sinken die Aufwärmkosten, da der Gaspreis zukünftig steigen wird.

Zunächst einmal es gibt kein Grundrecht ein Eigenheim zu besitzen. Und von einem Eigenheim in eine Wohnung umzuziehen ist keine existenzielle Bedrohung. Überschwemmungen, steigende Meeresspiegel, dürren, riesige Flüchtlingswellen, kriege um Wasser sind hingegen tatsächlich existenzielle Bedrohungen.

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Verrätst du, welche Energieeffizienzklasse Euer Haus beim Kauf hatte? Muss ja spätestens beim Verkauf ausgewiesen werden.

PS.: Am Besten noch den Endenergieverbrauch angeben.

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Energie nicht zu sparen, indem man fossile Energieträger nutzt, ist auch nur möglich, weil es davon einen Millionen Jahre alten Vorrat gibt, aus dem man sich schön einfach bedient. Den Nachteil der entstehenden Treibhausgase blendet man völlig aus, wenn man nur die Arbeitspreise der kWh von z.B. Strom und Gas vergleicht. Von den entstehenden zukünftigen Kosten durch Klimaschäden mal ganz abgesehen.

Klimaschutz gibt es auf dem ersten Blick halt nicht immer zum Nulltarif.

Und wenn Gas & Öl durch den CO2-Preis teurer werden, mache ich das Produkt nicht insgesamt teurer, sondern reiche einfach alle entstehenden Kosten an den Käufer weiter. Bisher wird halt noch durch die Allgemeinheit und Menschen aus dem Süden subventioniert, die niemand gefragt hat, ob sie damit einverstanden sind, dass sie von den Klimawandelfolgen als erstes und am härtesten getroffen werden.

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Joa, so kann man natürlich argumentieren. Angesichts der drohenden exorbitanten Klimakatastrophe sind die Sorgen und Nöte der Durchschnittsfamilie natürlich zu vernachlässigen. In der Konsequenz müsste ich wahrscheinlich meine letztendlich potenziell klimaschädliche Emissionen verursachende Berufstätigkeit einstellen und von Grundsicherung leben. Kinder hätte ich wahrscheinlich auch nicht bekommen dürfen:)
Mal im Ernst, wir leben ja zum Glück in einer Demokratie, sodass die Mehrheit der Menschen mitgenommen werden muss bzw. bestenfalls Klimaschutz begrüßt. Das sehe ich im Moment nicht. Denn die gegenwärtigen Probleme sind auch groß (marodes Bildungswesen, Gesundheitssystem, Inflation etc etc). Und nun mal konkret spürbar.

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Naja ich find auf der anderen Seite ist es aber auch keine Variante zu sagen: Der Klimaschutz ist ein Totschlagargument, also akzeptieren wir es erst gar nicht als Argument

Es würde mir jetzt in dem Sinne nicht so sehr, um deinen eigenen Lebenstil gehen, sondern eher, dass du bereit bist, nur, weil du deinen Traum vom Eigenheim in Gefahr siehst, für Parteien zu stimmen, die den Planeten weiter aktiv mit voller Geschwindigkeit zerstören werden. Und nicht nur das, du bist sogar bereit hier im Forum andere davon zu überzeugen gegen Klimaschutz zu stimmen.

Was willst du denn deinen Enkeln in 50 Jahren auf die Frage antworten, warum wir das nicht verhindert haben? „Wir haben ja gesehen, dass die Klimakrise ein großes Problem sein wird und es gab da damals eine Partei, die evtl. etwas hätte dagegen machen können, aber Oma und ihre Freunde wollten gerne in einem Eigenheim leben und diese Partei hätte das gefährdet, also mussten wir Stimmung gegen diese Partei machen“

(Das soll jetzt kein persönlicher Angriff gegen dich sein, ich bin z.B. bei dir, dass es sinnvoll sein kann, wenn Komunen ihr Fernwärmenetz ausbauen. Die Sache ist nur die, du hast deine persöhnliche Geschichte hier mit eingebracht, um sie als Argument für deine Position zu verwenden und ich wollte das lediglich aufgreifen, um zu zeigen, was ich daran kritisch sehe)

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