Juristisches für Lehrkräfte zu Corona-Zeiten

  1. Warum sind Lehrerinnen und Lehrer Beamte? Was sind hoheitliche Aufgaben? Welche Bundesgerichte sind für arbeitsrechtliche Fragen von Lehrkräften zuständig? Hintergrund: Gesundheit der Lehrkräfte/ Vergleich zu Polizisten
  2. Warum ist die Bildungspolitik Ländersache? Hintergrund: Für die Umsetzung der Digitalisierung und der KMK-Ziele zur Medienbildung musste das Grundgesetz geändert werden. Warum und wie geht das?
    Digitalpakt nach GG-Änderung:
    https://www.digitalpaktschule.de
    Ziele KMK-Strategie zur Medienbildung von 2016 (verpflichtend für alle Bundesländer):
    Strategie Bildung in der digitalen Welt
  3. Wie ist der in Deutschland sehr strenge Datenschutz im Grundgesetz begründet? Hintergrund: Der Datenschutz ist im Corona-Alltag oft hinderlich. Verständnis ist nötig!
  4. Die Abwägung von Grundrechten ist in aller Munde: Freiheit, Gesundheit und Bildung. Wie kann man diese Abwägungen für Nicht-Juristen erklären? Das fragen auch SchülerInnen!
  5. Vor- und Nachteile des Föderalismus in der Pandemie: Wie wird ein „Beschluss“ wie der aktuelle Lockdown dann auf Landesebene umgesetzt? Ist die Form Umsetzung dann juristisch zwingend?
  6. Sollten Lehrkräfte juristisch fortgebildet werden? Welche Basics würdet Ihr nennen?

Wir betreiben den Podcast Schule Macht Medien. Und wir suchen einen Juristen, der diese Fragen beantworten könnte. Gerne direkt in der Lage! Oder der Knaller: Ulf Buermeyer gibt uns ein kurzes Interview in unserem Podcast für Schulen: ‎„Schule Macht Medien - Medien machen Schule“ auf Apple Podcasts
Selbst zu Gast in der #Heiseshow zum Thema: Digitalisierung, Corona, Schule:
#heiseshow: Digitalisierung der Schulen – was hat Corona nun verändert? | heise online

Kontakt: team@schulemachtmedien.de

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Die grundlegende Bildung der Menschen wird allgemein in der Zuständigkeit des Staates gesehen, was sich in einer allgemeinen Schulpflicht widerspiegelt. Dazu gehören Bau und Unterhalt von Schulen, aber eben auch das Lehrpersonal. Um dieser hoheitlichen Aufgabe nachzukommen, braucht der Staat zuverlässiges, loyales Personal und deswegen hat man sich bei der Neugestaltung des Berufsbeamtentums nach 1950 dafür entschieden, dass Lehrpersonal ebenfalls aus Beamten besteht. Dieses Personal ist somit rechtlich in der Lage die hoheitlichen Pflichten wie Durchsetzung der Schulpflicht und Vorbereitung auf und Abnahme von Prüfungen wahrzunehmen.

Der Föderalismus im Bildungssektor wurde aus den Erfahrungen des Dritten Reichs heraus beschlossen. Dort waren Schulen schnell „gleichgeschaltet“ worden und es war der NSDAP-Regierung in Berlin so möglich, rasch deutschlandweit Einfluss auf die Bildungsinhalte zu nehmen und so die besonders leicht beeinflussbare Jugend im Sinne ihrer Ideologie zu formen.

Hallo Marc, vielen Dank für Deine Antworten! Bist du zufällig auch Jurist? Wir suchen einen Rechtsexperten, der diese Dinge im Interview für unseren Schulpodcast beantwortet. Herzliche Grüße! Jako