Tja, das spiegelt es doch wieder, dass der Regierung Merkel Kinder und Jugendliche völlig egal sind. Es ist doch wichtiger, dass wir eine EM haben, damit die Spieler aus England die Mutation auch schön verteilen können. Es ist auch viel wichtiger, dass alle brav in Urlaub fahren können, damit Sie vergessen welche korrupte Regierung Sie hat fallen lassen. Mir tun diese armen Kinder von Herzen Leid und ich hoffe diese Parteien, besonders die mit dem C im Namen, kriegen im Hebst was sie verdienen.

Der Sohn meines Bruders ist gerne zur Schule gegangen und war begierig auf neues Wissen. Aber diese unpersönliche Art, das fehlende Feedback und die mangelnde Anerkennung durch die Lehrerin haben dazu beigetragen, dass er, obwohl er einen Notendurchschnitt von 1,5 hat, lieber auf die Realschule statt aufs Gymnasium will, damit er schneller mit der Schule fertig wird und dort nicht mehr hin muss. :cry:

Ich weiß von Arbeitskolleg:innen, deren Kinder auch verschiedene Grundschulen besuchen, dass es dort komplett anders ist. Teilweise wurde dort täglich der Unterricht per Videokonferenz abgehalten. Zusätzlich gab es die Möglichkeit für die Kinder allein mit der Lehrerin zu „skypen“. Reine Arbeitsblätter waren eher die Ausnahme.

Und dann gibt es sicherlich die eine oder andere Student:in, die ein Jahr länger braucht, was einen ordentlichen wirtschaftlichen Schaden darstellt. Und dann gibt es welche, die sogar abbrechen. Das heißt ein Arbeitsleben lang die Differenz zwischen Akademiergehalt und Nichtakademikergehalt. Das summiert sich im Laufe der Jahre. Ist also nur kurzfristig richtig diese Aussage.

Nope. Wir waren beim zweiten Lockdown bei einem R-Wert von 0,9. Bei diesem Wert gab es unnötig viele Tote und die wirtschaftlichen Schäden waren unnötig groß. Das Optimum lag bei R~0,6 und war seit der 1. Welle bekannt und da hätte es weniger Tote und weniger wirtschaftlichen Schaden gegeben.

Ich kann Ihnen absolut zustimmen. Erstens, die wirtschaftliche Betrachtung war auf die Pandemie bezogen und damit kurzfristig. Zweitens, dass Vorgehen war alternativlos wenn auch nicht jede Entscheidung richtig war. Beim nächsten Mal genauer lesen um Strohmann-Diskussionen zu vermeiden.

Ein guter Artikel, der auch zum Thema passt.

https://www.zeit.de/hamburg/2021-06/corona-regeln-hamburg-partys-polizei-rauemung-stadtpark-ungerechtigkeit

Danke für den Artikel. Ich finde es schon gruselig, wie schwer die autoritären Denkansätze wieder abzuschütteln sind, mit denen unsere Gesellschaft in den letzten Pandemiejahren (meist zu Recht) sehr freimütig umgegangen ist. Man sieht das ja auch an Kretschmanns Foderung, dass man das mit der Verhältnismäßigkeit in Zukunft bitte nicht mehr so ernst nehmen dürfe. Letzlich bliebt so die Pandemiebekämpfung über als ein autoritäres Werkzeug, um unliebsame Dinge (also: Parties im Stadtpark) zu verbieten.

Die Frage, die ich mir Stelle, ist: Wann sind wir denn wieder an einem Punkt, an dem die Müllentsorgung unser einziges Problem mit saufenden Jugendlichen im Stadtpark ist? Einstellige Inzidenzen und eine nahezu vollständige Durchimpfung der Risikogruppen und damit massiv reduzierte Sterblichkeit reichen dafür ja offenbar nicht aus, weil eine Delta-Variante irgendwo lauert. Aber wird in Zukunft nicht immer irgendwo eine Variante auftauchen, die uns bedroht?

Im Endeffekt werden wir irgendwann eine Risikoabwägung brauchen. Die darf aber halt nicht durch die alte Mehrheitsgesellschaft so vorgegeben werden, wie sie das aktuell wird (also: saufen beim Feinkostitaliener top, auf der Parkbank nicht), sondern muss eben auch die Interessen der jüngeren Generationen widerspiegeln.

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Einige Wirtschaftswissenschaftler haben schärfere Maßnahmen empfohlen mit einem R-Wert von 0,7 als Ziel, um eine schnelleres Ende der Pandemie zu erreichen, und damit insgesamt eine Entlastung der Wirtschaft, aber auch der Gesellschaft.

Völlig richtig, wie schon gesagt „Im Großen und Ganzen war die Politik alternativlos“, jedoch nicht in jeder Einzelheit.

Wenn wir „alternativlos“ aus dem Wortschatz politischer Diskurse verbannen könnten, that would be really great.

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Schade für Dich dass Du nicht WIR bist, dann hättest Du die Macht Wörter aus politischen Diskursen zu verbannen. Denk vielleicht einfach nochmal drüber nach, ob ein Verbot von Sprache/Wörtern etwas zu intolerant wäre.

Leider steht alternativlos für die Kinder- und jugendfeindliche Politik der letzten 16 Jahre von Merkel. Also darf dieses unpassende Wort gerne aus der Politik verbannt werden, denn es gibt immer Alternativen.

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Schade, dass du einen nachvollziehbaren, evidenten Punkt mit Sarkasmus abtun musst.

Haarsträubende Inkonsistenz:
Wörter verbieten = böse Intoleranz
Debatten verbieten = guter Stil

Dafuq did I just read?

Also ich mag den Alternativlos Podcast von fefe :wink: ansonsten gibt es wenig was wirklich Alternativlos ist, aber das Wort hat Deutschland geprägt. Es gibt allerdings andere Worte, die mir noch mehr gegen den Strich gehen.

Ich kann mich meinen studentischen Vorrednern anschließen, ich hatte schon keine Vorlesungen mehr als corona nach Europa kam, sondern gerade ein Thema für die Abschlussarbeit begonnen. Von einem Tag auf den anderen brach das tägliche input Gespräch mit meinen peers (beim Gang zur Mensa) weg, man konnte teilweise die Technik (PC) ausleihen und mit nach Hause nehmen um von da zu arbeiten, wenn man da Platz hat. Ich persönlich habe erst während des Studiums zu lernen gelernt. Meine Techniken beinhalten, dass ich mich zu Lerngruppen verabrede und man sich an einem neutralen Ort trifft, um sich gegenseitig genug zu motivieren es wirklich zu tun und nicht so viele Möglichkeiten existieren sich abzulenken wie zu Hause. Das lief dann ab März 2020 richtig gut! :roll_eyes: Vor allem da zu Hause auch saniert wurde, etwas das auch während Corona weiter ging, wenn auch länger. Statt 10/2020 fertig zu werden ging es bis 06/2021. Die einzigen Stellen die es zeitweise noch gab um Geld dazu zu verdienen, war Regale einräumen zum Mindestlohn… Bafög ist zeitlich begrenzt, auch wenn man ein Semester zusätzlich bekam. Um das Absolventenbafög (ein Vollkredit) zu bekommen, muss man die Abschlussarbeit angemeldet haben - was selten klug ist zu tun bevor man weit genug voran gekommen ist. Auch in meinem Fall ist das Thema in sich zusammen gefallen, da ich zu viele unveröffentlichte Daten benötigte und ich darüber hinaus allein zu Hause keine meiner Strategien anwenden konnte. Menschliche Kontakte gab es lange Zeit keine, bis im Mai eine Freundin und ich beschlossen uns zu einer bubble zusammen zu legen. Nach vier Monaten allein wurde ich das erste Mal umarmt. Ich konnte sehr viel menschliche Kontakte durch meine Hobbies ausgleichen von denen viel online stattfinden konnte. Ich hatte abends Menschen mit denen ich über Headset sprechen konnte, doch es war eine einsame Zeit voller finanzieller und thematischer Sorgen.
Nachdem das Bafögamt meine Unterlagen zwischenzeitlich verloren hatte und ich 4 Monate ohne Geld überbrücken musste (meine Reserven waren vorher aufgebraucht) und ich die Bewilligung nur für 6 statt 12 Monate bekam und damit erst Geld als ich schon wieder den neuen Antrag hätte gestellt haben müssen, habe ich mich exmatrikuliert. Ich hätte das kein zweites Mal durchgestanden, denn finanziell wie nervlich war ich am Ende. Das Jobcenter war nach telefonischer Schilderung meiner Situation wirklich bemüht mir schnell zu helfen. Auch da musste ich Anträge ausfüllen. Aber da konnte ich alles online einreichen. Ich bekam sogar innerhalb eines Tages Rückmeldung welche Unterlagen fehlen (deutlich bevor mir das auch noch einmal schriftlich mitgeteilt wurde). Ich möchte mein Studium beenden… Immerhin fehlt mir nur die Abschlussarbeit. Etwas worum ich mich kümmern werde, sobald ich wieder genug finanzielle Reserven habe, um zumindest die Zeit zu stemmen, bis ein Bafögantrag bewilligt ist.

Jede kleine Herausforderung für sich wäre machbar gewesen. Ich habe schon vor langer Zeit gelernt, dass es immer irgendwie weiter geht. Zu Corona kam nur unheimlich viel unheimlich schnell auf einmal und plötzlich war der Kopf voll damit essen auf den Tisch zu bekommen und Miete zu zahlen. Da lässt es sich nicht mehr gut studieren, selbst wenn man eher zu den introvertierten Menschen gehört und allein sein zu schätzen weiß.

Ich weiß von Studierenden, die in dieser Zeit keinen Ausweg mehr aus ihrer Situation sahen und keine Ansprechpartner hatten, wie in meiner Stadt, wo die Psychologiestudierenden mit ihren Profs eine Hilfehotline geschaltet haben. An der Stelle konnte man wohl nur froh sein, wenn man entweder an einem kleinen Standort war, wo Studierende und Mitarbeiter einen ganz anderen Umgang pflegen, oder der Standort einen Fachbereich Psychologie hatte, der sich die Sorgen der vereinsamenden Studenten anhört.

Gerade für jene, die in der Zeit ihr Studium begonnen haben und plötzlich an einem fremden Ort ohne die Möglichkeit wirklich jemanden kennenzulernen festsaßen war diese Zeit noch viel schlimmer. Viele sind in der Zeit einfach nicht an den Standort gereist, sondern zu Hause geblieben oder in ihrem alten Umfeld… Leider hatten nicht alle diese Freiheit.

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Danke für Ihre Meinungsäußerung. Bitte erstmal richtig lesen, mein Kommentar bezog sich auf die Corona-Politik und nicht auf 16 Jahre Merkel. Ihr Hinweis das es immer Alternativen gibt finde ich ziemlich überflüssig, jedem (außer Ihnen vielleicht) sollte bewusst sein, dass alternativlos den Mangel an guten Alternativen beschreibt und nicht den Mangel an theoretischen Alternativen. Falls Ihnen die Querdenker etwas sagen, dann wüssten Sie das es theoretisch Alternativen gibt. Versuchen Sie doch nicht bewusst etwas falsch zu verstehen, nur um ein scheinbares Gegenargument zu platzieren. Ich freue mich auf Ihre Rückmeldung. Übrigens, falls Sie gute Argumente gegen 16 Jahre Politik Merkel haben, eröffnen sie doch einfach eine neue Diskussion. Ich gehe davon aus dass Sie hier im Forum viel Freude damit haben werden und Bestätigung bekommen.

Steht überdies auch für deutschen Imperialismus in Europa, denn in dem Zusammenhang wurde es eigentlich überhaupt erst zu einem Argument erhoben: „Ich würde ja gerne anders, aber wir können nicht anders, als den Südeuropäern unsere völlig veraltete Wirtschaftspolitik von vorvorgestern aufzudrücken“ (Merkels Europolitik zusammengefasst).

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Welches gute, schlechte oder nur theoretische Alternativen sind hängt sehr stark vom Betrachter ab.
Auch ich finde es eine schlechte Argumentation etwas als Alternativlos zu propagieren ohne näher auf die Alternativen die ausgeschlossen werden einzugehen. Demokratie lebt vom Diskurs der durch „Alternativlosigkeit“ im Keim erstickt wird. Da ist es egal um welches Thema es geht.

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Hallo Peter, ich glaube es macht wenig Sinn den Dialog fortzuführen. Sie hauen hier im SMS Stil Behauptungen raus über die Dinge die Sie offenbar bewusst (meine Vermutung) falsch verstehen. Schönen Abend

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D’accord. Zudem ist es das Etikett „alternativlos“ wohl kaum geeignet, Leute von einem Vorgehen zu überzeugen, die dieses nicht ohnehin schon gutheißen.

Also dafür dass ich die Diskussion angeblich im Keim ersticken würde, diskutieren wir schon ziemlich lang :slight_smile: Wir sind ja ein freies Land wo jeder seine Meinung sagen kann, jetzt kenne ich auch Ihre Meinung - vielen Dank dafür. Viel Spaß beim Triell.

Seit Mitte August haben wir wieder Präsenzunterricht an der Hochschule. Aktuell sitzen wir zu zwölft in einem Raum und der Rest des Kurses sitzt im Nachbarraum. Der Dozent ist in einem Raum und das Bild wird per Big Blue Button in den anderen Raum gestreamt. Wenn man eine Frage stellen will, dann muss man nach vorne gehen und sich am Laptop entstummen. Vom Nachbarraum kriegt man nichts mit, wenn dort mehr als eine Person gleichzeitig redet und man selber muss mucksmäuschenstill sein. Echt eine bizarre Situation. Und dafür zwei Stunden jeden Tag pendeln statt Fernlehre. Die gibt es ab Anfang Oktober wieder, aber nur für sechs Wochen. Von Mitte November bis Ende Dezember soll es wieder Präsenzunterricht geben. Der Mietvertrag mit dem Studentenwohnheim gilt auch nur von Mitte August bis Ende September. Das ist für Studierende von außerhalb auch nicht gerade vorteilhaft. Während in vielen Bereichen wieder Normalität herrscht, ist die Situation für Studierende immer noch ziemlich chaotisch und „dynamisch“. Da wünscht man sich manchmal schon ein Ende aller Beschränkungen wie in Dänemark. Vielleicht würden sich dann auch mehr Menschen impfen lassen aus Angst vor einer Infektion.

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