Liebe Lage der Nation - wie erfrischend war das Interview mit Muriel Asseburg - fachlich tief und begründet, und die palästinensische Sichtweise wurde angemessen berücksichtigt! Was in den deutschen Medien leider eine Seltenheit ist.
Das Judentum ist viel vielfältiger als das, was in den deutschen Medien so oft dargestellt wird. Nicht all Juden sind Zionist:Innen. Auch innerhalb des zionistischen Judentums gibt es diejenigen, die die Politik und die militärischen Aktionen der israelischen Regierung ablehnen und dennoch auf einen gerechten und dauerhaften Frieden hinarbeiten.
z.B. Zum Beispiel die Gruppe der amerikanischen und kanadischen Rabbiner der T’ruah-Gruppe. Die erkennen hier (leider nur auf Englisch) hier die Ursprünge der aktuellen widerwärtigen Runde der Gewalt:
Praying for peace, taking responsibility for our complicity | T'ruah (14te Mai 2021)
The shocking violence in the streets is the result of years and years of provocation by Prime Minister Netanyahu and others, who cast Palestinian citizens as a fifth column; passed the Nation-State Law, which enshrines legal inequality; and neglected Palestinian communities, who spent much of the past year protesting against the indifference by the Israeli government and police to intracommunal violence. In the past few days, Israeli Jewish extremist groups have organized on Telegram and WhatsApp to travel to mixed cities in order to carry out violent and destructive attacks against Palestinian citizens, their homes, and their businesses. In these same towns, Palestinian citizens have torched synagogues, seriously wounded Jews, and attacked Jewish homes and businesses. There is no justification for such violence, by either party. But it is not random — it is the direct effect of years of government policies and incitement.
Part of the background is also Netanyahu’s desperate attempt to hold onto power, during a week when a potential new governing coalition came close to ousting him. Hamas, too, is playing a power game with their rivals in the Palestinian Authority, after President Abbas canceled planned Palestinian elections.
Also auf Deutsch:
Die schockierende Gewalt auf den Straßen ist das Ergebnis jahrelanger Provokationen durch Premierminister Netanjahu und andere, die palästinensische Bürger als fünfte Kolonne abstempelten, das Nationalstaatsgesetz verabschiedeten, das die rechtliche Ungleichheit festschreibt, und die palästinensischen Gemeinden vernachlässigten, die einen Großteil des vergangenen Jahres damit verbrachten, gegen die Gleichgültigkeit der israelischen Regierung und der Polizei gegenüber innerkommunaler Gewalt zu protestieren. In den letzten Tagen haben sich israelische jüdische Extremistengruppen über Telegram und WhatsApp organisiert, um in gemischte Städte zu reisen und dort gewalttätige und zerstörerische Angriffe gegen palästinensische Bürger, ihre Häuser und Geschäfte zu verüben. In denselben Städten haben palästinensische Bürger Synagogen in Brand gesteckt, Juden schwer verletzt und jüdische Häuser und Geschäfte angegriffen. Es gibt keine Rechtfertigung für solche Gewalt, von keiner Seite. Aber sie ist nicht zufällig - sie ist die direkte Folge von jahrelanger Regierungspolitik und Aufwiegelung.
Ein Teil des Hintergrunds ist auch Netanyahus verzweifelter Versuch, sich an der Macht zu halten, während einer Woche, in der eine mögliche neue Regierungskoalition kurz davor stand, ihn zu verdrängen. Auch die Hamas spielt ein Machtspiel mit ihren Rivalen in der Palästinensischen Autonomiebehörde, nachdem Präsident Abbas die geplanten palästinensischen Wahlen abgesagt hat.
Übersetzt mit DeepL Translate: The world's most accurate translator (kostenlose Version)
Die Rabbiner erkennen auch an, dass das Wachstum des Siedlerextremismus und des rechtsextremen Flügels innerhalb Israels teilweise durch oft gut gemeinte Spenden von Juden außerhalb Israels finanziert wurde.
As American and Canadian Jews, we cannot ignore our own communities’ role in justifying decades of occupation, and the rise of right wing extremists. Too many of our organizations made their first statement on the weeks of violence and tension only when rockets from Gaza started flying toward Israeli towns, and ignored the experience of Palestinians both in East Jerusalem and in Gaza. Too often, we have given Netanyahu and other right wing politicians standing ovations in our own communities, even as they incite violence against their own citizens, woo Kahanists into the Knesset, and implement de facto annexation of the West Bank. And too often, we have invested our donor money in the status quo — whether in supposedly apolitical organizations like JNF-USA that contribute to the settlement project — or in outright extremist groups, as documented in my recent Haaretz article, written after a right-wing Jewish mob rioted through Jerusalem. Or we have thrown up our hands in exhaustion and diverted our money altogether from groups — both at home and in Israel — trying to make positive change there. By pulling back, we create a vacuum for right-wing donors laser-focused on turning Israel into their fantasy of a fundamentalist fortress."
Übersetzt auf Deutsch:
Als amerikanische und kanadische Juden können wir die Rolle unserer eigenen Gemeinden bei der Rechtfertigung der jahrzehntelangen Besatzung und des Aufstiegs der Rechtsextremisten nicht ignorieren. Zu viele unserer Organisationen haben sich erst zu den Wochen der Gewalt und der Spannungen geäußert, als Raketen aus dem Gazastreifen auf israelische Städte zu fliegen begannen, und haben die Erfahrungen der Palästinenser sowohl in Ost-Jerusalem als auch in Gaza ignoriert. Zu oft haben wir Netanjahu und anderen rechten Politikern in unseren eigenen Gemeinden stehende Ovationen gegeben, obwohl sie zur Gewalt gegen ihre eigenen Bürger aufstacheln, Kahanisten in die Knesset locken und die De-facto-Annexion des Westjordanlandes durchführen. Und zu oft haben wir unsere Spendengelder in den Status quo investiert - sei es in vermeintlich unpolitische Organisationen wie JNF-USA, die zum Siedlungsprojekt beitragen - oder in offen extremistische Gruppen, wie in meinem jüngsten Haaretz-Artikel dokumentiert, der geschrieben wurde, nachdem ein rechtsgerichteter jüdischer Mob in Jerusalem randalierte. Oder wir haben aus Erschöpfung die Hände hochgeworfen und unser Geld ganz von Gruppen abgezogen - sowohl zu Hause als auch in Israel - die versuchen, dort positive Veränderungen zu bewirken. Indem wir uns zurückziehen, schaffen wir ein Vakuum für rechtsgerichtete Spender, die sich darauf konzentrieren, Israel in ihre Fantasie einer fundamentalistischen Festung zu verwandeln.
Übersetzt mit DeepL Translate: The world's most accurate translator (kostenlose Version)"