Vielen Lieben Dank Margarete für deine Einschätzung,
ich finde es genauso richtig wie wichtig, die Interessen von Stadt und Land nicht gegeneinander auszuspielen und das Leben auf dem Land zu verbessern. Vielen Dank auch für den Hinweis, dass es dazu bereits ein Thread hier im Forum gibt, den werde ich mir bei Zeiten sehr gerne durchlesen.
Die von dir erwähnten Beiträge der Städte sind Gegenstand von Diskussionen aber keine Gesetzesinitiativen. Denn dieses Ausspielen gegeneinander findet bereits statt. Wegfall der Pendlerpauschale, Gebäudeenergiegesetz, Ausbau der Windkraft sind alles konkrete Klimaschutzmaßnahmen, welche zu Lasten der Landbevölkerung gehen, etwas das diese Menschen konkret negativ im Geldbeutel spüren. Ein 49€ Ticket ist etwas, wovon die Menschen in der Stadt konkret im Geldbeutel profitieren und umso mehr, je besser die ÖPN V Anbindung. Schon heute wurde nachgewiesen, dass es kaum Auswirkung auf das Klima hat, da primär JobTicket Inhaber*innen darauf umgestiegen sind. An Orten wo es nur einen Schulbus gibt der zwei Mal. am Tag fährt ist es natürlich ein Witz. Jede Familie auf dem Land ist - in der Realität - auf einen PKW angewiesen, egal ob zum Einkaufen, zum Sport, zum Freunde besuchen, zu Arztbesuchen oder einfach zur Schule und Arbeit. Hier kann lediglich ein kaum finanzierbar subventionierter ÖPNV Abhilfe schaffen oder eben klimaneutraler Individualverkehr.
Straßen kosten immer Geld, Schienen auch, aber solange die Polizei, Feuerwehr, Notärzte und LKWs zur Güterversorgung (Medikamente, Nahrungsmittel und Konsumgüter) auf Straßen angewiesen sind, wird es Straßen immer geben weil sie notwendig - und auch alternativlos - sind. Und ich bin überzeugt, dass die meisten Menschen auf dem Land durchaus in der Lage sind, Auto zu fahren.
Natürlich haben Sie Recht, wenn Sie sagen, dass das Leben auf dem Land im hohen Alter noch deutlich schwieriger wird. Zu „Lebenswertem Land“ sind mir keine Gesetzesinitiativen von Bündnis 90 den Grünen bekannt, die eine bessere Versorgung anstreben oder gegen die Einsamkeit im Alter (was auch in der Großstadt sein kann).
Zur Führung der Interviews muss ich Ihnen leider widersprechen, genau wie der deutsche Journalistenverband (DJV) in ihrem Werk „LEITLINIEN FÜR INTERVIEWAUTORISIERUNG“), denn dort steht geschrieben: „Vor dem Interview sollte der Journalist/die Journalistin sich über das Thema und den Interviewpartner informieren und ein Fragenkatalog erstellen. Das Interview sollte so geführt werden, dass der Interviewpartner die Möglichkeit hat, seine Meinung und seine Position darzulegen. Der Journalist/die Journalistin sollte das Interview fair und sachlich wiedergeben.“
Dies war in diesem Interview wahrlich nicht gegeben. Leider sind mir auch nicht genügend Beiträge und Hyperlinks zugesprochen worden um dies nachzuweisen, als neues Forumsmitglied.