Interview Jens Alers

Hallo zusammen,

Einfach nur ein schnelles Lob für das super interessante Interview mit Jens Alers! Gute Fragen, gerade auch über die aktuelle Situation hinaus (z.B. zum Klimaschutz) und toller Gast.

Das war’s auch schon!

Liebe Grüße :sunflower:
Sonne

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Danke für das nette Feedback - geben wir an ihn weiter :slight_smile:

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Ja, habe ich auch so empfunden! Danke :slight_smile:

Evtl. hätte man aber noch kurz näher auf den Standort „Bermuda“ eingehen können. Ohne vertiefte Kenntnisse über die Situation an sich oder über die konkreten Verhältnisse von Jens Alers zu haben, meine ich mich zu erinnern (Vorlesung „droit maritime“ in Paris), dass das ein klassicher Staat für die „Ausflaggung“ bzw. ein „offenes Register“ ist. Möglicherweise gibt es da einen Zusammehang? Das wäre vllt. noch ganz spannend gewesen.

Das Interview fand ich auch sehr interessant und Jens Alers Abschiedsworte: „Gutes Interview, und tschüss!“ waren sehr sympathisch.

Mir persönlich fehlt bei dem Thema die Analyse, warum Deutschland plötzlich mehr Waren (in Containern) importiert als exportiert. Ich habe nicht grundsätzlich was gegen die Globalisierung. Es ist ja schön, dass ich spezielle Dinge kaufen kann, die es nur in einem fernen Land gibt. Allerdings trägt der grenzenlose Konsum auch heftig zum Klimawandel bei. Wir müssen keine Äpfel aus Neuseeland oder Argentinien kaufen. Es gibt genug Äpfel in Deutschland oder Europa. Wir brauchen auch keine Wolle aus Australien, es gibt in Deutschland genug Schafe. Aber viele deutsche Schäfer werfen ihre Wolle auf den Müll, weil es sich nicht lohnt, sie zu verkaufen. Wir müssen auch nicht jeden Billigkram aus China kaufen, aber es ist leider schön bequem, sich schnell mal was bei Amazon oder Ebay oder auf eine Werbung bei Instagram zu klicken und oft nimmt man gar nicht wahr, aus welchem Land die Sachen geliefert werden. Ich wünsche mir da mehr Verantwortungsbewusstsein bei den Konsumenten und eine bessere Kennzeichnung und vielleicht auch höhere Steuern oder Zölle auf solche unnötigen Importe. Besonders die Textilindustrie trägt sehr zum Klimawandel bei, da gab es neulich eine sehr gute Sendung in der ARD:

Einfach mal verzichten und die Kleidung länger tragen und lieber regionale Kleidung kaufen würde viel im Kampf gegen den Klimawandel helfen.

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Ich fand das Interview auch sehr interessant. Besonders, da man durch unsere nationalen Probleme manchmal auch nicht mitbekommt, wie sehr zum Beispiel die amerikanische Import-Wirtschaft gerade am schwimmen ist. Vielen Dank ans Lage-Team. :+1:

Ich bin mir ziemlich sicher, dass das schon lange (>10 Jahre) so ist. Deutschland ist zwar Netto-Exporteur aber wir exportieren vor allem in unsere europäischen Nachbarländer. Und das findet dann eben nicht per Schiff statt sondern auf der Schiene oder (leider) Straße. Ein weiterer Faktor dürfte sein, dass Deutschland vor allem Güter, wie Maschinen und Autos exportiert, die sind zwar teuer aber nehmen nicht soviel Platz ein, wie die Konsumgüter, die wir zum Großteil aus Fernost beziehen.

Ansonsten kann ich mich dir nur anschließen. DIe Reduzierung unnötigen Konsums ist mMn einer der Schlüssel zur Bekämpfung der Klima-Krise. Speziell zu deinem Punkt Kleidung, möchte ich hier mal auf das deutsche Unternehmen Manomama aufmerksam machen, dass ähnlich wie Trigema Kleidung in Deutschland produziert.

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Danke für den Tipp! Trigema kenne ich, aber Manomama noch nicht.
https://www.maala-fashion.de produziert auch nur in Europa mit Material aus Europa.

Hallo!

Zusätzlich zu der von Jens Alers angesprochenen Nutzung von LNG auf Tiefseeschiffen hat der Motorenhersteller MAN vor wenigen Wochen das Zubringerschiff ELBBLUE mit SNG bebunkern lassen und somit eine klimaneutrale Teilpassage des Nord-Ostsee-Kanals verwirklicht. Es ging hier „nur“ um 56t SNG, allerdings wurde gezeigt, dass Schiffe die bereits auf LNG umgerüstet wurden oder seit dem Bau entsprechend ausgerüstet sind, nicht nur in der Theorie klimaneutral unterwegs sein können.

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Spannender Schluss der Lage und mal jemand mit einem sehr angenehmen Patriotismus. Der sagt einfach ganz entspannt, es ist schön, etwas für sein Land zu tun. So einfach und so gut.
Und: Mal kein Soziologe, Politikwissenschaftlerin o.ä.
Gern mehr in die Richtung, wo Leute auch mal ganz dicht an der Praxis von Problemen dran sind - und nicht nur aus Ministerien und der Forschung.
Idee: Vielleicht könnt ihr mal einen Techniker/in ranholen und etwas über die Frage herausfinden, wie wir die regenerativen Energien mit der schwankenden Verfügbarkeit in Deutschland sicher aufbauen können. Ich habe da noch keine Lösung erfahren.
Das passt ja auch zu Eurer Initiative Digitalisierungsbeispiele aus der Verwaltung zu finden.

Auch von meiner Seite großes Lob.

Den selbstständigen Beruf des „Schiffsmanagers“ und dass so etwas wie Bereederung gibt, wusste ich bis dahin überhaupt nicht! „Again what learned …“

Es gibt zu dem Thema Inflation / Lieferschwierigkeiten / Container / Lieferketten einen mindestens ebenso interessanten Podcast The New York Time Daily: The great supply chain disruption.

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