Instagram, TikTok und Co. - die neuen Drogen?

Ich finde, dass die Thematik, wie Instagram und Co. uns alle süchtig machen, viel zu wenig Beachtung findet. Klar, es gab vor ein paar Jahren bei Netflix eine Doku dazu, wonach der Aufschrei zumindest kurzzeitig zu hören war, jedoch ist nichts dahingehend passiert.

Insbesondere finde ich es höchst problematisch, dass die Kinder und Jungendlichen keinerlei Schutz hiervor haben. So ziemlich jeder ist Dopamin abhängig und besitzt keinerlei Aufmerksamkeitsspanne.

In meinen Augen müsste das Thema viel härter angegangen werden. Wieso werden diese bewusst süchtig machenden Apps nicht als Drogen angesehen, nichts anderes sind sie.

Meine Vorschläge:

  • Verbot von süchtig machender Interface-Architektur
  • Medienkompetenz ausbauen
  • Mehr anreize im „echten“ Leben schaffen, als alles ins Digitale zu holen

Ich würde mich über eine sachliche Diskussion hierzu freuen.

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Was ich glaube was in dem Zusammenhang auch noch ein Problem ist, ist die Frage wann Kinder das erste eigene Smartphone bekommen. Wie du schon geschrieben hast, können Smartphones die Aufmerksamkeitsspanme von Kindern komplett ruinieren. Man könnte also sagen, man gibt den Kindern erst so spät wie möglich ein Smartphone und wenn es vorher ist nötig nur ein Tastentelefon. Das Problem ist, wenn die anderen Kinder ein Smartphone bekommen, kann das schnell zur Ausgrenzung führen. Einmal direkt, dass Kinder gemobbt werden oder sich schlecht fühlen, weil sie als einzige kein Smartphone haben. Und andererseits indirekt, wenn sie nicht zu Events eingeladen werden, weil sie nicht in entsprechenden WhatsApp Gruppen sind.

Ich habe selber keine Kinder, kann also nicht sagen, wie das aktuell aussieht, vielleicht können hier ja mal Eltern mit Kindern im Schulalter erzählen wie das ist. Verschiebt dich das auf immer frühere Alter, wann die Kinder ihr erstes Smartphone bekommen oder bleibt das konstant? Sollte man vielleicht eine Altersbeschränkung einführen, dass Kinder erst mit 12 Jahren ihr erstes Smartphone haben dürfen?

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In dem Zuge hat Sascha Lobo gerade eine kleine Shitstorm los getreten, als er bei Insta stolz verkündete, dass er seinen 1,5jährigen sein erstes Smartphone gekauft hat.
In seiner Kolumne beim Spiegel versucht er das etwas zu relativieren bzw. denen die das kritisieren Unverständnis zu attestieren.
Generell mochte ich Lobo immer, auch wenn seine Texte manchmal ein spur zu provokant waren.

In dem Fall denke ich, hat er der ganzen Problematik um zu viel Display-Time durch alles Altersklassen einen Bärendienst erwiesen.

Außerdem wird jeder Kinderarzt dir davon abraten, deinem Kind zu früh zu viel Bildschirmzeit (auch TV) zu erlauben, da dies eben auch die Augen schädigen kann. Am Ende sehe ich es aber so, dass hier die Eltern das einfach steuern können. Man muss eben konsequent die Handy Zeit steuern und das dem Kind auch vermitteln. Schulen müssen zudem sehr konsequent gegen Smartfones in Grundschulen bis zur 5. und 6. Klasse vorgehen. Dazu gehören auch sehr deutliche Elterngespräche. Irgendwo muss man auch die Eltern mal in die Verantwortung gezogen werden.

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