Hallo Ihr Lieben,
ich bin Berliner und wollte zu dem Thema auch etwas sagen. Vieles wurde bereits von den anderen hier schon erwähnt, daher nur kurz zu meinen Beweggründen.
Ich würde momentan auch nicht diese Initiative unterstützen, obwohl ich es gern würde. Ich wohne südwestlich innerhalb von Berlin und muss in den Osten von Berlin. Mit den Öffentlichen benötige ich durchschnittlich pro Fahrt 1 1/2 Stunden zur Arbeit. Am Abend sogar 2 Stunden pro Fahrt. 3 bis 4 umsteigen. Viele Fahrtunterbrechungen wegen ständiger Polizeieinsätze oder technischer Störungen. Meine Familie habe ich dadurch fast überhaupt nicht mehr sehen können. Das hat mich dazu bewegt, ein Auto anzuschaffen. Mit dem Auto benötige ich pro Fahrt zwischen 45 und 50 Minuten pro Fahrt (zur Stößzeit). Wenn es gut läuft sogar 40 Minuten.
Was mich dazu bewegen könnte das Auto stehen zu lassen: Der ÖPVN muss so umgebaut werden wie die Busse der Berliner Verkehrsbetriebe. Es gibt Busse, die halten an jeder Haltestelle. Aber es gibt auch Busse, die halten alle 3 Bushaltestellen. Die M-Busse. Genau das gleiche bräuchten wir auch für die S-Bahn oder Tram. Aber nicht auf den Strecken, die schon vorhanden sind. Es müssten neue Strecken gebaut werden.Vorteilhaft wäre, wenn die Bahnen dann schneller als 60-80 km/h fahren dürften. Würden diese Schnellstrecken als U-Bahn verwirklicht werden, würde ich das sogar bevorzugen. Grund ist, dass U-Bahnen weniger Wetterabhängig sind und sogar bei Sturm fahren könnten.
Ja, es ist extrem teuer, aber es amortisiert sich nach einer gewissen Zeit. Es ist Umweltschonender. Leute werden umsteigen auf die ÖPNVs, weil es schneller und günstiger ist. Weniger Autos auf den Straßen bedeutet mehr Fläche für andere Sachen. Entweder mehr Fahradwege oder mehr Pflanzen. Mehr Kultur und und und.
Ja, es gibt auch eine negative Seite der Medaille. Das es teuer ist und lange dauert, ist klar. Es werden defintiv Arbeitsplätze wegfallen. Irgendwer muss ja auch die Straßen heute machen. Lassen wir mal dahingestellt, dass diese Leute auch umgeschult werden könnten zu Landschaftsgestaltern oder anderen Bereichen, die für Natur und Kultur wichtig sind. Aber es müssen ja immer noch einige wenige Straßen gemacht werden für Fahrad und Autos. Also sehr negativ wird sich das nicht auswirken. Und… unsere Politiker können nicht mehr mit den fetten Bonzen-Autos fahren hust 
An für sich denke ich, es scheitert immer an der selben Sache. Politiker denken nur Kurzfristig. Ich selbst sehe die Inititiative für eine Autfreie Innenstadt positiv. Ich glaube jedoch, dass diese Initiative es nicht schaffen wird, da die Alternativen nicht vorhanden sind und es eine ganze Weile nicht sein werden. Die Initiative sollte sich erst darum kümmern die Alternativen zu schaffen und DANN sehe ich es als machbar an, eine Autofreie Innenstadt zu gewährleisten. Das ist allerdings eine Aktion, die Zeit benötigt.