Ingfu
135
Wenn ich mögliche Wertverluste auch zu 100% erstattet bekomme, wäre das ein faires Modell.
2 „Gefällt mir“
alper
136
Ich meine prinzipiell.
In einer Bodenwertsteuer bezahlst du bei Wertverluste einfach weniger Steuer und bei Wertsteigerung mehr Steuer. Damit ist das auch gelöst.
Hier ist ein gutes Beispiel wie sowas jetzt schon funktioniert (der Typ sitzt auf einem Grundstück von €2,5M): Freiburg: Grundsteuer könnte teure Überraschungen bringen - SWR Aktuell
Mischl7
137
Es ist kein Gerücht. Bei den Anschaffungskosten für eine Immobilie kommst du nie und nimmer hin, dass sich das nur durch Miete selbst trägt. Natürlich kommt irgendwann der Break Even, sonst wäre es keine Altersvorsorge, sondern eine Spende. Man investiert monatlich einen gewissen Betrag vom Einkommen, dazu kommen die Mieteinnahmen, abzüglich Kosten für Instandhaltung etc und irgendwann kommt man hoffentlich ins Plus. Dieser Zeitpunkt muss vor Eintritt ins Rentenalter erreicht werden, sonst kann man die monatlichen Beträge nicht mehr aufbringen und das Modell ist kaputt.
Ist eigentlich nicht anders als z.B. bei einer Riesterrente: Ansparphase und Auszahlungsphase. Sehe nicht warum das bei einer Eigentumswohnung plötzlich unsozial sein sollte.
1 „Gefällt mir“
alper
138
Wie die Mieten derzeit explodieren finde ich diese Behauptung nicht sehr glaubwürdig.
Eine Wohnung um selbst in zu wohnen ist prima. Eigentumswohnungen sammeln um damit möglichst viele andere Menschen auszuwringen sollte meiner Meinung nach verboten sein.
1 „Gefällt mir“
Das Argument zu Ende gedacht, sollten sofort alle Handwerker und jegliche Dienstleistungen verboten werden und jeder versorgt sich selber autark. Wir schaffen das Geld ab und machen Tauschgeschäfte. Obwohl… dann handeln einige cleverer als andere und haben nachher mehr. Also lassen wir am besten alles den Staat einsammeln und dann basisdemokratisch unter allen gleich verteilen.
Bei solchen Standpunkten ist jeder Diskurs sinnfrei kopfschüttel
5 „Gefällt mir“
ffiene
140
Ich glaube, das hat alper anders gemeint: es muss ja nicht jeder Vermieter andere Menschen auswringen.
Sonst macht der Satz für mich auch keinen Sinn. Wenn man nicht kaufen kann oder will, muss man ja mieten. Und dann muss jemand auch vermieten.
1 „Gefällt mir“
alper
141
Ja, weil Wohneigentum und Handwerk/Dienstleistungen das gleiche oder überhaupt vergleichbare Gegenstände sind?
Private Leute können zwar Vermieter sein, aber der Austausch, wie es jetzt geht, ist grundsätzlich falsch:
- Man nimmt Leuten, die keine Wahl haben die Lebensfreude und die Chancen, indem man so viel Miete fordert wie geht (derzeitig weit über die 30%-Grenze hinaus bei Menschen die wenig verdienen)
- Damit der Vermieter entweder das Portfolio an Immobilien ausbauen kann oder sich den nächste Maserati besorgt
Das passiert natürlich nicht immer, aber das ist die Tendenz: steigende Mieten und fehlender sozialer Wohnungsbau gegenüber Luxusgüter und Konzentration von Vermögen (höher in Deutschland als woanders auch in Europa).
Kannst man das ernsthaft verteidigen? Ich glaube es nicht.
Es gibt viele Möglichkeiten, wie man das auch anders organisieren kann. Nur die meisten haben sich eine Alternativlosigkeit einreden lassen.
2 „Gefällt mir“
@ffiene : Ich fürchte @alper meint es so 
Und wie Du bei ihm liest, fahren alle Vermieter einen Maserati und besorgen sich dann den nächsten. Auf dem Niveau angekommen, schlage ich @ExMod vor das Thema zu schließen.
1 „Gefällt mir“
Ingfu
144
Den Vorschlag unterstütze ich. Von der Diskussion der Indexmiete ist das hier weit weggedriftet.
3 „Gefällt mir“
Mischl7
145
Glaub es oder lass es. Denk mal darüber nach: eine kaputte Gasheizung auszutauschen, gegen eine neue Gasheizung: circa 12.000 €. Stattdessen Klima freundlich eine Wärmepumpe einbauen kosten circa 25.000 € oder mehr, je nachdem, ob die Wärmedämmung ausreicht.
Jetzt rechne mal runter, wie lange ich dafür Miete einnehmen muss, um die Kosten wieder drin zu haben. Da muss ich schon einen meiner elf Maseratis verkaufen, die ich durch das auswringen anderen Mieter gekauft hab. Kopfschüttel 2.
3 „Gefällt mir“
Matder
146
Es gibt ein ziemlich gutes Interview beim Manager Magazin:
Darin erklärt der Präsident des Mieterbundes, dass das Argument, dass Indexmieten eine harmlose Randerscheinung sind, falsch ist:
- Bisher kamen sie „nur“ da zum Einsatz wo der Vermieter es durch Luxussanierung geschafft hatte, die Miete weit über das ortsübliche Niveau zu erhöhen. Doch genau diese Einschränkung darf die Indexmiete umgehen und erlaubt somit noch weitere Mietwehöhungen.
- Die Vonovia sieht bei ca. 140.000 Wohnungen das Potenzial einer Gewinnmaximierung durch Indexmietverträge.
- Auch sonst werden immer mehr Neuvermietungen mit Indexmietvertrag durchgeführt.
alper
147
Eine Gasheizung funktioniert mindestens (!) 15 Jahre. Eine Wärmepumpe genau so. Sowas nennt sich eine Investition.
Also mit den Mieten wie sie jetzt sind 1-2 Jahre (obwohl keiner in Berlin die in Miete wohnt eine Wärmepumpe hat).
Wenn du mehr als 10 Immobilien hast und so wenig Ahnung von Wirtschaft, dann wird es tatsächlich schwer Maserati zu fahren.
Veche
148
Eine Gasheizung hält in der Regel mindestens 15 Jahre, das wären knapp 67 Euro pro Monat. Der Austausch dürfte sich also allein schon durch die Mieterhöhungen in diesem Zeitraum ammortisieren.
Ich finde es einfach absurd, die Renditeerwartungen von Menschen, die Immobilien im Wert von teilweise mehreren Millionen Euro besitzen, für wichtiger zu halten als die Möglichkeit für Menschen mit niedrigen bis mittleren Einkommen, in einer Großstadt ein bezahlbares Dach über dem Kopf zu finden.
Wohnungen sind eben nicht in erster Linie Kapitalanlagen privater Eigentümer:innen, sondern Wohnungen, in denen Menschen leben.
Zumindest in Berlin wurden die letzten beiden großen Wohnungskrisen (1920er und 1950er) übrigens nicht dadurch gelöst, dass sich Menschen an Immobilienbesitz besonders gut bereichern konnten, sondern durch eine massive staaliche Förderung des Wohnungsbaus.
2 „Gefällt mir“
Mischl7
149
Und jetzt sind wir beim Anfang der Diskussion: die Mieterhöhung geht eben entweder über einen normalen Mietvertrag oder über Indexmiete, deswegen sollte man die nicht rückwirkend abschaffen.
Mischl7
150
Das sollte nur ein Beispiel sein, neben Heizung besteht so eine Immobilie ja auch noch aus ein paar anderen Teilen…
Mach dir mal keine Sorgen um meine Ahnung von Wirtschaft. Die elf Maseratis hab alle aus dem einen Mieter rausgepresst. (Ironie hint hint )
ffiene
151
Dann ist das Thema ja gelöst. Die Vermieter dürfen ihre Mietverträge so gestalten wie sie wollen und der Staat fördert den Wohnungsbau.
Zack, Thema zumachen!
1 „Gefällt mir“
Matder
152
Das dürfen sie zum Schutz der Mieter schon seit Jahrzehnten nicht mehr. Und das gilt nicht nur für Mieter, sondern auch für Angestellte uvm. Ohne staatliche Regulierung der schlimmsten Auswüchse des Kapitalismus, würden wir sonst ganz schnell in eine Art monetären Feudalismus abgleiten.
3 „Gefällt mir“
Veche
153
Wenn ich mir die Entwicklung von Mietzahlungen in den letzten 15 Jahren so anschaue würde ich sagen, es ist egal ob Indexmiete oder nicht: Ab und zu mal ne neue Heizung ist nichts, was den Profit von Vermiter:innen ernsthaft schmälert.
1 „Gefällt mir“
Veche
154
Wenn der Staat in ausreichender Anzahl bezahlbaren Wohnraum garantiert oder zur Verfügung stellt, dürfen Vermieter:innen überschüssige Flächen von mir aus gerne zu Marktbedingungen anbieten 
2 „Gefällt mir“