Wie bei allen Eingriffen (siehe saurer Regen, CO2, FCKW, usw.) die der Mensch macht werden wir auch hier nicht alle Folgen absehen können. Diese Folgen können durchaus massiver sein als das was sie bekämpfen! Ich würde es als letztes Aufbäumen einer sterbenden Menschheit werten da die Forschung hier noch in den Kinderschuhen steckt.

Dem widerspreche ich. Leben wird es (fast) immer auf der Erde geben! Die Frage ist höchstens schafft es der Mensch zu überleben.

Grundsätzlich versucht die „Natur“ ein Gleichgewicht zu erreichen. Das schafft sie auch, aber in zeitlichen Maßstäben die für uns bzw. unsere Lebensspanne zu groß ist.

Zum Ahrtal möchte ich anmerken dass es hier auch selbstgemachte Probleme gibt.
Die Topographie hat verschiedene „Engpässe“ die beim schnellen abfließen von viel Wasser ihre Tücken hat. Früher waren die Weinberge Terrassenförmig angebaut. So eine Terrasse bringt dem abfließenden Wasser einen Widerstand entgegen. Heute sind die Steillagen größtenteils ohne Terrassen und die Rebstöcke in einer Linie vom Berg ins Tal angeordnet was ein schnelles abfließen von Wasser begünstigt.

Unabhängig zur Klimaveränderung haben wir aber auch hausgemachte Probleme die entsprechende Ereignisse allerdings verstärken. Bei uns im Maintal wurden der Fluss begradigt, auch wurden immer wieder Auen entfernt und Überflutungsgebiete als Wohngebiete ausgewiesen.
Wir als Gesellschaft sollten erst einmal hergehen und diese Missstände feststellen und beheben.

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Prima, leider kann man jedoch beobachten, dass gerade viel mehr neue Verbrennerautos gekauft werden als eAutos und auch noch Öl- und Gasheizungen erneuert werden, während viele Heizungsbauer noch nie eine Wärmepumpenheizung installiert haben und die Lieferzeiten gerade hoch sind. Die Preise für PV Module scheinen in den letzten Monaten auch gestiegen zu sein, nachdem sie ja jahrelang langsam gefallen sind.

Ach, ich denke, irgendeine ökologische Nische für Menschen wird es schon noch irgendwo geben. Die Frage ist daher für wieviele, und ob die in der Lage sein werden, noch irgendeine Art von Zivilisation über Steinzeitniveau aufrecht zu erhalten.

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Ich möchte nicht pedantisch sein. Aber bei bei Netto Null wäre die Erde schnell tiefgefroren. Zum Glück bewahrt uns der Treibhauseffekt davor. Wir dürfen den natürlichen Effekt halt nicht verstärken

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Hallo Rainer,

ich habe noch eine andere Lösung zur Minderung der Temperatur über bewohntem Gebiet gefunden. Sie kostet, wenn man sie politisch beschließ, fast nichts, und könnte die Temperatur über der Landfläche innerhalb von ca. 50 Jahren dauerhaft um ca. 0,5 °C senken. Die mittlere Temperatur z.B. über dem deutschen Staatsgebiet liegt ja schon um ca. 1,7 °C über dem Wert von 1880. Wenn man davon 0,5 °C subtrahieren könnte, wären wir immerhin „erst etwa beim globalen Mittel“.

Ich wohne in der Nähe des Harzes und sehe gerade zu, wie durch zwei trockene Sommer ganze Berge jetzt schon im Mai grau werden.

Das notwendige Niveau um die Sache zu verstehen liegt etwa auf dem der 10. Klasse eines heutigen Gymnasiums.

Ich würde Dir die Beschreibung und Berechnung dazu gerne zusenden.

Gerne kannst Du mir dazu Deine E-Mail-Adresse senden.

Meine lautet laborbauhaus@online.de

Warum so geheimnisvoll? Worin besteht denn diese billige Lösung?

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Lieber rph,

es gibt keinen Grund für Geheimnisse. Diese spezielle Lösung wird erst verständlich, wenn man den Treibhauseffekt sowohl qualitativ als auch mit einem einfachen Modell quantitativ verstanden hat. Dazu braucht man etwa 6 bis 8 Stunden.

Dann versteht man die Lösung.

Würden Sie sich ggf. zu erkennen geben?

Viele Grüße

Du gibst dich hier aber trotzdem extrem geheimnisvoll… Wie wäre es, wenn du die Grundpfeiler deiner Idee, gern auch mit den physikochemischen Eckdaten, erläuterst statt dich in Andeutungen auf dem Niveau „das versteht ihr eh nicht“ zu ergehen?

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So viel zu mir: Ich habe Physik studiert mit Meteorologie im Nebenfach. Aber hier im Forum gibts doch Experten für alles Mögliche. Da musst Du doch keine Angst haben, Perlen vor die Säue zu werfen.

(Mir fällt dazu dieses Zitat ein
„Ich habe einen wahrlich wunderbaren Beweis dafür gefunden, aber der Rand hier ist zu schmal, um ihn zu fassen“

und eine Menschheit, die nachher hunderte Jahre gebraucht hat, um den wunderbaren (?) Beweis zu finden. )

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Und wenn es was technisches ist, kann mit Maschinenbau dienen und habe die letzten 12 Jahre in der industriellen Energietechnik gearbeitet und halte das ein und andere Patent.
Wir freuen uns auf einen frischen Ansatz!

Den Ansatz finde ich ganz interessant. Allerdings ist mir noch nicht ganz klar wie man sicherstellt, dass die Säcke nicht infolge von normalen Stürmen von Sand bedeckt werden.

Auch hier werden interessante Techniken besprochen. Leider wurden Forschungsvorhaben in kleinem Stil in der Vergangenheit immer wieder von Klimaschützern blockiert. Dabei müsste man jetzt forschen um in 15-20 Jahren Backup-Lösungen zu haben falls die Menschheit sich nicht ausreichend zu der Energiewende durchringen kann.

Nenne bitte Forschungsvorhaben zum Klimaschutz, die von Klimaschützern blockiert wurden.

Es handelt sich, wie in Post und Quellen ersichtlich, um Geo-Engineering ,nicht Klimaschutz.

Ein Forschungsvorhaben, das infolge des Drucks von Unwelt- und Klimaschützern abgesagt werden musste, ist das ScoPEx Programm der Harvard University.

Es handelt sich, wie aus deiner Quelle „Deutschlandfunk“ hervorgeht, um Geo-Engineering mit dem Ziel des Klimaschutzes. In dem Deutschlandfunk-Beitrag werden auch schwerwiegende Gründe angeführt, die zum Stopp von Forschungsvorhaben führen können. Deine Aussage über die Forschungsblockaden von Klimaschützern ordne ich insofern als tendenziös und irreführend ein.

Aus deinem Link „Deutschlandfunk“, s.o. :
"Neben den physischen Nebenwirkungen des Geoengineerings gibt es auch erhebliche Zweifel, ob die Menschheit überhaupt in der Lage ist, ein solch mächtiges Instrument zu händeln: Könnte man sich auf diesem Planeten überhaupt einigen, wann und wo wie viele Partikel ausgebracht werden? Auf welche Temperatur der Planet eingestellt werden soll? Und nicht zuletzt: Würde das Geoengineering nicht dazu führen, dass zumindest einige Länder und Regierungen den Klimaschutz nicht mehr ernst nehmen und lieber den bequemen Weg einer technologischen Lösung wählen? „Ich sage ja gar nicht, dass das eine Lösung des Problems ist“, entgegnet Frank Keutsch, „sondern eher eine Art Schmerzmittel, das man bestenfalls temporär einsetzen könnte.“

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Ein Problem davon ist, dass das Zeug dann entweder in der Atmosphäre bleibt (wollen wir nicht) oder nicht bleibt (dann geht die Erwärmung wieder weiter, weil das zum vorherigen Gleichgewicht führt). Daher ist CO2-Removal (gerne technisch, nicht nur Pflanzen) meiner Meinung nach die bessere Alternative - und man kann es auch noch als potenzielle Quelle für E-Fuels nutzen. Ich verstehe nämlich die Klimaschützer durchaus. Wenn es sich so anhört, als könnte man später eh alles reparieren, sinkt die Motivation jetzt zu handeln.

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Das könnte schneller passieren als uns lieb ist wenn wir unsere Konflikte nicht friedlich lösen. Stichwort nuklearen Winter.

Prinzipiell sollte jeder, der glaubt eine genial einfache Lösung gefunden zu haben für ein komplexes globales Problem, sich imho vielleicht zu allererst selbst hinterfragen, ob man tatsächlich eine Art Einstein ist, und die Tausenden Wissenschaftler weltweit, die sich mit dem Thema beschäftigen, alle blöd, oder ob vielleicht andere Leute die Idee auch schon hatten, und dabei evtl. auf Probleme gestoßen sind, die man selber einfach mit seinem beschränkten Wissen nicht überblickt.

Falls es dabei um Geoengineering in Form der Veränderung der Albedo der Erde geht, wird das selbstverständlich auch im derzeitigen IPCC-Bericht aufgegriffen.

Ich höre z.B. einigermaßen regelmäßig den Podcast „Das Klima“ von Florian Freistetter und Claudia Frick, die dort wöchentlich kapitelweise den 6. Sachstandsbericht präsentieren, und da war das auch bereits mehrfach Thema, u.a. in Folge 18.

Kurze Zusammenfassung: It’s complicated, und man sollte das besser erstmal nicht machen. Das Klima ist halt keine einfache lineare Geschichte, wo man an einem Thermostat die globale Temperatur gleichmäßig hoch oder runter drehen kann. Wir sehen ja jetzt schon das Phänomen, dass die globale Erwärmung in der Nähe der Pole augenscheinlich stärker abläuft, als am Äquator, was sich mit der Reduktion der stark reflektierenden arktischen Eisflächen sicher nicht einfach wieder einpendeln wird. Der Temperaturunterschied zwischen Tropen- und Polarregion ist aber ein wichtiger Antrieb für die globalen Winde, und es gibt wohl Anzeichen dafür, dass der Jetstream dadurch bereits beeinflusst wird, und wir deswegen auch in gemäßigten Breiten zukünftig längere Hitze- und Dürreperioden, aber auch Kälteeinbrüche und Starkregenereignisse bekommen.

Und so könnten dann ausgiebige Geoengineering-Projekte in der Sahara u.U. dazu führen, dass in Indien der Monsun nicht mehr stattfindet und es zu extremer Dürre kommt o.ä.

(Bin kein Experte, gebe nur in etwa wieder, was ich so behalten habe.)

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Netto 0 Emissionen bedeutet, dass alle CO2 Eimissionen aus fossilen Brennstoffen gestoppt werden und der CO2 Gehalt in der Atmosphäre auf den derzeit 420ppm verharren würde und damit auch die Durchschnittstemperatur von ca. 1,2Grad über dem Mitteil vor der Industrialisierung. Die derzeitige Häufigkeit und Schwere von Klimadesastern (Canada ~50 Grad 2 Wochen, Ahrtal, Indien ~50 Grad schon im Mai, …) würde bleiben.

Eine Reduzierung des derzeitigen CO2 Gehalts von 420ppm ist sehr schwierig und würde Netto 0 Emissionen und zB eine massive Aufforstung von Wäldern (zB von Feldern für Tabak und Schweinemastsoja) sowie eine Wiedervernässung von Mooren und weiteres erfordern.

Leider nimmt der CO2 Gehalt derzeit weiter schnell zu und damit die mittlere Temperatur und damit einhergehend die Häufigkeit und Schwere von Klimadesastern.und die Kernfrage ist immer noch: laufen wir auf 2 oder 3 oder mehr Grad Temperaturerhöhung zu und damit viel häufigere und viel schwerere Klimadesaster als sich die meisten heute vorstellen können…
bis dann vielleicht ein globales Umdenken erfolgt, obwohl dann lange eine hohe Häufigkeit und Schwere von Klimadesatern bleibt.

Bei geoengineerign a la CCS (carbon capture & storage) ist mittlerweile die Frage nicht mehr ob, sondern wie und wann genau (IPCC). Ohne CO2 removal ist das 1.5°C Ziel nicht mehr zu erreichen.

Habe mal ein wenig im Internet gesucht und heute nochmal einen Teil des Interviews mit Birgit Knopf gehört in „Jung und Naiv“.
Generell scheint es so zu sein, dass die Ansätze von „Netto 0“ und CO2-Budget ihre „Fans“ haben.
Zumindest in meiner Wahrnehmung ist es so, dass das IPCC den Budget-Ansatz verfolgt. Habe auf Basis der vor ca. 1 Jahr veröffentlichter Papiere selber ein paar Berechnungen angestellt um den Ansatz verständlich aufzubereiten.
Netto 0 scheint mir eher ein Politik-basierter Ansatz zu sein. Kernpunkt ist dort ja oft: im Jahr 2040 sind wir CO2-neutral. Das ist schick, weil die meisten Politiker bis dahin emeritiert sind, und es lässt sich einfach erklären.

Von wem stammt denn deine Definition?

In diesem Zusammenhang auch noch ein Hinweis aus dem Interview mit Birgit Knopf, die u.a. stellv. Vorsitzende des Expertenrats für Klimafragen ist. Sie hat geschildert, dass Politiker mit max 1 Seite A4 informiert werden können. Mehr wird nicht gelesen.

Wenn ich jetzt noch daran denken, wie komplex das GHG Protocol ist und wir kompliziert die IPCC Berichte, dann haben wir ein großes Problem die Themen verständlich zu kommunizieren.
Das ist auch insofern von Relevanz, weil heute halt die Pfadfinder Müll in der Landschaft aufsammeln und ihnen erklärt wird, sie tun etwas für den Umwelt (und Klimaschutz).
Oder wenn ich daran denke, wie ich versuche Managern Scope 1, 2 und 3 zu erklären. Oder wie viel Aufwand in den Industrieverbänden getrieben wird um die Berechnung eines Product Carbon Footprints zu berechnen.