Die werden nicht herausgerechnet, die werden gar nicht erst einberechnet. Die haben (aus irgendwelchen unerfindlichen Gründen) die Hospitalisierungsinzidenz so definiert, dass dem zugrunde nicht der Tag der Einlieferung liegt, sondern der Tag der „Erkrankung“ (= Datum des positiven PCR-Tests bzw. dessen Meldung ans Gesundheitsamt, wie bei der herkömmlichen Inzidenz).
Das bedeutet, der 7-Tage-Hospitalisierungsindex von heute, dem 27.11., setzt sich zusammen aus all denjenigen, die vom 19.–26.11. positiv getestet wurden und in der Folge ins Krankenhaus eingeliefert wurden.
Alle von denen, die erst ab morgen ins Krankenhaus eingeliefert werden, sind dort dann logischerweise aber noch gar nicht drin. Das RKI erhält natürlich in Zukunft entsprechende Meldungen und pflegt die auch korrekt ein, und es ist ohne weiteres möglich, in 3 Wochen festzustellen, wie hoch die Hospitalisierung heute tatsächlich ausgefallen wäre, (nämlich vermutlich mindestens doppelt so hoch,) aber für die Maßnahmen zählt eben heute der Index von heute, und morgen zählt der von morgen, der genauso absurd berechnet wird, usw.
Hier wird das einmal grafisch dargestellt:
Und in diesem Thread wird die Berechnung, und warum ein Großteil der Fälle da einfach raus fallen, nochmal detailliert erklärt:
Und was den Sinn dieser Berechnungsmethode angeht, kann man natürlich entweder davon ausgehen, dass das irgendjemand in irgendeiner Behörde in Eile zusammengestümpert hat, weil die Politiker „bis morgen“ eine Definition haben wollten. Oder man betrachtet das im Kontext, dass diese „Hospitalisierungsinzidenz“ ja sowieso nur deshalb eingeführt wurde, weil die vorher maßgebliche Infektionsinzidenz den Politikern permanent zu hoch war, ihnen dauernd ihre selbst gewählten Grenzwerte gecrasht und damit zu Handlungen gezwungen hat, und man deswegen jetzt stattdessen ganz gerne eine komplett nichtssagende Zahl hat, die immer schön niedrig aussieht.