Herdenimmunität und Kinder

Was mir zu Herdenimmunität noch aufgefallen ist. Aktuell Wird der Impfstoff erst ab 18 Jahren zugelassen. Alles was ich finden konnte geht man dabei auch davon aus, dass vor 2024 nicht genug getestet wurde um ihn für Kinder zu zu lassen. Macht schon mal gut 20% der Bevölkerung die nicht geimpft werden kann egal ob sie will oder nicht.
Wenn dann alle anderen Geimpft sind ist es essentiell wichtig, dass in Schulen keine Ausbreitung stattfindet. Vielleict ist auch das ein Grund dafür warum viele darauf beharren, dass in Schulen keine Übertragung stattfindet bzw warum sie da nicht stattfinden darf. :wink:
Wenn der Rest erstmal geimpft ist und alle lockdowns aufgehoben werden durchseuchen wir also erstmal unsere Kinder.
Ist ein Aspekt der meiner Meinung nach momentan etwas zu kurz kommt.

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…hinzu kommen ggf. alle schwangeren und stillenden Frauen. Da gehen die Angaben, ob impfen zulässig, möglich oder empfehlenswert ist nach meiner Kenntnis auseinander.

Habe an anderer Stelle erfahren, wie es mit den Studien steht.


Da geht es um 12-17 Jährige und die läuft bis Juni 2022. Es ist also nicht ganz so aussichtslos. Bei der erwachsenen Studie ging es ja auch schneller. Vielleicht liegen da, durch die für so eine Studie „guten“ Rahmenbedingungen, schon früher Ergebnisse vor. Dadurch, dass die Pandemie läuft, haben sich ja auch bei den Erwachsenen schnell die nötige Anzahl der Infizierten in der Placebo Gruppe gefunden. Dann können wir wenn die normalen Leute an der Reihe sind, vielleicht auch mit Kindern beginnen.
Ist also nicht ganz so Schlimm wie ich ursprünglich dachte.

ich bin mir nicht sicher, ob die Annahmen stimmen. Es gibt schlichtweg keine Studien über die Verträglichkeit des Impfstoffs bei Kindern. Offen ist zB die Frage, ob sie die gleiche Menge Impfstoff benötigen oder weniger als Erwachsene. Für die Zulassung wurden Erwachsene und gesunde Menschen ab 16 herangezogen. Zudem haben Kinder auch seltener einen schweren Verlauf. Alles schön in diesem Video erklärt.

Spannend in dem Kontext ist eigentlich nur die Frage, ob das Virus endemisch wird - dann müsste man sich bei Kindern ohnehin Gedanken machen, wie man damit umgeht. Dazu hat sich Prof. Drosten in der aktuellen Folge des Corona-Virus Updates (S. 17) geäussert.

Ich stelle mir eine ähnliche Frage…

Die Bundesregierung geht davon aus, dass rund 60 – 70 Prozent der Bevölkerung immun sein müssten, um eine Herdenimmunität zu erreichen.

Die Impfbereitschaft liegt bei ca. 50% ja / 20% nein / 30% vielleicht.

13,5 Mio unter 18-jährige, dazu Patienten mit Vorerkrankung und Schwangere/Stillende können vorerst nicht geimpft werden. D.h. beim Rest der Bevölkerung müssten wir eine Impfbereitschaft von ca. 80% erreichen, um das auszugleichen. Wie können wir das schaffen?

Dass bei 70% Impfung eine Herdenimmunität herrscht, ist denke ich eine Fehlinterpretation die oft verbreitet wird. Drosten hat das in einer der ersten Folgen erklärt: Bei einem R ohne Maßnahmen von 3 müssen 66% geimpft sein, damit ohne jegliche Maßnahmen die Pandemie abklingt, d.h. der effektive R-Wert ohne weitere Maßnahmen außer Immunität dann unter 1 liegt. (Formel: 1-1/R_basis) Das heißt aber nicht, dass bei 70% Impfung der Rest sicher ist. Vorbei ist es wohl eher erst wenn 95% immun sind. Dann sind die restlichen 5% auch so geschützt weil sie niemals jemanden treffen der ansteckend ist.

Update: Es war in Folge 4 von Coronavirus-Update. Siehe „Der Weg zur Herdenimmunität“.