Hat der Fussball Sonderstatus?

Hallo zusammen,

ich bin immer noch sprachlos darüber, dass das Fußballländerspiel der Nationalmannschaft trotz 5 positiver Tests im Kader der ukrainischen Mannschaft stattfinden durfte. Und nun, nachdem nachträglich 2 ukrainischen Spieler positiv getestet wurden, die am Samstag zum Einsatz kamen, das Länderspiele diese Woche gegen Spanien trotzdem stattfinden wird, anstatt eine Quarantänepflicht für die deutsche Nationalmannschaft durchzuführen…Wie es jedem anderem Menschen in Deutschland in so einem Fall auferlegt worden wäre.
Ich habe versucht, nach plausiblen Antworten für das „GO“ vom Gesundheitsamt Leipzig am Samstag zu suchen. Vergebens! Eher fühle ich mich momentan von der Regierung verarscht.
Ich bin mir bewusst, dass es das Virus gibt und welche Gefahr es für die Gesellschaft darstellt. Daher bin ich auch für Einschränkungen, Maßnahmen und Regeln, um die Pandemie einzudämmen. Doch dann aber bitte mit Einschränkungen, Maßnahmen und Regeln für alle!!!
Wie kann es also sein, dass trotz positiver Tests, keine Quarantänepflicht verhängt wird. Mir ist bewusst, dass es offiziell ein „wahnsinnig effizientes und unglaublich ausgefeiltes Hygienekonzept“ für Spieler und Betreuer gibt. Trotzdem können Abstand und Dauer niemals eingehalten werden (z. B. auf dem Trainingsplatz), um nachvollziehbar den weiteren Teammitgliedern eine Quarantänepflicht zu erlassen. Wie es mittlerweile für den Rest der Gesellschaft in Deutschland durch Verordnung verhängt wird und bei nicht Einhaltung mit rechtlichen Konsequenzen gedroht werden, die bis zu einer Haftstrafe führen können.
Nachdem jetzt sogar unmittelbar nach dem Spiel, 2 Spieler der Ukraine positiv getestet wurden und die Nationalmannschaft trotzdem nach Spanien fahren darf, ohne in Quarantäne zu müssen, bin ich wirklich dabei, den Glauben an unsere Regierung zu verlieren.
Mit Spanien und dem Hinspiel gegen die Ukraine, scheinen auch hier Regierung und Gesundheitsämter beide Augen so fest wie möglich zu verschließen, obwohl es um Reisen in Risikogebiete geht.
„Vor nicht notwendigen Reisen wird derzeit abgeraten“, so steht es auf der Seite des Auswärtigem Amtes für die als Risikogebiete eingestuften Länder. Darunter auch Spanien und Ukraine! Gilt dies für jeden, außer für Fussballer? Oder ist ein belangloses Testspiel vor leeren Rängen eine unaufverschiebbare Dienstreise? Oder muss der DFB unbedingt noch auf seine 40 Länderspiele in 4 Jahren kommen, um einer Vertragsstrafe gegenüber TV-Sendern wie RTL zu entgehen? Egal, welcher der Punkte zutreffen sollte, es macht mich als Fussballfan einfach wütend.
Dann kommt noch der Punkt „Engpässe in Laboren“ hinzu. Mittlerweile werden, um den Regelbetrieb im heiligen Fussball aufrecht zu erhalten, 2-3 Testungen des gesamten Teams aller 56 Mannschaften der ersten drei Profiligen pro Woche durchgeführt. Ein Kader+Betreuer hat, sehr freundlich geschätzt, circa 35 Mitglieder, die getestet werden. Das 3 mal die Woche macht 105 Tests. Bei 105 Tests pro Mannschaft auf 56 Mannschaften macht das 5.880 Tests pro Woche.
Knapp 6.000 Tests pro Woche trotz absolut überfüllter Labore. Bis zu 7 Tage kann mittlerweile das Ergebnis für einen PCR-Test dauern. Aber für den Fussball sind ausreichend Kapazitäten vorhanden?
Wieso wird der Alltag teilweise komplett runtergefahren? Existenzen durch Schließungen von Restaurants, Bars,Theater etc. gefährdet und der Schulbetrieb und Universitätsbetrieb runtergefahren, für was? Damit der Fussball am Laufen gehalten werden kann???
Absolut falsches Zeichen unserer Regierung!
Vielleicht könnt Ihr das in der nächsten Lage beim Corona Thema mit ansprechen. Vielleicht habt ihr eine Antwort auf den Sonderstatus des Fußballs. Oder vielleicht auch einen Hörer.

Quellen:

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So sehr ich deine Aufregung verstehe (und sie teile), die Antwort auf die Frage im Titel ist ein klares „Nein“!
Der Fußball ist für diese Vereine kein Hobby, sondern ihre Arbeit, und Arbeit ist von den meistens Maßnahmen befreit.

Schau dir mal hier im Forum (oder sonstwo) die Berichte aus unseren Schulen oder Betrieben oder einzelnen Amtsstuben an. Auch da reicht ein positiver Corona-Test häufig nicht, um ganze Klassen nach Hause zu schicken.

Die Notwendigkeit von Dienstreisen wird in allen Unternehmen von den Unternehmen selbst entschieden. Mit ähnlich absurden Entscheidungen.

Das wäre für mich tatsächlich noch ein guter Grund.

Der Schulbetrieb wird ganz und gar nicht runtergefahren; erst, wenn es gar nicht mehr geht, werden Klassen getrennt oder mal auf Remote-Unterricht umgestellt.

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Es sei denn die Betroffenen sind in irgendeiner Form Bühnenkünstler oder Kulturschaffende? Die Frage nach dem Sonderstatus finde ich bei dem Vergleich ganz treffend.

Ich glaube mittlerweile eher, man könnte den Fußballern nicht die Umsatzeinbußen bezahlen, wie man es bei Gastronomie und Soloselbständigen tut, weil da ganz andere Summen dahinterstehen. :roll_eyes:

Auf einem Spielfeld stehen weniger Spieler als in einem üblichen Restaurant Menschen sitzen - man bedenke vorallem den Unterschied in der Fläche in beiden Situationen. Ich finde die Unterscheidung daher nicht ganz an den Haaren herbeigezogen. Zumal man Fußballmannschaften quasi als Infektionsgemeinschaften betrachten könnte und daher quasi 2 Haushalte aufeinandertreffen. Fair dem Freizeitsport ggü. ist das nicht, aber dort sind nunmal auch größere Teile der Bevölkerung engagiert als in professionellen Fußballvereinen. Soweit ich weiß, räumt man Spitzenkadern anderer Sportarten aber tatsächlich weniger Freiheheiten ein.

Ich finde drohende Vertragsstrafen als Begründung den reichen Fussball (DFB) laufen zu lassen ziemlich Frech, wenn bei Selbständigen die Begründung von Existenzbedrohungen nicht gelten.
Und bei mir wird der Universitätsbetrieb soweit runter gefahren, dass Laborversuche nicht stattfinden, manche Vorlesungen nur mit sehr geringen zahlen an Studenten zugelassen werden (trotz online), Prüfungen auf die nächsten Semester verlegt werden und ich dadurch länger brauche für meinen Abschluss. Bei Dienstreisen hast du recht, hier geht es aber auch einfach um die Symbolik, um ein Zeichen zusetzten.

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Um das zu umgehen, könnte man vielleicht Ausgleichszahlung nur bis zu einer bestimmten Gehaltsklasse bzw Vermögen tätigen, mit der Begründung, dass diese nicht da sind um den Luxusstandard mancher Menschen zu erhalten sondern nur um Menschen in dieser Zeit vor dem Bankrott zu bewahren. Und wenn dann Fussballer auf 3-4 Monatsgehälter verzichten müssen, finde ich das zum Wohl der Allgemeinheit, um durch so seine schwere Zeit zu kommen durchaus vertretbar

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Aber Fussball ist ein Kontaktsport und kein Sport wo jeder mit 2-3 Meter Abstand auf seiner Matte bleibt und diesen Abstand auch über 90 Minuten einhält. Und grade beim Sporttreiben wird mehr Speichel, Luft und damit auch Viren von einzelnen Personen in die Umgebung befördert.
Wenn dies zwei Haushalte sind, dann müsste doch zumindest jedes mal, wenn eine Person aus einem Haushalt (Kader/Mannschaft) positiv getestet wurde, der ganze Haushalt in Quarantäne?Also quasi jedes Wochenende mind. eine neue Bundesligamannschaft. Dies gilt aber anscheinend nur für alle restlichen Haushalte in Deutschland.

Oder jede Woche eine ganze Schulklasse, in der ein infiziertes Kind auf engem Raum mit 30 anderen Kindern gesessen hat und (bestenfalls) alle 20 Minuten gelüftet hat. Passiert auch nicht.

Ich bin nicht ganz sicher, gehe aber davon aus, dass Bühnenkünstler weiterhin proben und ihre Vorstellung vor Kameras aufführen dürfen.

Du sagst hier „Selbstständige“ und erzeugst damit das Bild vom armen Handwerker um die Ecke. Der darf aber in den allermeisten Fällen weiter nahezu uneingeschränkt arbeiten.
Genau wie der Bürobetrieb, dessen Chef auch nach einem halben Jahr Pandemie zu faul oder zu stur oder schlicht unfähig ist, seine Angestellten ins Homeoffice zu schicken. (Berichte gibt’s hier und sonstwo genügend.)

Und das mit dem „reichen Fußball“ ist bei den Vertragsstrafen relativ zu sehen, denn die dürfen entsprechend happig sein, da die Einbußen eben auch schnell gigantisch sind.

Der These von der Sonderstellung des Fußballs widerspreche ich deshalb, weil ganz viele Branchen ebenfalls nahezu unverändert weitermachen dürfen. Restaurants und Theater mit Betriebsverbot sind eher die Ausnahme als die Regel.

Ich gebe dir zu großen Teilen Recht, aber wir versuchen jetzt mit Logik zu erschließen, warum Corona-Maßnahmen sinnvoll sein könnten und warum im Einzelfall dieses oder jenes zu viel oder zu wenig erlaubt ist. Da kann man doch nur scheitern, denn das ist logisch nicht greifbar und zwar weder die staatlichen noch die privaten Maßnahmen. Egal, wo man politisch steht, die inkonsistenz der Regularien in allen sie betreffenden Bereichen ist nunmal ein Fakt.

Was ich damit sagen will: Wir sollten mal einen Schritt zurücktreten und uns fragen: Lohnt es sich wirklich darüber zu diskutieren, ob prof. Fußball u.U. zu viel darf?

Unabhängig vom Fußball: Also ich kann nur aus meiner Erfahrung aus Laienchören sprechen. Unsere Konzerte im März und November wurden jeweils kurzfristig abgesagt. Wir dürfen im November nicht proben (weder drinnen noch draußen, egal ob mit „zulässigem“ Hygienekonzept oder ohne). Die reservierten Termine in Konzerthaus und Philharmonie können wir entsprechend nicht nutzen - wurden zwei Jahre im Voraus gebucht. Alle bereits gekauften Karten müssen erstattet werden. Gekaufte Noten wandern ins Archiv und bereits gebuchte Werbeanzeigen laufen ins Leere. Die engagierten Solisten, Orchestermusiker sowie der Dirigent erhalten keine Gage oder höchstens einen Bruchteil dessen - da greift hoffentlich die Novemberhilfe für Soloselbständige und bewirkt einen kleinen Ausgleich.

Zum Thema „Proben und vor Kameras Aufführen“: Wo sollten größere Ensembles proben und aufführen? Woher kommt die Technik und das Know-how für Videoaufnahmen geschweige denn dessen kommerzielle Verbreitung? Es mag bei den Berufsensembles durchaus anders sein, aber das sind vergleichsweise wenig im Kulturbereich. Tut zum Vergleich zum Fußball auch nichts zur Sache, aber ich wollte da noch mal einhaken. :wink:

Vermutlich nicht, aber das Unverständnis (und ehrlicherweise auch der Neid) bleibt umso mehr. Der Vergleich zum prof. Frauenfußball wäre hier auch mal SEHR interessant, wo wir schon mal angefangen haben. :wink:

Also keine berufliche Tätigkeit? Oder meintest du „Laienchor“ anders? https://de.wikipedia.org/wiki/Laienchor

Und keine Probe, sondern ein mit Zuschauern besetzter Saal (wenn auch ausgedünnt).

Es ist ja auch nicht euer Job!

Genau wie Fußballvereine ihre Stadien nicht für Spiele mit Zuschauern nutzen können.
Aus deinem Post geht leider nicht hervor, ob „die reservierten Termine“ sich auf Proben oder Konzerte beziehen. (s.u.)

Ah, Menschen, die das beruflich machen, werden also für ihre Ausfälle entschädigt. :wink:

Okay, das beantwortet meine Frage von oben.

Das wäre in der Tat mal interessant. Aber Vorsicht! Im Frauenfußball wird so wenig verdient, dass viele Spielerinnen nebenbei noch andere Jobs haben. :wink:

Worum es mir ging:

Arbeit mag von den meisten Maßnahmen befreit sein, Bühnenkunst und auch die Gastronomie stellen hier aber Ausnahmen dar.

Wie in meinem Beispiel dargestellt, können Bühnenkünstler die in größeren Gruppen proben, dies nicht tun, weil sie aus verschiedenen Haushalten stammen. Ausnahme bilden hier u.U. Berufsensembles, ist mir aber nicht bekannt. Ihre Vorstellung können sie aus demselben Grund auch nicht vor Kameras aufführen und weil die Räumlichkeiten nicht genutzt werden dürfen. Konzerthäuser und Theater wurden ja geschlossen. Macht auch ohne Probenmöglichkeit wenig Sinn. Hinzu kommt, dass man für die Filmerlaubnis in Konzerthäusern empfindliche Zusatzgebühren zahlen muss, die man ohne Zuschauer kaum ausgleichen kann.

Nein, aber die finanzielle Existenz anderer hängt von meinem „Nicht-Job“ ab: Chorleiterinnen und Korrepititorinnen in meinem Fall.

Aber sie dürfen dort spielen/trainieren. Das dürfen die Kulturschaffenden nicht, weil es drinnen ist und/oder weil es sich um unterschiedliche Haushalte handelt.

„Hoffentlich“ und wenn die Hilfsgelder ausreichen. Andererseits wurden von deren Seiten mehrere Monate Arbeit investiert, die 75% eines durchschnittl. Monatsumsatzes nur ansatzweise ausgleichen können.

Das macht es wirklich nicht besser.

Grundsätzlich ist der „Normstatus“ dass diverse Bereiche von den Einschränkungen betroffen sind. Im gewerblichen Bereich werden diese finanziell entschädigt. Beim Fußball wird stattdessen großer Aufwand betrieben, um die Einschränkungen zu umgehen und trotzdem ein passables Maß der Risikobegrenzung sicherzustellen. Deshalb würde ich das gerade im Vergleich zu anderen Bereichen wie Kultur und Bühnenkunst immer noch als Sonderstatus bezeichnen.

Der Satz ist wunderbar vage gehalten, sodass er zwar richtig ist, aber nicht so, wie du ihn (wohl) gemeint hast.
Ja, es gibt Einschränkungen in fast allen Bereichen.
Ja, diverse (i.S.v. „einige“) Bereiche sind betroffen. Manche mehr, manche weniger. Ich würde fast soweit gehen zu sagen, dass sogar alle Bereiche irgendwie betroffen sind. (Übrigens auch der Fußball!)

Der „Normstatus“ ist jedoch, dass die meisten Bereiche nur solche Einschränkungen hinnehmen müssen, die ihren Betrieb weiterhin ermöglichen. Das beginnt bei Handwerkern, die mit Maske zusammen in ihrem Fahrzeug zur Baustelle fahren dürfen, geht über Fleischbetriebe (die selbst im Sommer große Ausbrüche hatten) und endet bei (bereits erwähnten) Großraumbüros mit Home-Office-Weigerung. Und damit das ganze funktioniert, halten wir auch noch die Schulen offen.
Nach deren Sonderstatus wird aber nirgendwo gefragt. (Okay, doch, der Sonderstatus der Schulen wird häufig kritisiert.)

Hier werden einfach zwei Branchen (Fußball und Chöre) herausgegriffen, verglichen und dann festgestellt, dass die besser gestellte Branche einen Sonderstatus hat. Um einen gesellschaftlichen Sonderstatus zu identifizieren, müssen wir jedoch alle Bereiche betrachten.

Der tatsächliche Sonderstatus (im negativen Sinne!) liegt also bei den von dir erwähnten Bühnenkünstlern und Gastronomen, Kinos etc, denen ihr Geschäftsbetrieb tatsächlich vollkommen untersagt wurde.

Äh, doch. Die vielleicht 100 Profimannschaften im deutschen Fußball (inkl. deren Nachwuchsteams) sind eben die Berufsensembles unter mehr als 100.000 Mannschaften insgesamt, die auch weder trainieren noch spielen dürfen.

Du magst es generell ungerecht finden, aber die erwirtschaften eben genug Geld um die Technik und die Stadien und beinahe tägliche Coronatests für alle Beschäftigten usw. zu finanzieren. Weil Hunderttausende Leute sich das im Bezahlfernsehen ankucken und dafür Unsummen an Geld bezahlen.

Ich komm mal von meinem sehr speziellen Beispiel und den Begrifflichkeiten Normstatus und Sonderstatus weg, weil ich merke, dass das wirklich nicht passt. Könnte man nicht auch sagen: Einige Bereiche werden nur soweit eingeschränkt, dass sie trotzdem den Betrieb aufrechterhalten können und andere werden geschlossen und dafür (finanziell) entschädigt?

Den Sonderstatus sehe ich (völlig subjektiv) in dem Aufwand, der für den Fußball betrieben wird, um diesen „arbeitsfähig“ zu halten und nicht entschädigen „zu müssen“. Mit Aufwand meine ich nicht mal den finanziellen Aufwand - den kann der Profifußball im Gegensatz zu anderen Branchen ob mit oder ohne Zuschauer locker selber stemmen - sondern auch all die Ausnahmeregelungen, die hier offenbar eingerichtet wurden, und auch die Testkapazitäten.

Die wirkliche Ungerechtigkeit sehe ich eher darin, dass im Fußball Training und Spiele auf Grundlage von Testergebnissen ermöglicht wird (wie auch in der Reisebranche) während das in anderen Bereichen wie Kultur nicht erlaubt wird. Dass das selber finanziert werden muss und das am Ende sowieso nicht jeder kann, verstehe ich schon und ist in unserem kapitalistischen System leider logisch. Es gibt eine endliche Menge an Testkapazität und es muss irgendwo geregelt werden, welche Branchen diese nutzen dürfen. Aber ich finde es in meiner subjektiven und naiven Bubble einfach immer noch und immer wieder unglaublich, dass es nicht halbwegs gerecht verteilt wird, sondern ausschließlich nach Lobby entschieden wird. Unabhängig vom Kulturbereich könnte man die Testkapazitäten stattdessen auch für Schulen, Altenheime, Flüchtlingsunterkünfte usw. nutzen. Dass die Lobby für Fußball größer sein soll als für Kultur, Jugend und Pflegebürftige sagt viel über unsere Politik und Gesellschaft.

Schön wär’s - wirklich, das würde ich mir sehr wünschen - aber das ist leiderleider nur die halbe Wahrheit (vielleicht sogar noch weniger) - da sind Millionen Leute, die unfreiwillig und ungefragt diesen maßlosen Zirkus mitfinanzieren müssen.
Ist zwar ein eigenes Thema, aber eine Wechselwirkung mit poltitischen Entscheidungen in aktueller Krisensituation wäre für mich schon denkbar.