Herbert
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Es wurde hier im Forum schon mehrfach (Link1, Link2) diskutiert, dass man in das neue GEG Dinge reininterpretiert hat („Heizungsverbot“), die schon bereits von CDU und SPD so beschlossen waren und dass dieses Gesetz vom Bauministerium dann dem Wirtschaftsminister Habeck angedreht wurde.
Ich hab ein paar Interviews von Habeck im Nachgang an die Nominierung zum Spitzenkandidaten gesehen (bspw. Was nun im ZDF) und ich fand’s wirklich erschreckend, dass er sich offenbar entschieden hat, gegen diese… Verleumdung (?) gar nicht mehr zu kämpfen. Widerspruchslos akzeptiert er das als seinen Fehler.
Im Interview im ZDF habe ich ehrlicherweise Anne Gellinek und Bettina Schausten Absicht unterstellt, also dass sie wissentlich die Unwahrheit darstellen. Wenn ich dann aber den Post von dem geschätzten Kollegen Johannes Hano bei Xitter lese, beschleichen mich Zweifel. Vielleicht sind auch Gellinek und Schausten einfach komplett lost.
KKR hat da ganze Arbeit geleistet. Was ein Medienversagen.
Ich würde mir wünschen, dass die Lage das an geeigneter Stelle im Wahlkampf nochmal thematisiert. Vielleicht kriegen dann noch mehr Menschen als Hano eine Erleuchtung.
(Damit will ich nicht sagen, dass Habeck der geilste Mensch auf Erden ist oder ähnliches. Es geht darum bei den Fakten zu bleiben.)
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Weitere gute Aufarbeitungen dazu
hier
hier
hier
Gesetzentwurf
Selten so ein Medien- und Kommunikationsversagen gesehen
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CB87
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Ich glaube ich habe dies so ähnlich hier schonmal geschrieben. Es gibt bei diesem Thema zwei Ebenen.
Die eine ist die technische Ebene, was in den Entwürfen und im finalen Gesetz wirklich steht, die zweite Ebene ist die politische.
In dieser zweiten, politischen Ebene, stehen die Grüne als absoluter, in Umfragen messbarer, Verlierer da. Das ist nunmal Fakt. Meistens beziehen sich die Fragen auf diese Ebene, und Grüne antworten auf dieser Ebene. Ich bin auch gespannt, ob sich nach den Reden auf dem Parteitag, v.a. von Ricarda Lang, die grüne Haltung ändert, dass man aus der Rolle des um Vergebung bittenden tritt, und endlich zum Gegenangriff übergeht. Lang nannte dies „nicht auch noch die andere Backe hinhalten“.
Generell wird in den meisten Interviews aber nicht nach der inhaltlichen Ebene gefragt, sondern nach der politischen. Und da ist die Antwort Habecks richtig, dass so etwas nie wieder passieren darf.
Zu den Medien:
ja es ist ein absoluter Skandal, hat für mich aber tiefere Ursachen.
Speziell in TV und Radio, aber auch in vielen politischen Podcasts, besteht der Fokus entweder auf Interviews, leider hauptsächlich mit Politiker*innen die jeweils ihren Spin darlegen dürfen, oder es geht um die politische Ebene, wer sagt was, wer verliert, wer gewinnt.
Dies müsste sich ändern. Es bräuchte dringend mehr Formate auf allen Ebenen, die die Fakten, Inhalte, Zusammenhänge darstellen. Gerne auch mit Schaubildern, Diagrammen, … .
Die eigentliche Erklärung, was denn wirklich hinter Gesetzesvorhaben steht, und für mich ist das der Bildungsauftrag der Medien, fällt hinten runter, oder ist in Nerdpodcasts oder hinter Bezahlschranken versteckt.
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TilRq
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Wurde auch hier eingehend diskutiert:
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