Gemeinsam Funklöcher finden: Erste Mobilfunkmesswoche 2025 / Erfahrungsbericht

Ende Mai 2025 veranstaltete die Bundesnetzagentur zusammen mit dem Service-Dienstleister „zafaco GmbH“ die erste Mobilfunkmesswoche.
Mit Hilfe der Breitbandmessung/Funkloch-App der Bundesnetzagentur können Nutzerinnen und Nutzer die Netzverfügbarkeit ihres Mobilfunknetzes erfassen. Die Daten werden von der App anonymisiert an die Bundesnetzagentur übermittelt und später in einer Karte online dargestellt.

https://www.bundesnetzagentur.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2025/20250523_Mobilfunkmesswochen.html

Ich habe diese App in den letzten Wochen verwendet und war zu Beginn recht überrascht, wie einfach und selbsterklärend diese App funktionierte. Leider musste ich aber schnell auch 1-2 negative Punkte feststellen.
Ein zentrales Problem ist die Unmöglichkeit, Funklöcher zu melden, wenn kein Netz vorhanden ist. Dies erscheint widersprüchlich, da die App über GPS dennoch den Standort erfassen könnte. Es wäre technisch naheliegend, dass die App sich diesen Ort merkt und das Funkloch später nachmeldet, sobald wieder eine Verbindung besteht. Diese Funktion fehlt jedoch, wodurch echte Funklöcher unter Umständen gar nicht erfasst werden.

Ein weiteres Problem betrifft die Art der Messung: Die App zeichnet anscheinend lediglich auf, ob grundsätzlich ein Signal vorhanden ist (z.B. 5G, 4G, 3G, 2G oder kein Netz), nicht jedoch dessen tatsächliche Signalstärke. Dies führt dazu, dass an vielen Orten vermeintlich ein 5G-Signal registriert wird, obwohl dieses so schwach ist, dass praktisch nur die Nutzung von z.B. 3G oder in Extremfällen gar keine nutzbare Verbindung möglich ist.

In meinem Fall wurde beim Befahren eines Tals im Harz noch über hunderte Meter eine 5G Signal aufgezeichnet, obwohl es so schwach war, dass es praktisch kein Netz mehr gab. Erst als das sehr schwache 5G Signal auch verschwunden war, zeichnete die App noch über einige hundert Meter „kein Signal“ auf. Da es nun aber keine Netzverbindung mehr gab hörte auch die App einige weitere hundert Meter später auf „kein Netz“ aufzeichnen. Ich konnte somit also keine weiteren „kein Netz“-Messpunkte erfassen egal wie groß das Funkloch noch gewesen wäre.

Mich würden Antworten von der Bundesnetzagentur oder anderen Experten und Expertinnen interessieren warum, die Signalstärke zumindest nicht grob mit abgespeichert wird und warum man Funklöcher nicht nachmelden kann sobald man wieder ein Netz hat.

Haben andere hier in der Community ähnliche Erfahrungen gemacht?

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Ich habe eben versucht die Breitbandmessung am Laptop im Rahmen der Messkampagne mitzumachen. Leider habe ich dann festgestellt, dass die Messung nicht über WLAN funktioniert sondern nur über ein LAN Kabel. Ich verstehe ja, dass die Messung über WLAN sehr störanfällig ist weil der Router zugebaut sein kann etc. Aber wer hat heutzutage noch ein LAN Kabel bei sich rumfliegen. Mein Laptop hat nicht mal mehr einen Anschluss dafür…

Schade! Ein tolles Projekt was wahrscheinlich daran scheitern wird, dass es den meisten Leuten zu aufwändig wird daran teilzunehmen und es somit im Ergebnis keine repräsentativen Daten erheben wird.

Wie soll man denn mobil Funklöcher finden, wenn man an ein Kabel gebunden ist? Sorry, falls die Antwort offensichtlich ist.

Be uns stören Bäume das wlansignal,habe bescheid gegeben und es interessiert keine “Sau”.

Die Kampagne ist vorbei. Worauf beziehst du dich?