Was für dich unsinnig erscheint, ist es für andere vielleicht nicht.

Eine Förderung für die E-Mobilität, richtig. Und da sie mit dem Ausbau an Ladeinfrastruktur nicht nachkommen, werden eben PV-Anlagen gefördert.

Nach meiner Meinung genau richtig.

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Wenn der Ausbau der Ladeinfrastruktur nicht nachkommt, sollte man feststellen, woran es denn liegt. Wenn es am fehlenden Geld bzw. Wirtschaftlichkeit liegt, dann kann man gezielt fördern. Und zwar die Ladeinfrastruktur!

Klingt nach: ich bekomme das eine Problem nicht gelöst, dann löse ich halt ein andres Problem, das es gar nicht gibt.

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Nun ja. Als Elektroautofahrer mit Einfamilienhaus (der von diesem Fördergeld profitieren könnte) lese ich in einem Elektroautofahrer-Forum mit. Und der überwiegende Tenor der Kommentare dort und auch mein eigener Eindruck ist: Was soll das denn? Das Geld könnte man anderswo sinnvoller ausgeben.

Für mich ein klares Symbol, warum die Wirtschaft in Deutschland am Krückstock geht.
Tesla hat sich gedacht: wenn ich Autos verkaufen möchte, muss ich auch auf die Infrastruktur achten und hat einfach mal losgelegt.
Dann sind die Asiaten mit chademo vorgeprescht und Europa, besonders Deutschland wollte lieber CCS, damit den Asiaten der Markteintritt erschwert würde. Um Ladestationen kümmerte man sich trotzdem nicht und warb lieber bei der Politik, dass die sich doch bitte kümmere. Interessenten waren aber nun verunsichert, wer denn jetzt das Rennen machen würde.
Und so passierte: nichts

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Kann sein, dass eine PV mit 15 Jahren RFD möglich ist. That‘s it. Der Speicher oder die Wallbox sind doch nicht wirtschaftlich.
Ist am Ende eine Frage der Kriterien.
Ich würde zb die Förderung von Isolierung oder Fenstertausch nicht fördern. Das ist eh so unwirtschaftlich, dass auch 20% kein Entscheidungskriterium sind. Die Förderung ist also „überflüssig“.
Oder die Umrüstung auf WP. Ist ja gesetzlich geregelt. Durch die Förderung würde keine einzige WP zusätzlich eingebaut. Kann also gestrichen werden.
Bevor ihr über mich herfallt, das sind Beispiele.
Am Ende ist entscheidend, was das Förderziel ist.

Ist das dein Eindruck oder deine Vermutung?
Ich fahre sowohl Tesla als auch andere Marken (Mietwägen). Hatte noch nie ein Problem gehabt eine Ladesäule zu finden. Die Tesla Infrastruktur ist ohnehin außer Diskussion. Kostet übrigens aktuell die Hälfte im Vergleich zum ganzen Rest, die sich auf 60 oder 70 ct eingeschossen haben

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Heute gibt es Adapter. Hätte man sich aber vor 10 Jahren auf einen Standard geeinigt, hätten Interessenten vor 10 Jahren bereits im großen Stil loslegen können. Sogar ein Herstellerübergreifendes Konsortium wäre denkbar gewesen. Elon Musk hat sich dafür auch immer offen gezeigt.

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Klingt wie Förderung von Leuten, die sich das ohnehin alles selbst leisten können. Hätte ich nicht mal was dagegen, wenn genügend Geld für andere „Projekte“ in der Richtung möglich wären, die dann auch den ärmeren Menschen zu Gute kämen. Leider fehlt es dann dort.

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Gestern in unserer Tageszeitung einen Bericht gelesen:

Zitat:
„Doch in den kommenden fünf bis zehn Jahren, wenn die Anlagen nach und nach aus der Einspeisevergütung fallen, erwarten Branchenexperten eine Flut an Solarschrott. Prof. Peter Dold, Abteilungsleiter im Fraunhofer-Center für Silizium-Photovoltaik in Halle, geht davon aus, dass die Menge an Altmodulen bis 2030 von jetzt etwa 10.000 Tonnen auf mehrere 100.000 Tonnen pro Jahr anwachsen wird. IRENA erwartet in Deutschland bis 2030 rund 400.000 Tonnen Solarmüll. Das entspricht etwa 20 Millionen PV-Module.“

Quelle WP am Sonntag, 10.09.2023

Auch ein Aspekt

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Wenn ich 2022 eine PV installiert hätte mit <10kWp und mit MwSt oder Kleingebwebeanmeldung, hätte ich mich auch aufgeregt, als beides gefallen ist. Jetzt bekommt man fast für denselben Endpreis 20kWp.
Dasselbe wenn ich mir ein Auto von dem Spinner gekauft hätte und nach einem Monat kostet die Karre 25% weniger. Nicht dass sie selbst das Wert wäre, aber es geht ums Prinzip.

Und eine Thermomixkäuferin ist sogar vor Gericht gezogen.
Auch das ist Marktwirtschaft.

Besonders schädigend dann, wenn der Staat durch Subvention neuer Module den Abbau alter zusätzlich befördert. (ja, die ersten Installationen sind mittlerweile vollständig abgeschrieben).

Schwierig, so pauschal zu bleiben:

20 Jahre alte Module haben vermutlich 2 Chancen auf weiteres Altern:

Wenn die Module recycelt werden, dann wird Platz frei für moderne Module mit enorm gestiegenem Verhältnis von Leistung pro Fläche.

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Das basiert auf Großhandelspreisen, die sich deutlich reduziert haben. Lässt sich sehr gut bei MyDealz bei den Preisen für die Balkonkraftwerke nachvollziehen. Auch Techstage berichtet. Zieht sich durch alle Kategorien also Module, Wechselrichter und auch Speicher.

Freunde haben im Kölner Raum wieder ohne Probleme Angebote bei 1500€/kWp vom Solarteur bekommen. Das war zuvor noch völlig undenkbar.

Bei mir im Freundes und Bekanntenkreis hat das mehrfach wunderbar funktioniert. Egal ob Raum Köln-Düsseldorf oder Schleswig-Holstein. Einfach beim Elektriker des Vertrauens fragen oder bei MyHammer einen suchen, ob der eine selbst oder von anderen Handwerkern installierte Anlage anschließt und anmeldet. Wahrscheinlich findet sich jemand. Man muss nur vorher den Wechselrichter abstimmen, damit der Elektriker mit dem Hersteller bereits vertraut ist.

Überspitzt formuliert: Dafür sorgt der Netzbetreiber mit dem Stromnetz, es sei denn es wird mit dem Speicher eine Insel aufgebaut. Während im Sommer der Speicher die Versorgung zumindest rechnerisch häufig realisieren kann, ist der Haushalt im Winter weiterhin voll vom Stromnetz abhängig.

Wo sind das Aussagen der fossilen Industrie? Ich verstehe mich ganz und gar nicht als ein Vertreter der fossilen Industrie sondern im Gegenteil bin ich sehr für den schnellen und entschlossenen Ausbau der erneuerbaren Energien. Davon gibt es immer noch zu wenig, so dass die Zeiten mit tatsächlichem Stromüberschuss noch sehr kurz sind. Sobald es zu immer mehr Stunden im Jahr einen Überschuss erneuerbarer Energie gibt, wird es technisch und wirtschaftlich attraktiv diesen zu verwerten und einzuspeichern. Das schreibt beispielsweise auch die Agora in ihrer Speicherstudie

Großspeicher für Systemdienstleistungen könnten sich zukünftig rechnen, wie sie das beispielsweise schon in Australien tun. Dafür muss aber noch mehr erneuerbare Erzeugungsleistung ausgebaut werden.

Deshalb ist die Frage warum es gefördert werden sollte. PV-Anlagen beim Nachbarn finde ich super, denn es sorgt für einen grüneren Strommix. Wallbox beim Nachbarn finde ich super, denn dann verpestet er nicht mehr meine Luft und sein Auto ist leiser unterwegs. Vom geförderten Heimspeicher habe ich dagegen nichts, im Gegenteil mein Anteil der Netzentgelte dürfte etwas steigen. Daher stellt sich ganz grundsätzlich die Sinnfrage der Förderung.

Bei Forschungsförderung gehe ich sofort mit, darum geht es jedoch nicht bei der Förderung.

Die Anforderungen an das Energiemanagement sind überaus schwammig formuliert. Es ist lediglich gefordert, dass Wechselrichter, Speicher und Wallbox auf irgendeine Art- und Weise koordiniert werden. Dafür gibt es auch schon verschiedene kommerzielle Produkte, die beispielsweise eine PV-Überschussladung realisieren. PV-Überschussladung halte ich übrigens für sehr sinnvoll, da einfach einzurichten und finanziell mitunter attraktiv.

Es liest sich so als ob auch eine netzdienliche Steuerung vorgesehen wird, diese wird jedoch nicht wirklich erzwungen:

  • Smart-Meter-Gateway soll zukünftig über Update einbindbar sein
  • Smart-Meter-Gateway soll bestellt oder angekündigt sein
  • Das Kommunikationsprotokoll muss IP basiert sein, z.B. VDE AR 2829 konform (aber auch irgendwas anderes wäre möglich)

Wenn es das Update nicht gibt oder einfach nicht eingespielt wird gibt es keine Netzdienlichkeit, weder jetzt noch zukünftig irgendwann. Vielleicht relativiert sich das noch etwas wenn die Liste der förderfähigen Systeme online ist, aber aktuell bin ich eher pessimistisch ob durch diese Förderung tatsächlich vom Netzbetreiber steuerbare Verbraucher gefördert werden.

Ich meinte gar nicht den Elektriker für den Anschluss, sondern Module und Verkabelung aufs Dach zu bauen. Wenn du jetzt schon 3 Fälle in der Republik kennst, tolle Sache, Respekt. Ich habe auch schon Dach gedeckt oder z.B. eine Solarthermie installiert. Aber eine PV in 8 m Höhe bei 38 Grad Dachneigung zu bauen überlasse ich lieber Profis. Und ich würde auch behaupten 99,9% der Hauseigentümer machen das genauso.
Von „normal“ kann also keine Rede sein.

„Lediglich wenn man das eine Gebäude isoliert betrachtet verbessert sich die Zurechenbarkeit von PV-Strom und damit die Klimabilanz, das ist aber eine verkürzte Sicht solange der Strom im Gesamtsystem auch mittags fossile Energiequellen verdrängt.“

Möglicherweise habe ich deine Aussage missverstanden. Hatte gelesen, „bringt eh nix für das System“

Weil du als Nachbar keinen finanziellen Nutzen hast, stellst du die Förderung in Frage?

Ich glaube, hier liegt ein Problem für die Akzeptanz solcher Förderrtöpfe.
Die Erwartung das alle gleichermaßen profitieren.
Beim Elterngeld werden Kinderlise keinen Nutzen haben, vom 49€ Ticket profitieren vorrangig Menschen mit adäquaten Öpnv vor der Haustür, und die hier genannte Förderung vornehmlich Eigenheimbesitzer mit genug Geld für ein E-Auto.
Solange es dem übergeordneten Ziel dient, hätte ich da kein Problem. Nur dürften nicht nur die Begüterten unserer Gesellschaftvon der Nutzung profitieren.
Bissl ausgeglichen muss es sein

Nach nicht mal 24 Stunden ist der Topf leer.
33.000 Antragsteller dürfen sich damit 300 Millionen Euro teilen.
Bei 190.000 Besuchern der Seite wird es also nun viele lange Gesichter geben.
Dumm für die, die morgens um Acht etwas anderes zu tun haben, als eine KfW-Seite zu besuchen, zum Beispiel arbeiten müssen.
In den ersten drei Stunden gab es bereits 100.000 Aufrufe und damit verbundene Serverausfälle.

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Habe ich gerade auch gelesen :smile:
Ist das jetzt ein Zeichen dafür, wie wichtig und richtig diese Förderung ist oder ein Zeichen dafür, dass die Förderung zu hoch ist und die Allgemeinheit unnötig Geld an Eigenheimbesitzer verschenkt?

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Ich glaube, es geht um bis zu 500 Millionen Euro.
Aber ja, man konnte nur durch einen kleinen Hack bis zum letzten Klick vordringen.
Die KfW hatte einen Timeout von 10 Sekunden in ihrem JavaScript und die vorletzte Aktion dauerte 12-13 Sekunden.

Das war so dilettantisch und dysfunktional.

Jetzt steht da schon: Fördermittel ausgeschöpft. :slight_smile:

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Laut Artikel sollen die restlichen 200 Millionen nächstes Jahr verteilt werden.
Ich sehe das immer problematisch, Subventionen in Aussicht zu stellen.
Denn damit bewirkt man gerade, dass gewartet statt investiert wird.

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