Das ist wirklich ein Punkt über den sich verschiedene Politikbereiche mal Gedanken machen müssen. Wenn es absehbar ist, dass eine Subvention nicht über einen längeren Zeitraum (Monate/Jahre) möglich ist, sollte diese Subvention noch einmal Grundlegend überdacht werden.

Wäre es nicht möglich mit kleineren Subventionen die Maßnahme länger zu finanzieren?
Wäre es nicht besser sich ehrlich zu machen und wie z.B auch in der Lage vorgeschlagen die Subvention im Losverfahren zu verteilen?

Zu guter letzt ist auch der Bürger gefragt. Überlegt euch doch mal wer die staatlichen Subventionen am Ende wirklich bezahlt!

Ich hoffe das Ministerium für Digitales und Verkehr, lernt aus dem „Erfolg“.

Der Steuerzahler ist auch dazu erzogen, wenn er viel Steuern bezahlt, sich auch soviel wie möglich wieder zurückzuholen.

Bisher wurde nichts in der Richtung kommuniziert, also wäre es eher überraschend, wenn sie nicht verfallen würden.

Das wäre wünschenswert. Aber so viel Transferdenken überfordert dann doch die meisten.
Und oft höre ich dann: und wenn schon. Der Staat macht ja sonst auch nichts sinnvolles mit dem Geld. Da haben die Subventionsprofiteure die richtigen Messages gestreut.

Meiner Ansicht nach bekommst du mit keinem System ein gerechtes Verfahren hin, wenn die Subvention einfach zu hoch ist. Hier wurde etwas subventioniert, was auch ohne Subvention marktfähig ist und nachgefragt ist.

Es wurde schlicht Geld an einen eingeschränkten Kreis verschenkt. Da macht es keinen Unterschied, ob man das über ein Wettrennen, eine Tombola oder bei „Germanys Best Einfamilienhaus“ erspielen kann.

Lösung: man subventioniert knapp die Wirtschaftlichkeitslücke. Dem Subventionsempfänger soll es leichter fallen, eine Investitionsentscheidung für eine Technologie zu treffen. Da gibt es einen Sweetspot, dem die Subventionshöhe kontinuierlich angepasst werden muss.

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Nein, Subventionen grundsätzlich Einkommens- und Vermögensabhängig machen. Bei allen Förderungen zu E-Auto, Solar usw. Findet derzeit eine Umverteilung von unten nach oben statt. Ich behaupte mindestens 95% brauchten nicht diese Geschenke, während schwächere Haushalte grundsätzlich verlieren, egal ob die Mieter sind oder Immobilien finanzieren.

Nicht falsch verstehen, ich kritisiere nicht diejenigen die versuchen die Subventionen zu bekommen, sondern diejenigen die die Subvention bereitstellen.

Auch die Bürgen (Bürger? Anm. Mod.) die bei allem nach staatlichen Subventionen schreiben kann ich nicht verstehen. Denn bei der Umverteilung von Steuern in Subventionen geht ja auch immer zwangsläufig Geld verloren. (Bürokratie, Berater die Beschlussvorlagen für die Subventionen erarbeiten, etc.)

Wenn man sich anguckt, wer wie viel Steuern zahlt, ist es eher eine Subvention von oben nach oben. Oder von Nicht-Hauseigentümern zu Hauseigentümern.

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Womit wir beim Thema von @AndreasLDN sind: auf der Verteilungsseite ist es eben Geld, das für andere (soziale) Themen dann fehlt, z. B. die Kindergrundsicherung - oder wenn es im Resort bleiben soll: internet für alle oder ÖPNV

Ich finanziere eine Immobilie und kann mir trotzdem kein E-Auto mal eben kaufen um diese blödsinnige Förderung zu kriegen. Eine Immobilie zu finanzieren heißt nicht dass man vermögend ist.

Richtig, aber eines Tages hast Du die Immobilie geplanterweise abbezahlt und dann bist Du bei den heutigen Immobilienwerten schnell vermögend. Laut Institut der deutschen Wirtschaft sind rund 477.000 Euro an Vermögen (Immobilien, Wertpapiere, Spareinlagen etc.) nötig um als vermögensreich zu gelten.

Ja eines Tages in 30 Jahren. Um überhaupt eine Finanzierung zu bekommen haben wir such schon davor sehr viel Verzicht geübt.

Und ändert ja nichts dran, dass zu viele Menschen Geld bekommen haben, dass sie nicht brauchen.

Wer ein Haus kauft, hat zwar einerseits den Immobilienwert da stehen, steht aber in der Regel sechsstellig bei der Bank in der Kreide. Das Verhältnis wird zwar mit der Zeit vorteilhafter, ist aber immer durch Arbeitslosigkeit und Krankheit latent gefährdet. Würde das jetzt noch nicht klassisch als vermögend bezeichnen.
Wer den Dreisatz Haus + PV- Anlage mit Strimspeicher + EAuto schafft, bezahlt das entweder aus vorhandenem Vermögen (und braucht dann keine Förderung) oder hat sich so hoch verschuldet, daß er die Förderung schon sehr gut brauchen kann.
Schätze ich…

Nicht jeder, der ein haus besitzt, hat eine Hypothek auf dem Haus. Nicht jeder, der eine Hypothek auf seinem Haus hat, kann sich deswegen keine Solaranlage leisten.
Ich finde, wir sollten aufhören ständig Anekdoten hier als generelle Faktenlage herzunehmen.

Ja, man hätte bei der Förderung eine Bedürftigkeitsprüfung vornehmen können, hat man aber nicht. Fragt doch bitte bei der FDP nach wieso nicht.

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Also ich bin doch kein völlig außergewöhnlicher Einzelfall. Ich finde dir sollten ehr aufhören ständig zu verallgemeinern. Selbstverständlich müssen wir mehrere Lebenswirklichkeiten berücksichtigen, sonst bleiben typischerweise immer welche zurück.

Das hat die FDP (die ich hier null verteidige) nicht exklusiv, wenn ich mir die E-Auto Förderung ansehe.

Du bist bestimmt kein Einzelfall, nur bist Du überhaupt die Zielgruppe für die Förderung?

Du schreibst:

Ich finanziere eine Immobilie und kann mir trotzdem kein E-Auto mal eben kaufen um diese blödsinnige Förderung zu kriegen.

Also wenn Du kein E-Auto hast, bist Du ganz offensichtlich nicht die Zielgruppe. Das muss man sich nämlich schon leisten können. Wer das nicht kann, Pech gehabt. sarkasmus off

Und dann kommen wir wieder dahin, dass diejeniegen, die sich ohnehin viel leisten können (EIgenheim + E-Auto) jetzt auch noch diese Förderung abgreifen.

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Würde ich auch nicht behaupten. Vielleicht bewege ich mich in den falschen Kreisen, aber ich kenne keinen, der sein Haus direkt bar bezahlt hat. Selbst die Häuser im höheren sechsstelligen Bereich waren finanziert.
Viele davon verdienen gut, aber ich würde diese meist jüngeren Leute nach meiner Definition nicht als vermögend bezeichnen.

Finde ich einen interessanten Ansatz. Wo läge denn die Lücke aus deiner Sicht in diesem Falle?
Wohl wissend, manche meinen mit einem Stromspeicher könne man Geld scheffeln

Das prangere ich eben an, das Geld an Menschen verteilt wird, die es nicht kriegen sollten. Der Grundsatz Geld zieht Geld an ist einfach zu oft zu wahr.

Befrieden wir den Diskussions-Seitenarm, den @tris aufgemacht hat, doch einfach, indem wir uns einigen, dass dieses Zitat, das Stein des Anstoßes war…

…zu…

Oder von allen Steuerzahlern zu vermögenden Hauseigentümern.

…präzisiert werden sollte.

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Also in diesem Falle bei 0.
Die Leute kaufen auch ohne Förderung und Wirtschaftlichkeitsprüfung. Für etliche ist „Autarkie“ an sich ein Wert, für den sie Geld ausgeben. Oder sie finden einfach die Technik klasse.
Auf dem Portal eines Hausspeicherherstellers bei einem Projekt, das ich betreut habe, ploppt seit Monaten der Hinweis auf: Wegen Kapazitätsengpässen kommt es leider zu erheblichen Wartezeiten. Da ändert auch noch mehr Geld nicht dran.

Allgemein:

  1. Festlegen Förderziel
  2. Förderungshöhe festlegen
  3. Beobachten, wie stark die Förderung angenommen wird
  4. Wenn Förderung gut angenommen wird, Förderhöhe langsam! verringern
  5. Wenn Förderung schlecht angenommen wird, Förder-Rahmenbedingungen hinterfragen und/oder höhere Förderung

Ein Serverzusammenbruch deutet nicht nur auf schlechte EDV hin, sonder vor allem auf Überförderung.
Kenne ich bei normalen KFW-Förderungen nicht.