Um mal wieder zur Sinnhaftigkeit dieser Förderung zu kommen. Die gesamte Förderung ist darauf ausgelegt weiter Geld von unten nach oben umzuverteilen, besonders durch die Regelung mit dem E-Auto. Ein E-Auto können dich eben häufig auch schon nur Menschen mit viel Vermögen oder hohen Einkommen leisten und haben dafür auch schon staatliches Geld bekommen. Wir fahren also weiterhin eine Politik zur Geldverteilung an die, die es nicht brauchen. Währenddessen darf der Rest dann die teuer werdenden Alternativen nutzen. So wird natürlich sicher gestellt, dass das Geld bloß nicht sozial gerecht verteilt wird.

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Hier noch ein Beitrag zur Förderung.

Es hilft ja nichts, sich darüber aufzuregen. Die Förderung ist beendet.
Nicht an der Förderung teilzunehmen, wäre ja auch dumm gewesen.

Andreas hat zwar recht, aber es ist nunmal so gelaufen, wie es gelaufen ist. Und wie ich verstanden haben, hat er auch selbst die Förderung abgegriffen.

Doch, es hilft sich drüber aufzuregen, wenn es nur genügend Menschen tun würden.

Soll da nicht noch im Ministerium ein Topf für nächstes Jahr herumstehen?
Und natürlich würde den Ministerium für Digitales nicht schaden, die Fehler aufzuarbeiten. Eigentlich wäre auch eine Entschuldigung fällig bei allen, die sich extra einen Tag frei genommen haben, vorher Verträge geschlossen und jetzt in die Röhre schauen.

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Genau, lag nicht die erste Förderung bei 300 Millionen und eine zweite mit den verbleibenden 200 Millionen wurde schon in Aussicht gestellt? Was an sich schon ein Fehler ist, Förderung zu lange im Voraus ankündigen.

Auch wenn Wissing seinen Fehler nicht öffentlich eingesteht, sieht er ihn hoffentlich ein und macht es bei zweiten Mal anders.

Ja, 200 Millionen. Und das ist ein noch wenig beleuchteter, ebenfalls extrem kontraproduktiver Aspekt dieser tollen „Förderung“: die Karotte hängt weiterhin vor den Nasen all derer, die in der ersten Runde Pech hatten, und die glauben natürlich alle, dass sie bestimmt in der zweiten Runde Glück haben - und halten eine Investition, die sowohl wirtschaftlich als auch ökologisch sinnvoll wäre und für die sie in den meisten Fällen auch ohne Förderung genug Kapital hätten, vorläufig zurück, denn „es könnte ja nächstes Jahr klappen, und dann wird es noch billiger“!

Exakt dieselbe Katastrophe, die Ökonomen in Deflationsszenarien fürchten wie der Teufel das Weihwasser - nur halt selbst erzeugt durch eine völlig verfehlte Förderung. Das ist so dumm, dass man sich fragt, ob irgendwer mit Hirn jemals auch nur drei Sekunden über mögliche unerwünschte Folgen nachgedacht hat, bevor diese „Förderung“ so geplant wurde.

Und es führt dazu, dass selbst aus der Solarwirtschaft, die ja eigentlich massiv von solchen Förderungen profitiert, Personen deutliche Kritik an der Vorgehensweise üben und lieber ganz auf sie verzichtet hätten: KfW und Klimapolitik: Förderprogramme innerhalb weniger Stunden ausgeschöpft

(leider Paywall, daher hier der relevante Part):

Doch nach dem Hin und Her der vergangenen Monate kommt von einigen Unternehmen nun ein ungewöhnlicher Appell an die Politik: „Es wäre besser, den Markt mal zwei bis drei Jahre in Ruhe zu lassen und nur das CO2 teurer zu machen“, sagt Philipp Schröder, Gründer des Start-ups 1Komma5Grad , das Komplettsysteme aus Wärmepumpen, Solaranlagen und Ladestation für Häuser anbietet. Diese „Stop-and-go-Förderung“ sei nicht hilfreich.

Etwa 2000 Kunden hätten ihre Aufträge zurückgestellt, nachdem sie bei Wissings Programm leer ausgegangen seien, berichtet Schröder. Entgangener Umsatz für das Unternehmen: rund 40 Millionen Euro. Dabei rechne sich die Installation von klimafreundlicher Haustechnik längst auch ohne Förderung, argumentiert er.

„Aber die Politik hat die Verbraucher dazu erzogen, nur mit Subventionen zu kaufen.“ Zwischen 20.000 und 30.000 Euro kostet die Kunden der Einbau des Systems von 1Komma5 Grad. Die Aussicht, ein Drittel bis die Hälfte vom Staat zu bekommen, sei natürlich verlockend. Deshalb warteten viele jetzt auf die nächste Runde der „Klick-Lotterie“, so Schröder.

Auch Enerix, ein Anbieter von Solarsystemen, ist genervt. Die rund 100 Fachbetriebe, mit denen das Unternehmen zu­sammenarbeitet, hätten nach dem jüngsten Förderstopp zusammen etwa 800 Aufträge verloren. Der Umsatzausfall summiere sich auf 20 Millionen Euro.

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Es wäre eine Entschuldigung fällig, weil mal wieder die mit Geld beworfen wurden, die es nicht brauchen. Geld, dass dann wieder bei denen fehlt die es brauchen. Aber hier schämt sich weder die Regierung, noch diejenigen die das Geld ohne Not genommen haben.

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Und weiß schon jemand, ob die bisherigen Anträge, die nicht angenommen worden sind, verfallen?
Bei der Förderung der Wallboxen kam man doch z.B. auf eine Warteliste.

Dann ist der Zug für nächstes Jahr wahrscheinlich auch schon abgefahren.

Das ist wirklich ein Punkt über den sich verschiedene Politikbereiche mal Gedanken machen müssen. Wenn es absehbar ist, dass eine Subvention nicht über einen längeren Zeitraum (Monate/Jahre) möglich ist, sollte diese Subvention noch einmal Grundlegend überdacht werden.

Wäre es nicht möglich mit kleineren Subventionen die Maßnahme länger zu finanzieren?
Wäre es nicht besser sich ehrlich zu machen und wie z.B auch in der Lage vorgeschlagen die Subvention im Losverfahren zu verteilen?

Zu guter letzt ist auch der Bürger gefragt. Überlegt euch doch mal wer die staatlichen Subventionen am Ende wirklich bezahlt!

Ich hoffe das Ministerium für Digitales und Verkehr, lernt aus dem „Erfolg“.

Der Steuerzahler ist auch dazu erzogen, wenn er viel Steuern bezahlt, sich auch soviel wie möglich wieder zurückzuholen.

Bisher wurde nichts in der Richtung kommuniziert, also wäre es eher überraschend, wenn sie nicht verfallen würden.

Das wäre wünschenswert. Aber so viel Transferdenken überfordert dann doch die meisten.
Und oft höre ich dann: und wenn schon. Der Staat macht ja sonst auch nichts sinnvolles mit dem Geld. Da haben die Subventionsprofiteure die richtigen Messages gestreut.

Meiner Ansicht nach bekommst du mit keinem System ein gerechtes Verfahren hin, wenn die Subvention einfach zu hoch ist. Hier wurde etwas subventioniert, was auch ohne Subvention marktfähig ist und nachgefragt ist.

Es wurde schlicht Geld an einen eingeschränkten Kreis verschenkt. Da macht es keinen Unterschied, ob man das über ein Wettrennen, eine Tombola oder bei „Germanys Best Einfamilienhaus“ erspielen kann.

Lösung: man subventioniert knapp die Wirtschaftlichkeitslücke. Dem Subventionsempfänger soll es leichter fallen, eine Investitionsentscheidung für eine Technologie zu treffen. Da gibt es einen Sweetspot, dem die Subventionshöhe kontinuierlich angepasst werden muss.

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Nein, Subventionen grundsätzlich Einkommens- und Vermögensabhängig machen. Bei allen Förderungen zu E-Auto, Solar usw. Findet derzeit eine Umverteilung von unten nach oben statt. Ich behaupte mindestens 95% brauchten nicht diese Geschenke, während schwächere Haushalte grundsätzlich verlieren, egal ob die Mieter sind oder Immobilien finanzieren.

Nicht falsch verstehen, ich kritisiere nicht diejenigen die versuchen die Subventionen zu bekommen, sondern diejenigen die die Subvention bereitstellen.

Auch die Bürgen (Bürger? Anm. Mod.) die bei allem nach staatlichen Subventionen schreiben kann ich nicht verstehen. Denn bei der Umverteilung von Steuern in Subventionen geht ja auch immer zwangsläufig Geld verloren. (Bürokratie, Berater die Beschlussvorlagen für die Subventionen erarbeiten, etc.)

Wenn man sich anguckt, wer wie viel Steuern zahlt, ist es eher eine Subvention von oben nach oben. Oder von Nicht-Hauseigentümern zu Hauseigentümern.

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Womit wir beim Thema von @AndreasLDN sind: auf der Verteilungsseite ist es eben Geld, das für andere (soziale) Themen dann fehlt, z. B. die Kindergrundsicherung - oder wenn es im Resort bleiben soll: internet für alle oder ÖPNV

Ich finanziere eine Immobilie und kann mir trotzdem kein E-Auto mal eben kaufen um diese blödsinnige Förderung zu kriegen. Eine Immobilie zu finanzieren heißt nicht dass man vermögend ist.

Richtig, aber eines Tages hast Du die Immobilie geplanterweise abbezahlt und dann bist Du bei den heutigen Immobilienwerten schnell vermögend. Laut Institut der deutschen Wirtschaft sind rund 477.000 Euro an Vermögen (Immobilien, Wertpapiere, Spareinlagen etc.) nötig um als vermögensreich zu gelten.

Ja eines Tages in 30 Jahren. Um überhaupt eine Finanzierung zu bekommen haben wir such schon davor sehr viel Verzicht geübt.

Und ändert ja nichts dran, dass zu viele Menschen Geld bekommen haben, dass sie nicht brauchen.