Was oft ignoriert wird: Männer und Frauen sind nicht gleich und werden es niemals sein!
Das glaube ich auch, wenn man es umformuliert zu
Der durchschnittliche Mann und die durchschnittliche Frau werden niemals gleich sein.
aber um auf deine Anfangsthese zurückzukommen: Meines Erachtens ist das genau der Punkt, an dem der Feminismus (oder auch das Streben nach einer egalitären Gesellschaft, es geht ja nicht nur um Frauen) noch viel zu tun hat:
Selbst wenn wir herausfinden sollten, dass unabhängig von gesellschaftlicher Prägung eine Mehrheit der Frauen keine Lust auf Ingenieursberufe hat und eine Mehrheit der Männer keine Lust auf das Erzieherdasein, so muss doch das Ziel sein, dass jeder einzelne Mensch seine eigenen Interessen ausleben kann und nicht von der Gesellschaft das Gefühl kriegt, „hier falsch“ zu sein.
Und da haben wir, denke ich, schon viel erreicht aber auch noch viel zu tun. Frauen aus meinem Umfeld, die Naturwissenschaften oder Mathe studiert haben, kriegen durchaus immer mal wieder zu hören, dass das ja krass ist, dass „sie als Frauen“ sowas studiert haben.
Umgekehrt sagte ein männlicher Freund, der wirklich gut mit Kindern kann, dass er mal darüber nachgedacht hat, Erzieher zu werden, aber (ob nun gerechtfertigt oder nicht) Angst vor dem Vorwurf hatte, das aus sexuellen Neigungen zu machen, speziell weil er ein Mann ist.
Sicher, sind nur Anekdoten, ich freue mich über Studien zu dem Thema, aber habe gerade keine Zeit, selbst welche rauszusuchen, vielleicht ein andermal.