Hallo,
wollt Ihr wirklich Werbung für VPN Dienste machen? Ohne ausreichendes technisches Wissen kann es passieren, dass Erwartungshaltungen geweckt werden die bei genauerer Betrachtung nicht gehalten werden. Point of Trust etc.
Im öffentlichen Wlan ja, Netflix Sperre umgehen ja, aber ansonsten gibt es im Netz ausreichend Diskussionen über Sinn und Unsinn von Public VPN Anbietern. Hier beispielsweise kann man mal nachlesen, welche Aspekte bei einem VPN zum Tragen (Achtung, auch Mistkommentare dabei):
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pitus
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Sinnvoller als NordVPN erscheint mir die Beteiligung im Freifunk-Netzwerk. Da gibt es auch ein VPN, das zu grundlegender Anonymisierung taugt. Der große Vorteil ist hier, dass man sich den Access Point mit anderen teilt. Eine rechtssichere Zuordnung (im Falle (gefühlter politischer) Verfolgung) ist wegen der Entscheidungen zur Störerhaftung fast unmöglich. Denn niemand kann sicher sagen wer nun tatsächlich hinter einem spezifischen Datenpaket stand.
Und man tut etwas Gutes dadurch, dass man beim Ausbau eines Public WiFi Teil hat und so die Abdeckung offener Netzwerke wesentlich verbessert.
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Olaf.K
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Werbung stellt aber nicht da sinnvollere Produkt vor 
pitus
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Schon klar, mir ging es eher um einen Service Post für die Community.
Vielleicht könnten die Hosts nach dem nächsten Mal NordVPN Werbung einen Themenblock zu Freifunk als bessere VPN Alternative machen. 
Je nach Kriterium das ich erreichen will reicht es, mit meinem Mobilgerät, eine VPN über meine „Fritzbox“ zu Hause zu erstellen.
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Olaf.K
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Nur das NordVPN dann keine Werbung mehr bucht. Wäre also kontraproduktiv.
Disclaimer: Der Kommentar und alle Zitate beziehen sich auf den Werbeblock und nicht auf die Redaktion der Lage. Diese sind voneinander getrennt, trotzdem kann auch die Werbung kritisiert werden…
Also den Werbeblock aus der aktuellen Lage (322) finde ich auch absolut unpassend
NordVPN ist wie eine Haftpflichtversicherung: Ohne geht nicht, aber kostet auch nicht viel
Dieser Satz aus der Werbung ist absolut daneben. Formulierungen wie die obige oder „[ein VPN] ist ein Muss“ und "unverzichtbar"sind meiner Meinung nach irreführend, vor allem in Kombination mit den Sicherheitsversprechen „feinste Cybersicherheit“, „schützt eure Geräte“ usw.
Da wird ein Sicherheitsrisiko impliziert, auf das dann insbesondere technische Laien hereinfallen. Ein VPN ist für 90% der leute absolut unnötig und insbesondere nicht aus Sicherheitsgründen „unverzichtbar“. Das bestätigt euch jeder ITler. Der Vergleich mit einer Versicherung ist völlig realitätsfremd.
Ja es ist Werbung und diese ist von den redaktionellen Inhalten der Lage getrennt. Man kann auch für VPNs werben, es gibt ja Einsatzzwecke. Die Darstellung in diesem Werbeblock halte ich allerdings für unseriös.
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TilRq
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Heise schreibt zum Thema VPN-Dienste [Paywall]:
„Trotz der großen Versprechen einiger Anbieter: VPN … verschleiern zwar die IP-Adresse, was den Nutzer anonymisiert und die Strafverfolgung deutlich erschwert. Allerdings sind sie keine Sicherheitslösung und auch nicht alleinige Garanten für Privatsphäre: VPN-Dienste schützen keine Passwörter, verhindern keinen Identitätsdiebstahl, schützen nicht vor Phishing und verhindern auch kein Tracking/Profiling durch Werbetreibende … und soziale Netzwerke. All das erfolgt unabhängig von der IP-Adresse. Wer also auf Privatsphäre und Sicherheit achtet, sollte zusätzlich zum VPN beim Surfen ein privates Browserfenster verwenden, in dem keine Cookies, Browser-IDs und ähnliche Tracking-Techniken abgelegt werden. Zudem ist es sinnvoll, Anfragen des Browsers zur Standortbestimmung grundsätzlich abzulehnen.
…
Da sich die Anbieter technisch kaum unterscheiden, gilt heutzutage das Vertrauen der User als wesentliches Verkaufsargument. Sie müssen sichergehen können, dass der VPN-Dienstleister auch unter straf- oder zivilrechtlichem Druck keine Daten sammelt oder preisgibt.„
und hier:
Dabei ist die Branche skandalumwittert: Manche Anbieter haben ihren Sitz in Steueroasen oder werden gleich im halben Dutzend von einer einzigen chinesischen Firma kontrolliert. Auch sind Fälle von Datenhandel bekannt, obwohl fast alle versprechen, nicht zu erfassen, welche Ziele ihre Kunden im Internet ansteuern. So scheint auch Google als weltgrößte Datenkrake gut in dieses dubiose Umfeld zu passen.
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„Ja es ist Werbung und diese ist von den redaktionellen Inhalten der Lage getrennt.“
Wer mit seinem Namen und vor allem auch seiner Person/Stimme in seinem Podcast für ein Produkt wirbt, muss sich auch Nachfragen gefallen lassen. Und dies betrifft sowohl das Produkt, als auch die Art der Formulierung. Sich hier rauszureden mit der Trennung von Werbung zu dem Format finde ich gelinde gesagt schwierig. Vor allem wenn man die politische und Gesellschaftliche Ausrichtung des Podcasts mit hinzu zieht. Von einem FDP Podcast würde man halt nichts anderes erwarten.
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Dieser Punkt ist besonders herauszustellen. Wer seine Stimme oder sein Gesicht bereitstellt, bürgt (aus der Sicht des Konsumenten) persönlich für das Produkt.
Die Diskussionen hier würden wahrscheinlich nicht existieren, wenn nur vom Hersteller produzierte Spots laufen würden.
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Ich stimme dir und @BenediktM da zu 100% zu. Der Disclaimer und der von dir zitierte Satz stehen in meinem Beitrag, weil ein vorheriger Kommentar von mir von der Moderation abgelehnt wurde. Ich hatte dort allgemein von „der Lage“ gesprochen und davon, dass dieser Werbespot nicht mit dem sehr faktenorientierten Image übereinstimme. Der Beitrag wurde nicht freigegeben, u.a. mit der von dir zitierten Begründung. Ich habe daher im zweiten Versuch nur nochmal klarstellen wollen, dass mir diese Trennung bewusst ist und ich trotzdem einige Kritikpunkte sehe.
Dave
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Ich finde, man muss hier auch mal die Kirche im Dorf lassen…
Wenn man mit der Lupe draufschaut, wird man bei jedem (JEDEM!) Unternehmen irgendwas finden was nicht nachhaltig, schlecht für die Umwelt, oder in irgendeiner Form diskriminierend ist.
Imo scheitert in Deutschland gerade sehr viel an dieser Alles-oder-Nichts-Mentalität.
Warum kann man solche positiven Entwicklungen wie Koro nicht einfach mal feiern, anstatt überall das Haar in der Suppe zu suchen.
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Karina
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Hallo liebe Lage! Ich wollte mich einmal melden wegen eures Sponsors AG1, der ja Nahrungsergänzungsmittel vertreibt. Ich finde es richtig super, dass ihr euch so sehr damit auseinandersetzt, wofür ihr in eurem Podcast Werbung macht! Genau deshalb hat mich die Werbung für diese Vitaminpräparate ein wenig ins Nachdenken gebracht… Es gibt eine super Aufarbeitung dazu von quarks: Nahrungsergänzungsmittel – Alles, was wir darüber wissen sollten - quarks.de (besonders der letzte Absatz dazu: Wann Nahrungsergänzungsmittel sinnvoll sind). Für mich scheint es sehr so, als wäre dieses Werben dafür, dass JEDE*R sich mit dieser einen Kombination aus Vitaminen etwas Gutes tun kann, doch ein wenig sketchy, da man Vitamine nur bei einem Mangel und abgestimmt auf den individuellen Fall nehmen sollte. Ich bin da natürlich selbst keine Expertin für, aber ich dachte, dass das vielleicht relevant sein könnte 
Aber an dieser Stelle möchte ich auch nochmal sagen, dass ich wirklich ein großer Fan vom Podcast bin, mich jede Woche wieder darauf freue und finde, dass ihr wirklich wichtige und großartige Arbeit macht! Wie vielen Anderen auch, hat mir euer Podcast echt dabei geholfen, mich selbst mehr mit Politik auseinanderzusetzen 
Ich möchte an dieser Stelle anmerken, dass die Werbung für NordVPN in der neusten Folge viel besser war. Deutlich weniger irreführend und die Argumente deutlich sinnvoller. ich habe keine Ahnung, ob unser Feedback dazu beigetragen hat, aber wenn ja: Vielen Dank!
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Olaf.K
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Ja und nein.
Ich hab eigentlich keine Mangelprobleme, hatte aber von jemandem den Tipp bekommen, dass extra Vitamin B gegen meine Hautprobleme helfen könnte.
Also hab ich mir so ein Präparat besorgt und siehe da es hilft.
Der Apotheker hatte zwar etwas dümmlich aus dem Kittel geschaut, mit aber trotzdem versichert, dass eine gewisse Überdosis zur empfohlenen Tagesmenge kein Problem darstellt, eben weil ich meinen Körper ja gerade mit einer Überdosis malträtiere.
Liebes Lage-Team,
ich muss mich noch einmal melden.
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Mir ist bewusst, dass Werbung und Inhalt redaktionell getrennt ist, ich bitte darum, diese Kritik an die Verantwortlichen für den Werbeinhalt weiterzuleiten.
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Ich finde viel der Kritik in diesem Thread deutlich überzogen (und finde es ungünstig, dass die Moderation alle Kritik an Werbung in einem Topf wirft). Wenn Werbung sein muss, muss sie halt sein und wenn sie mir politisch nicht ganz passt, dann ist das halt so.
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Aber die Werbung für NordVPN in der Lage der Nation enthält einfach massive Falschbehauptungen. Ich weiß zwar nicht, wer da klagen würde. Aber, wenn Falschaussagen in Werbung verboten sind, erscheint mir das juristisch relevant. So oder so gehört es sich nicht.
Ich zitiere:
ein VPN ist vor allem in öffentlichen WLANs ein Muss.
Okay, das ist noch etwas schwammig. Ich stimme absolut nicht zu, aber meinetwegen …
mit NordVPN schützt ihr eure persönlichen Daten, Passwörter, Zahlungsinformationen, usw.
Falsch. All diese Daten werden heutzutage immer verschlüsselt übertragen, der Tunnel ändert daran nichts.
NordVPN dient als CyberSchutzSchild vor böswilligen Eindringlingen, Viren und Trackern.
Komplett falsch. Ein VPN ist keine Firewall, kein Virenscanner und kann nichts gegen Tracker tun. Malware wird quasi nie auf dem Transportlayer injected. Tracker basieren auf Cookies und in Seiten eingebaute Skripte, die Benutzendenverhalten protokollieren. Die IP-Adresse ist für Tracking quasi irrelevant (und wäre auch viel zu ungenau).
Das ist ungefähr auf dem Level von „die Pille schützt vor sexuell übertragbaren Krankheiten.“ oder unser „Airbag schützt vor Marderschaden.“ Mit dem Unterschied, dass viele Hörende das nicht beurteilen können, was es meiner Meinung nach umso problematischer macht.
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Hallo, mein Mann und ich hören die Lage der Nation sehr gern, allerdings sind wir etwas irritiert von der Art, wie die Werbung präsentiert wird. Durch die Präsentation der Werbung durch die Moderatoren selbst- also die selbe Stimme und die selbe Sprachmelodie- setzt sich die Werbung nicht genügend von den Themen ab. Da reicht auch nicht die kurze Ansage, dass jetzt Werbung kommt. Es wirkt dadurch zu sehr wie ein Teil der Nachrichten. Das mindert einerseits den „Wert“ der restlichen Lage und andererseits erhöht es die Werbung unkritisch zu Nachrichten. Ist es so gewollt, dass Sie beide persönlich, also nicht nur stimmlich, sondern auch inhaltlich, für die Dinge Werbung machen? Also wie eine Art Rat, eine direkte persönliche Empfehlung? Das fände ich auch seltsam in einem politischen Podcast- zu nah an dem Begriff Influencer—Wir fänden es sinnvoller, wenn die Werbung von jemand anderem vorgetragen würde und sich dadurch auch beim Hören besser absetzt. Das hat nichts damit zu tun, ob wir die Produkte, für die geworben wird, inhaltlich gut finden oder nicht. Auch bei Zeitschriften halte ich es für verschleiernd, wenn nur oben in einer Ecke „Anzeige“ steht, man aber erst dazu verführt wird, die Seite zu lesen. Guter Journalismus sollte sich von Produktwerbung doch deutlicher abgrenzen.
Mit freundlichen Grüßen, Melanie Benthin
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TilRq
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Verständlicher Aspekt, aber in Podcast durchaus üblich. Das produzieren von Werbung mit anderen Stimmen erzeugt Kosten. Die Hörerschaft der LdN ist aufgeklärt und kritisch und weiß, dass eine Werbung zwischen zwei Werbe-Djinglen eben genau das ist: Werbung. Und das Werbeversprechen mit Vorsicht zu genießen sind, weiß eigentlich jedes Kind.
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RDS
25
Der Werbespot von „Rettet die Praxen“ ist unlautere Stimmungsmache. Er vermittelt den Eindruck als sprächen hier Patienten aber dahinter steht die kassenärztliche Bundesvereinigung als Lobby.
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Ich mache mir nur die Mühe diese Kritik zu formulieren, weil ich die Lage der Nation sehr schätze. Ich möchte als kostenloser Hörer auch nicht dreist Forderungen stellen, da aber dieses Forum vorhanden ist, gehe ich davon aus, dass Rückmeldungen grundsätzlich erwünscht sind.
Viele der psychologischen Effekte, die bei Werbung ausgenutzt werden, sind nicht kontrollierbar. Verfügbarkeitsbias ist nur einer davon. Das hat nichts mit aufgeklärt zu tun.
Zum Nordvpn Spot in Episode 377
Bisher waren die VPN werbungen immehrin sachlich richtig. Zu Leaks im Internet heißt es:
„Davor möchte man sich, so gut es eben geht, schützen. Am besten geht das mit NordVPN. Der DarkWeb Monitor von NordVPN durchsucht Webseiten aus dem Dark-Web etwa Foren oder Marktplätze von Hackern nach Zugangsdaten, die mit eurer registrierten e-mail Adresse verbunden sind. Falls solche Lecks gefunden werden, werdet ihr sofort benachrichtigt und könnt handeln.“
„Am besten geht das mit NordVPN“ ist einfach nicht richtig.
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Das Angebot von NordVPN ist nicht einzigartig und Belege für bessere Qualität des Angebots als bei Alternativen legt NordVPN auch nicht vor.
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Ich melde auch Zweifel an, dass NordVPN etwas anderes macht als haveibeenpwned.com über die API abzufragen. Die Funktion ist bei Chrome und Firefox kostenlos dabei.
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Prävention ist besser. Das Verwenden einmaliger Passwörter und Nutzen von 2 Faktor Authentifizierung oder Passkey ist definitiv besserer Schutz als nur Schäden melden. NordVPN hat doch auch einen Passwortmanager, den hätte man der Stelle sinnvoll anpreisen können.
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„ihr könnt handeln“ - Passwort ändern ist noch realistisch, aber Umziehen um Adresse zu ändern? Ist da bei NordVPN eine Versicherung dabei, die mir das bezahlt? Natürlich nicht. Meine Handlungsmöglichkeiten werden also durch NordVPN nicht verbessert, gegenüber kostenlosen Alternativen.
VPNs bleiben für mich ein überteuertes Produkt mit zweifelhaftem Nutzen, wie ja auch im Forum schon ausführlich besprochen wurde.
Ulf schreibt an anderer Stelle, dass ihr inhaltlich die Werbung nicht prüft. Ich wünsche mir deshalb sehr, dass Phillip nicht mehr die Copy vorliest, auch wenn es lukrativ ist. Die oben genannten psychologischen Effekte, die eintreten, wenn der vertraute Host vorließt, werden nicht durch ein „Bing Werbung“ Bumper verhindert. Für mich bleibt nämlich der emotionale Eindruck, dass mir Philip Unsinn erzählt hat - auch wenn er „nur einen Werbetext“ vorgelesen hat.
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