Feedback: Interview mit Stefan Brink & Wahlrechtsreform

Ich habe noch zwei Anmerkungen/Feedback zur aktuellen Folge 202:

  1. Interview mit Stefan Brink:
    Er sagte im Interview (das genau Zitat habe ich jetzt nicht parat) sinngemäß: Die Politik müsste jetzt Druck auf die amerikanische Regierung ausüben und ein neues Abkommen aushandeln. Darauf hätte ich mir die Frage gewünscht oder selbst gestellt, wie er sich das vorstelle nachdem die beiden(!) letzten Abkommen schon vom EuGh für nichtig erklärt wurden(!). Wie er darauf kommt dass ein drittes, neues Abkommen plötzlich besser sei, wenn er im Vorfeld sagte dass es der amerikanische Regierung eigentlich relativ egal ist welche Datenschutzstandards in Europa gelten und, mit dem Segen des Suprem Court, selbst Daten aus Irland nicht vor dem Zugriff amerikanischer Geheimdienste geschützt sind. Seine Aussagen waren im gesamten Interview sehr widersprüchlich.

  2. Wahlrechtsreform
    Das Argument (sinngemäß), die direkt gewählten Abgeordeneten verlieren den Bezug zur Basis, wenn man die Wahlkreise vergrößert, lässt sich doch ganz einfach Aushebeln wenn man sich die Parlamente im Ausland anschaut. Deutschland hat das zweit (!) größte Parlament der Welt. Wir haben aktuell genau soviele Abgeordnete wie das europäische Parlament (Zuständig für ca. 450 Millionen Einwohner). Der amerikanische Krongress hat 435 Abgeordnete, dazu kommt der Senat mit 100 Menschen. In den USA leben knapp 300 Millionen Menschen und Deutschland ist flächenmäßig halb so groß wie Texas.

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