Familienbesuch mit Folgen - trotz Sicherheitsvorkehrungen infiziert

Hallo liebe Lage-Community,

vielen überlegen ja gerade, ob und unter welchen Umständen man Freunde und Familie über die Feiertage besuchen könnte/sollte.

Ich persönlich habe mich dazu entschlossen meine Familie unter größeren Vorsichtsmaßnahmen zu besuchen. Im Nachhinein war dies ein Fehler. Hätte ich gewusst, wie schnell man sich ansteckt und wie wenig Kontrolle man darüber hat, wäre ich zu Hause geblieben.

Weiter unten ein paar Stichpunkte darüber wie es mir ergangen ist - mit der Hoffnung, dass sich vielleicht einige dazu entscheiden zu Hause zu bleiben.

  • Ich lebe mit meiner Partnerin in Wien (kommen ursprünglich aus Frankfurt) und wir sind seit Anfang November im Lockdown und im Home Office
  • Seit nunmehr 6 Wochen waren wir nur sehr sporadisch draußen: eigentlich nur für den wöchentlichen Einkauf und gelegentliches spazieren gehen - beides mit Maske und Abstand (so gut es eben geht)
  • Nach einigem Hin und Her sind wir am Sonntag mit flauem Magen in den Zug gestiegen, um über Weihnachten nach Hause zu fahren. Am Tag vorher war ich noch in der Innenstadt um ein Geschenk zu kaufen und meine Partnerin hat einen Antigen COVID-19 Test gemacht (der negativ ausfiel)
  • Wir kamen Sonntag Abend in Frankfurt an und sind separat bei unseren Eltern in „Quarantäne“ gegangen. Am Tag darauf (Montag) haben wir einen PCR Test genommen
  • 24 Stunden später klingelte mein Telefon - ich sei positiv getestet worden. Meine Partnerin negativ.
  • Glücklicherweise sind wir unseren Eltern aus dem Weg gegangen bevor das Testergebnis da war. Ich bin bei meinen Eltern separat auf einem eigenen Stockwerk untergebracht. Da ich aber keine „richtige“ Küche habe, zählt mein Stockwerk nicht als eigenständige Wohnung, weshalb beide meiner Eltern und ich bis zum 28 Dezember in strikte Quarantäne müssen. Sollten wir bei einem weiteren PCR Test negativ testen hebt dies die Quarantäne nicht auf, weshalb ein „raustesten“ nicht möglich ist

Im Endeffekt hatten wir uns extrem vorsichtig verhalten und- in 6 Wochen das Haus kaum verlassen. Es hat gereicht ein Geschenk kaufen zu gehen und Bahn zu fahren. Symptome hat keiner von uns. Im besten Fall haben sich meine Eltern und andere Personen nicht bei mir angesteckt. Auf jeden Fall ist für meine ganze Familie jetzt Weihnachten hinüber.

Ich denke es lässt sich sagen, dass die momentane Lage derart „außer Kontrolle“ gelaufen ist, dass man es kaum noch in der Hand hat sich nicht zu infizieren.

Wenn ich es könnte, würde ich die Zeit zurückdrehen und nicht nach Hause fahren. Lieber ein gesundes Weihnachten, das man über einen Videoanruf miteinander verbringt, als Dosenravioli im Dachstuhl zu essen mit dem miesen Gefühl, dass man die eigenen Liebsten mit einem (potenziell) tödlichen Virus angesteckt haben könnte. Das wünsche ich wirklich niemanden.

Liebe Grüße und bleibt gesund,

Felix

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Vielen Dank für den ausführlichen Beitrag! Das hat mir wirklich zu denken gegeben.

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Danke für deinen Beitrag, der gibt mir auch nochmal zu denken. Ich habe eine Frage, wart ihr beim Einkaufen mit einer FFP2 Maske oder mit einer Alltagsmaske unterwegs? (kein Vorwurf!)
Meine Partnerin und ich sind ebenfalls im Home Office und laufen seit Wochen nur noch mit FFP2 Masken außerhalb der eigenen vier Wände rum, weswegen wir dennoch zu einem Besuch tendieren.

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Hi,
Ich war nur mit der „Altagsmaske“ unterwegs

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