Sowas gibt es ja in der Art schon. Bei Ärzten gibt es eine Berufserlaubnis. Das heißt du hast glaubhaft gemacht (indem du dein Diplom eingereicht hast), dass du in irgendeinem Land Medizin studiert hast und du hast eine spezielle Sprachprüfung (C1 medizinisches Deutsch) bestanden. Dann kannst du (ohne das deine Approbation anerkannt ist) für zwei Jahre unter Aufsicht (gibt noch ein paar andere Einschränkungen) als Arzt arbeiten. Problem ist nur das selbst die zu bekommen 1 Jahr dauert. Das ist wohlgemerkt noch eine Prüfung der Gleichwertigkeit der Ausbildung enthalten. Einfach nur „die Person hat eine ausländische Approbation + die Person hat eine Sprachprüfung bestanden“. Ich kenne Leute die alle Unterlagen eingereicht haben, alle Prüfungen bestanden haben und eine Klinik die sie einstellen würde gefunden haben aber die seit 8 Monaten auf die Berufserlaubnis warten. Die müsste salopp gesagt jemand in er Behörde einfach nur noch ausdrucken.

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Ja das sollte in einigen Fällen passieren. Bei „nicht kritischen“ Berufen könnte man das durchaus so machen. Der Arbeitgeber wird sich schon vergewissern ob ein Näher wirklich nähen kann ohne dass e s dafür eine Behörde braucht die irgendein Abschluss anerkennt. Bei Berufen im Bildungs- oder Gesundheitswesen finde ich braucht es aber eine Prüfung. Nur muss eben sichergestellt sein das diese zeitnah passiert.

Das Problem ist ja nicht mal die Vergleichbarkeit. Für Medizin (und auch einige andere Berufe) haben wir eine pragmatisch Lösung. Die Person muss eine Prüfung ableben (Kenntnisprüfung) auf dem Niveau vom 3ten Staatsexamen. Problem ist nur in einigen Bundesländern gibt es Prüfungstermine aber die Behörde ist langsam (meine Frau wartet seit 6 Monaten auf einen Termin) und in anderen Bundesländern gibt es keine Prüfer und die Wartekiste ist für die nächsten 1.5 Jahre voll.

Um mal ein positives Beispiel zu erwähnen: In Berlin gibt es einen sogenannten Anerkennungslehrgang. Dort können Fachkräfte der Sozialen Arbeit mit ausländischen Abschlüssen in einem kompakten Lehrgang (6-10 Monate) die erforderlichen Qualifikation für eine staatliche Anerkennung erwerben. So eine Anerkennung zu erhalten, hat vorher oft mehrere Jahre gedauert (vor allem wegen der Wartezeiten, aber auch weil es de facto kaum Möglichkeiten gab, etwa ohne ein Vollstudium die entsprechenden juristischen Kenntnisse zu erlangen). Vielfach handelt es sich um Menschen, die eh schon als Sozialarbeiter, in Kitas etc. arbeiten - aber weit unter ihrer eigentlichen Qualifikation bezahlt werden, was natürlich zu viel Frust und nicht selten zu Abwanderung führte.
Downside: Das bietet nach meiner Kenntnis genau eine Hochschule an mit vermutlich unter 50 Plätzen pro Jahr.

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