Facebook macht Werbung bei LDN

Facebook ist eine problematische Firma. Das ist keine Meinung sondern Fakt.

Die Lage nimmt Geld von Facebook. Meinungen?

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Wir trennen strikt zwischen dem Vertrieb der Werbung und der Redaktion, daher ist die Werbung nie eine Stellungnahme der Redaktion zu den Produkten, die beworben werden:

https://lagedernation.org/werbung/

Außerdem: Wer die Lage ein bisschen kennt, der kennt auch unsere Positionen zu Facebook, und daran wird sich natürlich auch nichts ändern.

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Ja, ich habe auch gestutzt und mich gefragt ob ich richtig gehört habe. Ich verstehe das Problem der Finanzierung, gerade jetzt und auch die Trennung von Redaktion und Inhalt ist (sollte) in allen Medien Tagesgeschäft sein. Trotzdem hat es natürlich seinen Grund warum eine Firma sich ein Medium aussucht.
Ich glaube es wäre schon ein großer Unterschied wenn Ihr die Werbetexte nicht selbst sprecht, das macht die Trennung für den Hörer noch schwieriger- trotz Jingel und Ansage. Viel wird auch nebenbei gehört. Ein, wirklich deutlich andere Stimme fände ich gut.
Lieben Gruß

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Das ist ein Problem, welches mir generell in verschiedenen Kontexten aufstößt.

Ein journalistisches Medium (Print-SPIEGEL, Online-NYT, Podcast LdN) hat eine mehr oder minder konkrete Haltung zur Welt. Aus dieser Haltung speist sich Themenauswahl, Art der Berichterstattung und ganz besonders die Bewertung.

In demselben Medium findet Werbung statt (jetzt mal völlig außen vor gelassen, wie der Beauftragungsweg aussieht). Jetzt kommt das oft beobachtete Problem:

  • diese Werbung transportiert aber leider eine Weltsicht, die deutlich außerhalb derjenigen der Redaktion liegt. Bsp. LdN zeigt sich Facebook-kritisch, macht aber gegen Geld Werbung für Facebook.
  • diese Werbung nutzt eine journalistisch erscheinende Aufmachung, konterkariert aber die Qualität der sie umgebenden redaktionellen Inhalte. Bsp: Die ZEIT hat hochqualitative Artikel, die auf der Website geschaltete Werbung ist aber marktschreierisches, sensationsheischendes Klickbait.

Im Sinne eines konsistenten Paketes würde ich erwarten, dass die in einem Medium geschaltete Werbung zumindest grob zur redaktionellen Ausrichtung passt.

Dass die Werbung von Philipp oder Ulf verlesen wird, ist m.E. ganz klar „die eigene Credibility in die Waagschale werfen“. Das ist ja der einzige Sinn dieser Art von Werbung.

Aus den in den „Grundsätzen für …“ dargelegten Überlegungen würde für mich stringent folgen, dass die Werbung auch von einer dritten Person verlesen werden muss. Erst damit wäre eine saubere Trennung Redaktion/Werbung implementiert.

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Ich verstehe absolut die Notwendigkeit für Werbung, aber finde bei Facebook wird es grenzwertig und ich frage mich ob es nicht andere Unternehmen gibt, die besser geeignet wären um Werbung in der Lage zu schalten. Unternehmen, die besser vereinbar mit den Werten sind und die (zumindest für mich) besser repräsentieren wofür die Lage steht.

Aber - kritisieren ist ja immer einfach („Talk is cheap“), deswegen ist es mir etwas wert, die Lage „Facebook-werbefrei“ zu halten. Sagt Bescheid was das kostet, und ich bin gerne bereit meinen Beitrag dazu zu leisten.

Ansonsten, macht weiter so!
Liebe Grüße!

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Du kannst dir ein plus Abo klicken, ab fünf Euro im Monat bist du dabei.

Außerdem freuen wir uns über Tipps für unsere Werberichtlinien, mit denen wir unsere Agentur dazu anhalten, keine problematische Werbung zu schalten … wie sollten wir die denn formulieren, sodass Facebook dort nicht hineinpasst?

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Das plus Abo hab ich schon lange und sehe das als meinen Beitrag, die Existenz der Lage zu gewährleisten.
Die Lage werbefrei zu bekommen, sehe ich als das nächste Level und wäre auch hier gerne bereit das finanziell zu unterstützen. Vielleicht gäbe es ja genug Unterstützer in der Community um das hinzubekommen. Mich würde interessieren, was/wieviel es dafür braucht.

Damit würde sich die Problematik der Formulierung von Werbe-Richtlinien von selbst lösen.
Zu den Richtlinien selbst habe ich leider keinen konkreten Vorschlag. Ich finde es gut, die Werbung vom Inhalt zu trennen, nicht sicher wie man aber Unternehmen A einschließen und Unternehmen B ausschließen kann. Die gefühlte Bewertung eines Unternehmens ist ja doch eher subjektiv (wie man hier sicherlich am Feedback zu Amazon und Facebook Werbung sieht) und es wäre schwierig das in objektive Bewertungskriterien zu formulieren.

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Hi Ulf,

Danke, dass du dir die Zeit nimmst zu antworten. Appreciated!

  • Ich verstehe, dass ihr Werbung braucht.
  • Ich verstehe auch, dass ihr wenig Lust habt, die Komplexität der Welt in euren Werberichtlinien wieder zu spiegeln.

Daher wäre mein pragmatischer Vorschlag: ihr macht in euren Werberichtlinien eine Blacklist. Dort stehen Firmen drin, deren Werte nicht mit denen der LDN vereinbar sind. Mehr brauch meines Erachtens gar nicht drinstehen. Wenn die Frage kommt, warum es gegen eure Werte verstößt, dann lautet die Antwort: hört euch den Podcast an. Punkt.

Facebook ist Demokratie-schädigend. Durch euer Medium erweitern sie ihre Reichweite.

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Vielleicht ein paar „Werte“ der Lage feststecken?
Also z.B. Klimaschutz, Datenschutz, …
Somit könnte die Agentur Werbung für oder von klimaschädliche Unternehmen herausfiltern. Oder halt von Unternehmen, die zuhauf Daten sammeln.

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Wenn du das plus Abo hast, kannst du dich einloggen und dann einen Feed abonnieren, in dem keine Werbung zu hören ist.

Diesen Ansatz finde ich auch sehr sinnvoll! Außerdem muss man ja auch dazu sagen, dass die Lage kein Medium ist, das jeden Tag erscheint und Hunderte verschiedener Werbeanzeigen beinhaltet – da sollte ein Abnicken oder Ablehnen der einzelnen Partner*innen doch vermutlich nicht unmöglich sein, oder?

Und BILD, Amazon und Facebook in einer Folge zu hören, ist dann doch schon sehr irritierend.

Ich muss dazu sagen, dass ich die Lage sehr wertschätze und mich über jede neue Folge freue. Jedoch kann ich auch nur zustimmen, dass ihr mit eurer großen Reichweite diesen Firmen ein Portal bietet. Das ist schon etwas, das man meines Erachtens hinterfragen sollte.

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Habe eben erst die aktuelle LdN gehört.
Die Facebookwerbung wirkt auf mich schon wie Propaganda in eigener Sache. „Guckt mal wie toll wir sind. Gut dass es uns gibt.“ Mann, Mann, Mann.

BTW Plusabo habe ich aus Prinzip schon um LdN zu unterstützen. Es geht mir nicht um meine Belästigungsfreiheit, sondern ich wünsche mir eine konsistente LdN.

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Ich weiß dass ich mit dem Plus Abo werbefrei hören kann. Aber nur weil ich die Werbung nicht höre, heißt es ja nicht dass sie nicht da ist :wink: Mir geht es ums Prinzip, wenn die Lage finanziell von Facebook unterstützt wird, würde ich gerne etwas dafür tun um die Notwendigkeit zu vermeiden.

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„Facebook ist Demokratie-schädigend**. Durch euer Medium erweitern sie ihre Reichweite“

Dies ist unbestrittener Fakt. Ich empfinde es als absolutes NoGo das die Lage Facebook Werbung ausstrahlt. Agentur hin oder her, In letzter Konsequenz seid ihr voll verantwortlich welche Werbung ihr mit eurer Stimme einspricht.

Gestern Bild, heute Facebook, morgen Nestlé!

In euren Grundsätzen für den Umgang Werbung (Version 1.1 – Stand: 17. Juni 2020) heißt es:

„ Wir gehen davon aus, dass wir diesen Katalog im Laufe der Zeit ergänzen werden, und freuen uns über Feedback an team (a) lagedernation org.“

Ich denke die Zeit der Ergänzung ist gekommen. Hier würde ich euch gerne eine Index Liste vorschlagen die ihr eure Werbeagentur gibt, Auf derer explizit Demokratie schädigende unternehmen wie Facebook, Natur und Menschen ausbeuten the Unternehmen wie Nestlé und so weiter aufgelistet sind.

Bitte macht das nicht nochmal! Macht eure gute Reputation und euer imagine nicht kaputt, in dem ihr Facebook und co. bei euch Werbung machen lässt!

Wir schließen internationale Großkonzerne, deren Arbeitsbedingungen und/oder deren Umgang mit Datenschutz in der allegemeinen Kritik stehen, ebenso aus wie Konzerne und Firmen, die ein in Bezug auf Umwelt, Klima und internationale Konflikte kritikwürdiges Geschäftsgebaren an den Tag legen. Grundsätzlich bevorzugen wir regionale, ethisch oder umweltschutz-orientierte, gemeinnützige und den Arbeitschutz beachtende Unternehmen.

So oder ähnlich? Ich habe das jetzt sicher nicht 100% formuliert, aber es gibt ja genügend auch große Unternehmen, die die ethischen Prinzipien ihres Tuns klar formuliert bekommen, zB. die GLS Bank o.ä. - da könnten man sich ja ggf. Anregungen holen.

Auch eine konkrete Ausschlussliste ist denkbar.

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Sowas wie Wein Werbung ist zwar nichts für mich, aber stört auch nicht. Der Kontrast zur Facebook-Propaganda war dann so viel dass ich mir sogar ein Konto erstellt habe.
Auch wenn ich verstehen kann das ihr sie nicht aussucht, dann lasst sie euch doch anhand eines Maßstabs vorauswählen. Und hört sie euch bitte zumindestens vorher an. H&K oder Kreuzfahrt Werbung, wäre hier doch von der ethischen Ausrichtung unpassend.

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Hallo zusammen,
dies ist mein erster Beitrag im Forum (also habt etwas Nachsicht :wink:).
Ich höre die LdN schon sehr lange und schätze die Inhalte, Ulf und Philip als authentische und sympathische Moderatoren sowie die hohe Qualität der Recherchen.

Als ich gestern Werbung für Facebook und Amazon gehört habe, war ich ebenfalls irritiert, weswegen ich mich im Forum angemeldet habe.
Natürlich muss Werbung sein, ich bin nicht naiv. Zudem kann sich die LdN von Werbung distanzieren. Allerdings sehe auch ich es so wie Bojus, Caspii und apfelpluecker:
Wenn das LdN-Team den (wie ich finde sehr positiven) Anspruch von Authentizität und Ganzheitlichkeit ihrer Werte hat, dann sollten m.E. diese Unternehmen nicht (indirekt) unterstützt werden.

Auch eine Lage ohne Werbung ändert nichts daran, dass die Werbung geschaltet wird.
Den Vorschlag der Kriterien halte ich für hilfreich.

Also Ulf und Philip: Meine klare Bitte an euch, zukünftig keine Werbung mehr für Facebook, Amazon oder Google.

VG, Dominik

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Ja, leider ist mir das Facebook-„wir sorgen uns ja nur um Euch!“ auch ziemlich sauer aufgestoßen.

Normalerweise finde ich die Werbung sehr tolerierbar und manchmal sogar interessant.

Leider fällt mir keine richtige Richtlinie ein, wie man so was ausschließen kann, die nicht „muss kleiner als X Milliarden market cap“ ist. Ich denke mal drüber nach.