Ich bin es leid, dass Leute jedes Mal, wenn ihnen ihre eigenen Versäumnisse auf die Füße fallen, die unverdiente Solidarität aller anderen erpressen, indem sie sonst Rechtsextremisten wählen. Diese Partei gehört schon lange verboten, dann muss man diesen Mist nicht jedes Mal diskutieren.

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Selbst wenn die AFD verboten wird, wird es immer min. eine Partei geben, die versuchen wird diese Wähler abzugreifen.
Es wird noch einige Jahre immer die Möglichkeit geben, dass notwendige Veränderungen abgewählt werden. Da mach ich mir schon lange keine Illusion mehr.

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Das ist eine Frage klarer Kommunikation. Man muss es den Menschen immer wieder sagen:
Auch wenn das Heizungsgesetz euch nicht verbietet, eine Gasheizung einzubauen, ist es eine dumme Entscheidung. Das muss immer und immer wieder wiederholt werden. Und wenn dann jemand, der sich heute noch eine Gasheizung einbaut, in 10 Jahren dann der Politik die Schuld an seiner Misere gibt, ist er auf diese zahlreichen Hinweise zu verweisen. Und wenn er es dann immer noch nicht begreift und damit droht, eine rechtsextreme Partei zu wählen, wenn man ihm nicht hilft, ist dieser Mensch für die Demokratie schlicht verloren.

(Und ja, das gleiche gilt auch für Leute, die heute im Ahrtal ihre Häuser wieder an exakt den Stellen aufbauen, an denen sie das letzte Mal weggespült wurden. Hey, wir können es den Leuten nicht verbieten, aber wir können sehr deutlich machen, dass das eine riskante Aktion ist, für die wir nicht als Gesellschaft haften werden… wer solche Risiken wider besseren Wissens eingeht und danach trotzdem der Politik die Schuld gibt… sorry, aber da fehlt mir jedes Verständnis…)

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Und brauchen dann wieder nen Schuldigen. Ist ja nicht so als wäre die AFD Heilmittel gegen alle Probleme der Welt.

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Also das kann ich sagen: Wenn unsere Nachbarn anfangen eigenverantwortlich Wasserstoff herzustellen und zu speichern, dann wird unser Haus verkauft und weit weg gezogen von diesen zukünftigen Kratern in der Häuserlandschaft. Erdgas ist ja schon nicht ohne, aber Wasserstoff…

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Nach allem, was ich zum Thema „Explosionsgefahr bei Wasserstoff“ bisher gelesen habe, ist das vor allem wieder die „German Angst“, die hier dominant ist. Die tatsächlichen Gefahren beim Wasserstoff scheinen deutlich geringer zu sein als bei anderen Brennstoffen, daher Wasserstoffautos sind z.B. weniger gefährlich als Benziner und Wasserstoff-Speicher vermutlich auch weniger gefährlich als Gasspeicher.

Ich gebe allerdings zu, dass ich kein Experte dafür bin und mich gerne eines Besseren überzeugen lasse, aber ohne einhellige Expertenmeinung werde ich auch nicht einfach glauben, dass Wasserstoff gefährlicher sei als andere Brennstoffe.

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Alles richtig Daniel, aber wir reden nicht von dem Auto auf der Straße, sondern dem Elektrolyseur im Keller. Wobei ich den Keller jetzt natürlich stillschweigend vorausgesetzt habe weil dort klassischerweise die Heizung steht. Besser diese Speicher stehen wohl weit oben,wo sich der Inhalt im Fall der Fälle verflüchtigen kann.

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definitiv nicht mit grünem Wasserstoff, aber vlt. können wir ja den grauen Wasserstoff nehmen, das würde dann auch der Fossilindustrie wieder helfen. Erstmal langfristige Pfadabhängigkeiten schaffen und dann die Vorgaben aufweichen, wenn der Widerstand zu groß ist.

Es gibt ein Innovatives Projekt in Esslingen, bei dem ein Großelektrolyseur im Quartier steht. Der Vorteil, bei der H2 Herstellung entsteht im Elektrolyseur Abwärme, die hier direkt zur Beheizung der Gebäude genutzt werden kann.
Ich denke nicht, dass H2 gefährlicher ist als Gasheizungen oder Gasherde. Zumindest im Neubau werden hier auch moderne Gaswarnanlagen eingebaut.
Für Einfamilienhäuser kann ich mir nicht vorstellen, dass hier mittelfristig Elektrolyseure wirtschaftlich sind oder auch nur in den kleinen Ausführungen angeboten werden.

Esslinger Quartier bereitet eigene Wasserstoffproduktion vor - energieforschung.de

Die Brennstoffzellen Autos werden mit flüssigem Wasserstoff betankt und können hier nicht als Beispiel dienen.
Der Nachbar mit Elektrolyseuranlage wird seinen Wasserstoff wohl kaum unter großem Energieaufwand bei -253 °C verflüssigen sondern in Gasflaschen mit 200-300 Bar speichern. Da reicht schon ein kleines Leck um ein zündfähiges Gemisch zu erzeugen.

Wenn solche Speicher besser in einem offenen Raum stehen sollten, warum werden H2 Flaschen in Laboren meist in geschlossenen Metallschränken oder separaten geschlossenen Räumen aufgestellt (okay, beide mit Lüftung, aber die kann ausfallen).

Sorry, aber was du hier schreibst ist wirklich nicht durch Fakten gedeckt. Es gibt enorm viel Wissen darüber wie man technisch mit H2 umgeht. Es gibt über 100 Jahre Erfahrung damit wie man damit industriell hantiert und auch große Mengen sicher lagern kann. Da ist überhaupt nichts unsicher, solange nicht Hans Maier auf die Idee kommt selbst an der Lösung rumzuspielen und ein paar Schrauben nachzuziehen. Im Worst Case gibt es auch Sensoren, die man über die Lösung hängen kann und die mit dem Hauptschalter des Hauses verbunden werden können.

Ich halte H2 Heizungen sicher für großen Unsinn, aber eine Gefahr wie von dir dargestellt, sind sie ganz sicher nicht.

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Das weiß ich nicht, wir haben einen H2-Tank von Linde mit flüssigem Wasserstoff und der steht draußen und hat Ex-Schutz. Unser Gaslager mit Flaschen steht draußen, getrennt von entzündbaren Materialien und Zündquellen (wie z.B elektrische Stromkreise insb. Lampen und technisches Gerät). Im Inneren ist nur die Bereitstellung erlaubt und die Lagerung streng verboten. Im Gaslager in unserem Laborbereich ist ausschließlich die Lagerung von Helium und Stickstoff erlaubt und insb. Wasserstoff streng verboten. Ich weiß nicht in welchen Laboren du arbeitest in denen Wasserstoff in geschlossenen Schränken aufbewahrt wird, aber das ist ein Fall den man dringend melden muss. Eigentlich der Arbeitssicherheit aber wenn die eine GBU dieser Art durchwinkt, dann ist auch mit ASi etwas im argen, möchte ich meinen.

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Kosten für CO2, Aufteilung zwischen Vermieter und Mieter: stimmt beides …
Wenn der Vermieter die Heizkostenabrechnung macht, zB bei Zentralheizung, muss der Vermieter sich um die richtige Aufteilung der CO2 Kosten kümmern.
Wenn der Mieter die Heizkostenrechnung direkt vom Versorger bekommt (zB wg Gastherme), muss der Mieter sich drum kümmern, wenn er den Teil der CO2 Kosten, der eigentlich auf den Vermieter entfällt, von diesem erstattet bekommen möchte.

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Also für Menschen mit zu viel Geld (weil Alternativen viel ökonomischer sind) gibt es schon Angebote (Stromspeicher basierend auf Wasserstoff und Solarenergie). Ich habe aber keine Ahnung, ob das auch wirklich schon ein Mensch gekauft hat. Technisch also machbar und @MustrumRidcully, der Speicher ist nicht im Gebäude. Das ist bei den notwenigen Mengen auch sinnvoll (Sicherheit geht eben vor, auch wenn es anders bestimmt machbar wäre).

Grundsätzlich ist Wasserstoff, aus hier im Forum oft genug diskutierten Gründen, keine sinnvolle Option für die Bereitstellung der dezentralen Gebäudewärme. Von daher ist es eben auch notwendig, dass Gasnetzbetreibende anfangen mit einem Ende ihrer Netze zu planen.

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Hier eine kurze Beschreibung der zulässigen Lagerung nach BG RCI (Berufsgenossenschaft Rohstoffe und chemische Industrie).

Die Lagerung im gut gelüfteten Raum oder im an die Lüftung angeschlossen Schutzschrank ist zulässig. Im Arbeitsraum ist, wie du sagst, eine Flasche frei stehend zulässig, aber es geht hier ja um Lagerung. Notfalls wird eine Mauer eingezogen und der Lagerraum an eine Lüftung angeschlossen.

Diese German Angst erinnert mich an meine ehemalige Laborverantwortliche, die mir (damals Doktorand) erklären wollte, ein Tropfen Methanol auf der Haut mache blind, weswegen ich stets Butylschutzhandschuhe, die so unhandlich waren wie Ofenhandschuhe, tragen müsse wenn ich mit Methanol hantiere. Ich habe sie dann mal gefragt, ob sie gern Grappa trinkt und als sie bejahte, warum sie bisher noch nicht erblindet ist. Im Grappa ist bekanntlich ein hoher Methanolgehalt ein Qualitätsmerkmal. So ist das halt wenn man Chemie nur aus Arbeitssicherheitsworkshops kennt.

Interessant. Technisch ist alles möglich. Gibt ja auch diese Bunker für Superreiche, die sich da ihre Rückzugsorte bauen, wenns auf der Erde mal richtig knallt. Leisten kann sich das wohl nur ein kleiner Prozentsatz. Autarkie ist immer die teuerste Lösung und aus Sicht des Gesamtsystems nicht notwendig und nicht rentabel.