Ja, die Idee find ich auch gut. Vermutlich müsste man ja auch nur Schilder aufstellen und Markierungen erneuern und schon hat man es.

Vor allem könnte man das wohl schnell umsetzen, könnte Fingerspitzengefühl walten lassen und sich auf die Bereiche beschränken in denen Platz wirklich ein Problem darstellt und hätte einen schnellen realen Nutzen.

Einschränkungen könnte man dann sehr gut mit Sachgründen verstehbar machen, z.B. dass irgendwo eben nicht das Heck von Transportern entweder den Gehsteig blockiert oder in die Straße ragt oder dass ein breites Auto dafür sorgt, dass Parkplätze links und rechts nicht mehr nutzbar sind.

Im Alltag stelle ich aber fest, dass vielerorts ohnehin die am meisten stören die schon heute komplett illegal parken und somit Gehwege z.B. mit Kinderwagen unpassierbar machen, Radwege zustellen, etc.
In allen Fällen ist am Ende das A und O, dass dies auch entsprechend geahndet wird.

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„Von den 1,3 Millionen Wahlberechtigten haben allerdings nur rund 78.000 teilgenommen, das macht eine Wahlbeteiligung von knapp 6 Prozent. 42.415 der Wählenden stimmten für den Plan der Stadtverwaltung, 35.430 dagegen, 366 enthielten sich oder gaben ungültige Stimmen ab…“

Also da von einer Mehrheit zu sprechen ist schon schwierig. Und Paris ist nochmal ein Sonderfall, da hier wie z.b. such Amsterdam dank sehr gutem Park and Ride eh kein Touri mit dem Auto reinfährt. Das Problem sind nicht die SUV sondern das Angebot. Ab 2 Personen sind die Öffentlichen Verkehrsmittel bereits so teuer das sich der Mehraufwand nicht lohnt und die Lösung ist nicht das Parken noch teurer zu machen. Dann bleib ich halt zuhause, bestell mir einfach alles und die Städter bleiben unter sich. Wie bescheuert eine Grenze anhand von Gewicht und Größe eines Autos ist wurde ja schon Mehrfach geschrieben. Auch wie will man das kontrollieren? Ist der Passat der von jemandem allein gefahren wird nicht schlimmer als ein X5 der voll besetzt ist? Was ist mit Hohen Vans oder T5? Die sind nicht niedriger oder weniger Breit als Suv’s. Das Gewicht ist stark von Ausstattung und motorisierung Abhängig. Also jedes Nummernschild durch das System durchjagen zum kontrollieren? Irgendwie alles sehr unausgegoren. Einfach bessere Angebote schaffen und die Leute machen es freiwillig. Und SUV haben gerade für ältere Menschen mit der erhöhten Sitzposition extrem viele Vorteile und sind nicht ohne Grund beliebt.

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Suff, pardon SUV, ist ein völlig verbrannter Begriff und in der Tat gibt es mittlerweile in jedem Marktsegment beginnend beim Mini Countryman, oder dem VW T-Cross einen SUV. Die Dinger sind so beliebt, weil sie einen höheren Einstieg ermöglichen und man „mit Rücken“ besser wieder raus kommt.

Mit Geländewagen haben haben SUV neben dem hohen Einstieg wenn überhaupt noch den Allradantrieb gemeinsam.

Auch wenn ich ich höhere Parkgebühren für „allgemeingutschädlichere Autos“ befürworte, so ist es doch schwierig eine Trennung zu höheren Parkgebühren für „unmoralische Autos“ zu ziehen.

Die von den Parisern gewählte Metrik, das Gewicht, hat schon Einfluss auf die Schädigung der Straße, aber maßgeblich ist eher die Flächenpressung am Latsch des Reifens und die hängt nicht nur vom Gewicht des Fahrzeugs ab.

Relevant für Parkgebühren sollten aber meiner Ansicht nach Breite oder Länge sein, da ist dann der Einfluss der Masse noch geringer.

Der höhere Verbrauch von SUV Variante im Vergleich zum Standard-Modell kommt meistens von der größeren Stirnfläche und dem schlechteren Cw Wert. Das sollte man aber bei Parkplätzen außen vor lassen.

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Welcher zusätzliche Platzbedarf entsteht denn, wenn weiterhin genau ein Parkplatz in Anspruch genommen wird? (Bezogen auf Parkplätze mit Markierungen)

Es kann ja nicht um die Länge gehen, denn dann würde man es nicht am Gewicht festmachen.

Ich halte von der Idee nichts, da sie sehr leicht als ideologische Bevormundung verstanden (eher: enttarnt) werden kann.

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Leider wird hier aus meiner Sicht wie das andere in dem Thread geschrieben haben die falsche Bezugsgröße als Kriterium SUV oder nicht gewählt.

Das Problem in den Städten ist der zunehmende Platzverbrauch. Der bestimmt sich aus der Anzahl und Größe der Fahrzeuge und nicht aus dem Gewicht.
In meinen Augen wären Lönge und Breite besser geeignet.

Hier wurde ein einfacher Weg gesucht anhand eines Wertes zu Kategorisieren.

Dies ist vergleichbar mit der Tiroler 95dB Regelung für Motorräder auf bestimmten Strecken die sich am Standgeräusch festmacht. Das wirklich für die Anwohner relevante Fahrgeräusch wird nicht berücksichtigt.

Oh Mann, immer solche willkürlich festgesetzten Grenzwerte.
Wenn es keine Ausnahme für Elektroautos gibt, kaufen sich die Leute wieder die deutlich leichteren Verbrenner (vgl. Golf und ID3).

Alle hatten die Möglichkeit zu wählen. Das nennt man Demokratie.

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Wie genau man das Vorgehen gestaltet, kann man ja immer diskutieren.
Sind wir uns wenigstens einig, dass die Städte anders gestaltet werden müssen?
Der Status Quo benachteiligt Kinder, gehandicapte Personen, Radfahrer und auch generell Fußgänger. Der Klimawandel erfordert ebenfalls radikale Veränderungen.

Fragt sich nur, wie man diese Veränderungen anstößt. Mit Verboten oder höheren Preisen.

Soweit ich weiß, haben schon Städte begonnen, die Parkplätze noch größer zu machen. Das kann ja wohl nicht die Lösung sein. https://www.vcd.org/artikel/mehr-raum-fuer-rollende-riesen-sollten-parkplaetze-immer-groesser-werden

Rebound-Effekt lässt grüßen. Es ist völlig überflüssig, dass Autos immer größer werden.

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Begründung?

Kleinteiligere Staffelung bedeutet aber auch, dass die Umsetzung komplizierter wird. Das muss auch berücksichtigt werden. Da ergibt es dann Sinn, weniger Kategorien zu schaffen.

Ich bin da nicht, ganz sicher, ob das nur Nachfrage oder nicht auch Angebot ist. Ford z. B. hat den Grand C-Max, typisches Familienauto, aus dem Programm genommen.

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Beispiel: Golf GTI 1,57t, ID3 1,8t

Will man regelmäßig in die Stadt fahren, kauft man den Verbrenner.
Der ID3 hat nicht mal einen großen Akku und der alleine wiegt schon 500kg.

Grundsätzlich sind Elektroautos schwerer als Verbrenner. Das Gewicht als Maßstab zu nehmen, ist Unsinn.

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Für Elektro gilt in Paris eine höhere Gewichtsgrenze (2t).

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Parkplätze kleiner machen und dann eine Pflicht ggf 2 (oder 3) Parkscheine zu lösen, fände ich gut. Auch Anwohnerparkausweise nach Länge/Breite gestaffelt halte ich für sinnvoll.

Da gibt es einen direkten Zusammenhang. Nicht aber bei Gewicht oder gar weil es ein „SUV“ ist.

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Na, warum nimmt man wohl ein Automodell aus dem Angebot?
Weil die Nachfrage nicht groß genug ist …

Wenn, dann müsste man mit der Werbung argumentieren: Die Hersteller bewerben eher ihre höhermargigen Modelle. Das dürfte wohl in den meisten Branchen so sein. Will man das wirklich regulieren?

Wenn dann muss der Kauf solcher großen / schweren Autos mit schlechterem Luftwiderstand = höherer Verbrauch = höherer CO2-Emission unattraktiver machen, in dem man die Nutzung teurer macht: Erhöhte Kfz-Steuer (aber spürbar), erhöhte Zulassungskosten, erhöhte Parkgebühren.

Ganz unabhängig von Klima, „Stadtverteilungskampf“ und Regulierung: Wenn ich Betreiber eines Parkhauses (oder Parkplatzes) wäre, würde ich Wege suchen, wie solche Karossen mehr bezahlen müssen. Denn sie verringern den verfügbaren Parkraum und damit meinen Umsatz und erhöhen den Verschleiß (Markierungen, Fahrbahnen, …)

  • Was erste, was ich tun würde, ist: Halter von Fahrzeuge, die mehr als einen Parkplatz nutzen (entweder, weil die Autos zu fett oder die Fahrer zu schlecht sind), bekommen eine Rechnung über einen (in den AGBs festgesetzte) Pauschale.
  • Aufwendig: Beim Hereinfahren werden Autos gescannt und gewogen. Beim Herausfahren kann per Kredit-, EC- oder Kunden-Karte bezahlt werden.*) Die Höhe der Parkgebühren wird Anhand des (bei der Einfahrt gescannten) Kennzeichens ermittelt. Große / schwere Autos kosten mehr.
    *) ich weiß nicht, wie viele Kunden man verliert, die auf (anonymes) Barzahlen bestehen

Aus meiner Sicht sind diese Dinge hier schon geklärt.

Was möchte man erreichen? Man möchte einen angemessenen und fairen Preis für die Beeinträchtigung öffentlicher Güter - Straßenraum, Luft, Ruhe - erheben, um eine Lenkungswirkung zu erzielen. Die Haupteinflussfaktoren auf die Inanspruchnahme der Güter sind Größe, Gewicht und Art der Motorisierung des Autos.

Breite und Länge des Autos sind direkt für die Inanspruchnahme von Straßenraum entscheidend und zugleich gar nicht so schlechte Proxies für das Gewicht. Zudem sind sie besser als das Gewicht, weil man mit letzterem eine gewünschte Antriebsart, die Luft und Ruhe nicht so stark beansprucht, pönalisieren würde. Dass Typisierung notwendig ist, ist klar, das argumentum ad absurdum mit den Nummernschildern daher fehl am Platz. Jede abmessungsorientierte Lösung wird ohnehin für eine fairere Verteilung der Kosten sein als der Ist-Zustand, denn in dem gibt es entweder keine oder einheitliche Parkgebühren. Die Durchsetzung ist denkbar einfach mittels entsprechender Markierungen und im Notfall halt mit dem Maßband.

Das kann ich nicht nachvollziehen. Du sagst selbst, der ÖPNV ist zu teuer, aber meinst, eine relative Vergünstigung im Vergleich zum Auto bringe nichts.
Wenn Du Zuhause bleibst, prima, der Lenkungseffekt tritt ein. Wenn Du den ÖPNV nimmst, prima der Lenkungseffekt tritt ein. Wenn nicht, wirst Du fairer an den Kosten beteiligt. Sollte der Lenkungseffekt flächendeckend ausbleiben (was ich grds. für unwahrscheinlich halte), man hätte immerhin Einnahmen, die man zur Aufwertung des Straßenraums oder für den ÖPNV nutzen könnte.

Das Beispiel mit den Kosten halte ich in der Pauschalität auch nicht für richtig. 2 Personen ist ein wenig die Todeszone. Jedenfalls in meinem Verkehrsverbund gibt es aber Gruppentickets, mit denen die Kosten pro Person ab >2 Personen deutlich sinken.
Klar, mehr ist immer besser. Autos bieten ihren Eigentümer:innen unerreichte Flexibilität und tlw. auch Komfort, kosten aber auch die Allgemeinheit mehr. Vermutlich alle hier wollen besseren und günstigeren ÖPNV (mit dem Deutschlandticket hat man jetzt immerhin schon einen flächendeckenden Preisdeckel und sobald man ein wenig öfter Bahn fahren muss, kann sich das schon lohnen). Wir kennen aber auch die aktuelle Haushaltslage der Kommunen, die den ÖPNV betreiben und der Länder und des Bundes, die dazu Zuschüsse leisten. Und man kann in aller Regel das eine tun, ohne das andere zu lassen.

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Entschuldige, hab vergessen implizites Wissen niederzuschreiben: als wir den Grand C-Max gekauft haben, hat der Händler uns gesagt, dass wir Glück hätten, die Nachfrage sei bei ihm groß und der laufe gut, aber die Produktion sei eingestellt. Außerdem kenne ich es aus dem Bekanntenkreis, dass SUV mangels Alternative gekauft wurden.

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KFZ haben meines Wissens nach quasi gar keinen Einfluss auf die Schädigung der Straßen, da die Straßen so viel mehr durch LKW und Witterung beansprucht werden, dass die Anzahl der Autos für die Lebensdauer quasi nicht relevant ist (so erklärte es mir jemand der Straßen projektiert).

Das sehe ich absolut so. Nur sehe ich den Nutzen jemanden auf P+R zu bringen als das vielfache von jemanden statt mit einem X5 jetzt mit einem Golf in die Stadt fahren zu lassen.
Lieber einen auf P+R bringen als 10 Leute den Zweitwagen statt den Erstwagen nehmen lassen.

Daher bin ich dafür a) generell mehr für Parken in Innenstädten zu verlangen und damit den ÖPNV günstiger zu machen. Optimal wäre für mich noch immer ein kostenfreier ÖPNV, wo ich einst dagegen war, aber seit die Kosten im Rahmen des 9 € Tickets auf dem Tisch waren glaube ich, dass dies gesellschaftlich realisierbar wäre und gute Lenkung brächte.

Wenn man doch mal Kategorien schafft, dann dürfte es kaum mehr einen Unterschied machen ob es zwei, drei oder vier sind.
Von mir aus gerne nur zwei Kategorien, dann aber die Grenze eher bei 1,9 t als bei 1,6 t (nur als Relation, weil Gewicht sehe ich eh nicht als Kriterium geeignet).

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Wenn gerade mal 6% Stimmen abgeben und grob 3% dafür sind ist aber schon die Frage was da schief gelaufen ist. Wie die Umfrage wohl ausgegangen wäre, würden die Gebühren auch Pariser treffen und nicht nur auswärtige kann man sich fast denken.

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Nachollziehbar, wie der Skoda Fabia Combi: er kanibalisiert Verkäufe der nächsthöheren Klasse.

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