Ich muss wie schon öfter darauf detaillierter eingehen, da ich diese Herangehensweisen als wenig sinnvoll bewerten würde.
Das ist schlichtweg falsch. Es ist aktuell nicht machbar da Gewicht von Elektrofahrzeugen signifikant zu reduzieren, ohne dabei Dinge wie Crashsicherheit drastisch zu beschneiden. Sicher wird technische Entwicklung da Fortschritte bringen, aber das einfach so hinzustellen ist nicht korrekt.
Dazu kommt: Was heißt hier praktikabel? Klar muss man Autos nicht absichtlich schwer bauen, aber was ist daran jetzt ein Problem der Praktikabilität? Bei Sicherheit, gerade für nicht geschützte Verkehrsteilnehmer gehe ich mit, aber was ist hier der Punkt?
Mag auf einige zustimmen, wieder andere haben einfach keine Alternative zum Auto und können mit einem aus Ökostrom geladenen E-Fahrzeug wenigstens einen Beitrag leisten. Ich würde das auch dem größten Teil der Leute unterstellen. Wie viele Leute auf meinem Täglichen Arbeitsweg fahren die Strecke aus Spaß zur Freude und wie viele weil sie halt schlicht zur Arbeit müssen und keine andere Wahl haben?
Aus einer Gesamtmobilitätssicht noch ein bisschen verständlich, technisch eher Unsinn.
Gerade bei Elektrofahrzeugen spielt Gewicht beim Verbrauch eine untergeordnete Rolle. Ich habe das Beispiel schon mal angeführt, aber ein 2,5m 1200kg E-Smart verbraucht 50% mehr als ein 4,50m 1850kg Tesla Model 3. Hohes Gewicht =/= hoher Verbrauch.
Überhaupt, was ist denn das Gewichtslimit? 1,2 Tonnen? Zoe ist ja auch schon zu schwer, siehe weiter oben. Gilt das auch für Transporter? Habe weiter oben gelernt dass Menschen mit solchen Vans auch gerne in den Urlaub fahren. Fallen Handwerksbetriebe und Lieferfienstendann raus? Was ist wenn der Chef privat mit dem Firmenbus fährt? Was machen wir wenn Batterieautos zu schwer sind? Fahren wir dann weiter Verbrenner? Die sind ja etwas leichter. Oder machen wir einfach nichts bis es leichte Autos gibt? Oder besser komplett Autos verbieten? Ich halte das für absurd.
Wenn jemand mit einem 200.000€ Porsche Taycan zur Arbeit fährt (sehe ich tatsächlich regelmäßig, schön mit 110km/h auf der Autobahn) ist mir das allemal lieber als wenn diese Person mit dem Panamera mit 16L Benzinverbrauch fährt. Diese Person wird nicht in schlecht ausgebaute Öffis steigen, da kannst du noch so viel von „verqueres Luxusverständnis“ erzählen.
Ich bin der Meinung, dass man mit solchen Aussagen eher Menschen gegen sich aufbringt als sie für sich zu gewinnen. Man torpediert damit die Entwicklung in der Gesellschaft, die zwar sehr langsam läuft, aber immerhin etwas. Man muss doch nur mal in die Medien schauen wie extrem FFF schon für absolute Minimalforderungen angegangen werden. Die Menschen sind nicht mal bereit sich zu verändern ohne auf etwas verzichten zu müssen.
Ab hier ist mir eigentlich alles klar. Natürlich kann man fliegen verurteilen und selbstverständlich sollten die CO2 Emissionen endlich in die Ticketpreise eingepreist werden, ebenso wie die Folgekosten.
Aber ist die Lösung jetzt dass wir auf alles was uns die letzten Jahrzehnte so gebracht haben jetzt wieder verzichten, auch wenn es in der Zukunft vielleicht sogar klimaschonend möglich sein wird? Ich sehe das ehrlich gesagt nicht.
Die Personen, die am meisten zur Verschmutzung der Umwelt beitragen haben ohnehin so viel Geld, dass die das alles wirklich 0,0 kratzt. Die machen einfach weiter wie bisher. Wir können die Leute also abholen und versuchen sie zu begeistern, oder es ändert sich nichts. So läuft das nun mal.
JA zu starkem EE Ausbau, JA zu höheren CO2 Preisen, JA zu Tempolimit, JA zu reduzierten Autoanzahlen oder möglichst autofreien Innenstädten, JA zu besserem ÖPNV außerhalb von Städten.
Ich bin mir absolut sicher, dass wir so mehr erreichen als wenn man schlichtweg teure Autos verbietet.
Mir fehlt bei den ganzen Forderungen und Analysen der Blick auf die tatsächliche Lösung von Problemen. Mit der Sichtweise schafft man meines Erachtens deutlich mehr Probleme als man aus dem Weg schafft.