Guenther hat das ja prima vorgerechnet. Auch mit dem Verhältnis Strom zu Gaspreis. Wobei selbst das noch zu positiv dargestellt ist, weil man für den WP Stromtarif einen eigene Zähler braucht. Und der kostet mehr Miete als man mit dem Tarif der nur Nachts gilt einsparen kann. Auch PV Strom hilft nur sehr eingeschränkt. Im Winter schein halt keine Sonne, und vor allem dann nicht, wenn die WP läuft. Und wenn tagsüber nix kommt, dann hilft auch kein Speicher.
Ich möchte die Technik aber keinesfalls schlecht reden. Ich habe das alles selber installiert und bin absolut überzeugt, dass es der richtige Weg ist. Man sollte sich nur bewusst sein, dass es kein Sparmodel ist (muss es ja auch nicht). Da hilft auch die BAFA Förderung nicht viel weiter. Weil die WP im Vergleich zur Gasheizung immer noch das Doppelte kostet.
Jetzt stelle man sich das mal in der Wirtschaft vor. Das was wir privat machen wäre dort komplett ausgeschlossen.

Un trotz all dem, setzten 70 % der Leute bei Neuanschaffung immer noch auf Gas. Ziemlich ernüchternd :expressionless:
Deutsche installieren so viele Gasheizungen wie seit 25 Jahren nicht

EDIT: Musste erstmal googeln wo der Unterschied liegt und frage mich jetzt zusätzlich, wer sich, wenn er denn noch auf einen fossilen Brennstoff setzt, sogar noch einen ineffizienten Niedertemperaturkessel einbaut :man_facepalming:t3:
Niedertemperaturkessel oder Brennwertgerät? |Thermondo

Der Run wird auch noch anhalten. In der Nachbarschaft installieren gerade alle „Alten“ noch neue Gasheizungen. (Mag auch an einem Gruppeneffekt liegen, weil zwei angefangen haben.) Das Kalkül ist bei allen, das die Restlaufzeit der neuen Heizung ihrer eigenen Lebenserwartung entspricht und sie dann mit Sanierungen am Haus durch sind.

Deswegen nutzt hier nur ein hartes Verbot.

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Und jetzt kann man das endlich auch mit politischen Gründen erklären, die sogar die „Alten“ (@Gutemine ;)) verstehen. #DankePutin

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Das wird dann noch verbunden mit der Pflicht das Dach voll mit PV zu packen. Wer das nicht finanzieren kann, der stellt es den Stadtwerken zu Verfügung und kann den Strom nutzen mit 5 ct unter Markt Preis. D.h. Profit für alle.

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Das war, als die 100W Glühbirne abgeschafft wurde, auch so. Da sind die älteren, die das Gewohnte festhalten wollten losgegangen und haben haufenweise Glühbirnen gehortet.

Ich habe den Eindruck, dass das so zu einfach ist.
Die meisten haben eher Angst vor der Komplexität und auch der Schwieigkeit, Handwerker zu bekommen. Der Heizungstausch wurde von einem Nachbarn angefangen, weil seine Heizung tatsächlich kaputt war. Der unmittelbare Nachbar hat sich drangehängt und nachdem das gut geklappt hat, hat der Heizungsbauer ein Abo gehabt und konnte quasi Fließbandarbeit machen.
Zwei Nachbarn - die mit Kindern und Enkeln - haben tatsächlich versucht, es klimafreundlicher zu machen und einen Energieberater beauftragt, aber das wurde ihnen dann einfach zu kompliziert. Wärmepumpe (wäre quasi eine Heizungstausch gewesen), andere Heizkörper, teilweise andere Fenster, dann am besten Photovoltaik für die Wärmepumpe und vor der Solaranlage noch das Dach machen. Ach ja, eigentlich noch das Haus dämmen. Das war denen gar nicht einmal von den Kosten zu viel, sondern vom Aufwand her. Wie komme ich an die Handwerker und wer koordiniert die Gewerke? Habe ich Lust, in eine Baustelle zu wohnen?
Vielleicht gibt es dazu dann auch „Rundum-Sorglos-Pakete“, bei denen ein Anbieter das alles für einen Hausbesitzer abwickelt. Im Moment gibt es das bei uns aber nicht. Eher ist man damit beschäftigt die Handwerker mit dem Lasso einzufangen.
Ich sehe den Engpass gar nicht beim Baugeld, sondern bei der Bauleistung.

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Das wird auch so schnell nicht besser. Denn nur die Leute die wir heute anfangen auszubilden werden dann auch in rund 3 Jahren qualifizierte Arbeit abliefern können.

Bei der Beteiligung der Vermieter am CO2-Preis kommt langsam Bewegung in die Sache, nachdem es die Groko dank der CDU/CSU nicht hinbekommen hatte.

Das sollte doch vielleicht den ein oder anderen Vermieter motivieren, bei einem künftigen sowieso fälligem Austausch der Heizung, über eine klimafreundliche Lösung nachzudenken :slight_smile:

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Inbesondere lenkt es den Blick der Vermieter zum allerersten Mal überhaupt auf den Energieverbrauch ihrer Gebäude. Dass die anteilige Kostenbeteiligung der Vermieter nämlich vom Energiebedarf ihres Gebäudes abhängt, wird einigen, hoffentlich, die Augen öffnen.

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