War das unterschwellig? 
Ich stimme zu, dass die Pauschalisierungen problematisch/nicht 100% treffgenau sein können, aber alle diese Gruppen, die du genannt hast, kommen in der Diskussion vor, Reiche aber fast bis gar nicht.
Ich verstehe den Einwand von einigen hier, dass man nicht einfach diese Energie mit der jetzigen Gaskrise gleichsetzen kann. Das stört mich an der Art der Berechnung auch, aber der Ausgangspunkt dieses Artikels oben ist eine Arbeit von Yannick Oswald (seine Forschung), die ich so aber nicht finden kann. (@MarkusS Die Kurve ist glatt, weil sie geglättet wurde, was ich bei 100 bins und in einer Zeitung akzeptabel finde.)
Die Forscher müssen diese Zahlen simulieren, so wie man auch die Einkommen und Vermögen - vor allem ganz oben - nur abschätzen kann. Da kann man jetzt sicher viel Kritik an der genauen Methodik anbringen, aber bezweifelt jemand ernsthaft die ungefähre Richtigkeit? Wenn ja, würde ich ein neues Thema vorschlagen und hier trotzdem weiterdiskutieren mit dieser Verteilung als Prämisse.
Wenn man den Energiekonsum über jeweils 10 Prozent der Bevölkerung mittelt, dann kommt diese Grafik heraus:
Wir sehen hier „nur“ noch einen Unterschied von ca. einem Faktor 10 zwischen den obersten und untersten 10 Prozent. Will sagen, dass der Unterschied zwischen ganz unten und ganz oben viel größer ist als nur ein Faktor 2. Ich wage mal die These, dass es beim Heizen einen ähnlichen Effekt gibt und ganz oben individuell viel mehr gespart werden könnte.
Es wurde viel auf die Statistik, ihre Übertragbarkeit usw. eingegangen, aber ich denke, dass wir uns darauf einigen können, dass im oberen Spektrum mehr Energie verbrauchen, sie aber fast nicht in der Öffentlichkeit erwähnt werden, wo man denken könnte, dass es gerade da viele tiefhängende Früchte gäbe. Findet ihr das okay?
Warum fragwürdig? Für die Fragestellung des Gassparens? Stimme ich z.T. zu, aber ich denke schon, dass eine Tendenz erkennbar ist.
Ein verwandtes Thema wäre in dem Zusammenhang natürlich auch der Klimawandel, wo die Grafik auch eine Diskussionsgrundlage bieten könnte. Und der Klimawandel ist die viel größere Bedrohnung, weshalb die Öffentlichkeit und Politik die Gaskrise auch als Übungs- und vielleicht Umstellungssituation für die lauernde existentielle Gefahr framen könnte.