Olaf.K
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Ginge schon nur dann kommt ein Zweisitzer ohne Laderaum raus ^^
Den will ja aber auch keiner.
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Weil „der Markt“ leider ebenjene Folgekosten nicht einpreist. Sie sprechen die Lösung im Beitrag bereits an: Klimakosten / Umweltfolgekosten müssten realistisch in ein Produkt und dessen Betrieb eingepreist werden, dann würde „der Markt“ genau das regeln.
In diesem Fall finde ich mich tatsächlich wieder, konnte aber meine Einschätzung zum Thema Markt verändern. Gerne möchte ich das kurz erläutern:
Wären wirklich alle Folgekosten eines Produktes in seinen Preis eingerechnet, könnten ineffiziente, schwere Fahrzeuge einen gewaltigen Nachteil haben. Das Problem: Profite werden eingesteckt, Verluste an die Gemeinschaft verteilt. Dadurch gibt es genau dieses Zerrbild. Noch vor 15 Jahren sind Leute mit 6-10 Zylinder Diesel SUVs (Tuareg, Porsche SUVs etc.) herumgekarrt, weil es ihnen einfach nicht genug weh getan hat an der Zapfsäule. Ein Teil dessen ist bspw. die Steuererleichterung auf Dieselkraftstoff in Deutschland. Heute tut das bereits deutlich mehr weh.
Mit einem realistisch bemessenen CO2-Preis und der Einpreisung von der Beseitigung der Ölpest im Meer haben wir ein noch viel deutlicheres Bild. Wenn wir dann noch dazu kommen, dass es auch „immaterielle Werte“ gibt, man diese und weitere Folgekosten einpreist (bspw. eine schöne Landschaft, Artenvielfalt, Erholung, Lärm- / Stresskrankheiten, Lungenkrebs durch Abgase etc.), wird das ganz schnell zu einem Umdenken führen.
Das doofe für den Blauwal ist halt, dass der kein Geld verdient. Was ich damit sagen will ist, dass der Verlust dieser immateriellen Werte ebenfalls einen gesellschaftlichen Preis hat, den man abbilden müsste. Dann hätten wir ganz schnell eine sehr, sehr prekäre Lage für alle SUV-Fahrer.
Weil der aktuelle Marktpreis nicht die gesamte Realität abbildet (siehe oben).
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Genau dieses (noch vor 25 Jahren eine Sonderausstattung) Luxusbauteil in einem Auto steigert den Spritverbrauch. Siehe hierzu
Fazit
Wer was für die Umwelt tun will fährt ein Auto ohne Klimaanlage
Edit
Heizung und Klimaanlage verringern die Reichweite bei E-Autos massiv.
Ja, das stimmt, aber ich bin kein Asket. 
So ein bisschen Askese würde der Sache aber gut tun.
Wenn wir uns JETZT nicht freiwillig zurücknehmen werden wir in Zukunft von den Umständen dazu gezwungen. Das gilt ganz allgemein für alle Verbrauchsgüter, die wir benutzen als gäbe es kein Morgen.
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LeoWom
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Das liest sich, wie wenn eine Klimaanlage überflüssiger Luxus wäre. wie z.B. ein über das ganze Jahr geheizter Whirlpool im Garten. Mit solcher Gleichmacherei diskreditiert man die an sich gute Sache. Eine Einsparung gewinnt nicht dadurch an Wert, wenn es ausreichend Askese verursacht.
Ein Kollege erzählt mir immer davon, wieviel Energie bei der Benutzung des Internet verschwendet wird. Gleichzeitig fährt er jeden Tag mit seinem fossilen Auto in der Gegend herum und hat sein Fahhrad verkauft.
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Damit wären alle Menschen die sich vor dem klimatisierten Automobil fortbewegt haben Asketen!?
Die Grundüberlegung ist aber doch „was ist der Standart“ und ist das was als Standart bezeichnet wird „gerechtfertigt?
Ein paar Standards die m.M. nach überdacht gehören:
- kein Tempolimit
- muss ich immer die „Wohlfültemperatur“ in meiner Umgebung erreichen?
- muss ich überwiegend Fleisch essen?
- muss ich 3 mal im Jahr in den Urlaub fliegen?
Die Liste lässt sich beliebig erweitern.
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Wärmepumpe ist die Lösung, die hat jedes E Auto wegen der Effizienz und eine Klimaanlage ist nix anderes als eine umgedrehte Wärmepumpe, das klappt in beide Richtungen.
Einsparen finde ich generell gut, aber Askese und totaler Verzicht = nein, denn das ist einfach viel zu kurz gedacht!
Das ist ein sehr valider und interessanter Punkt.
In diesem Thread geht es ja um das Energiesparen. Ich möchte mal das ganz große Fass „Sparen“ im Allgemeinen aufmachen. Ich bin kein Freund der Sparsamkeit und zudem der Ansicht, dass Sparsamkeit der Umwelt nichts bringt. Bevor Ihr Eure Fackeln ölt und Mistgabeln spitzt, hört mich an:
- Wenn man spart, führt es im Allgemeinen dazu, dass man Geld irgendwo anhäuft und dann später am Stück ausgibt. Die Umwelt würde also nur verschont werden, wenn man das Geld für immer aus dem Wirtschaftskreislauf entfernt, auch nicht vererbt.
- Wenn man nun auf „böse“ Produkte verzichtet, sich also asketisch verhält, dann verringert sich ja die Nachfrage nach „bösen“ Produkten und deren Preis sinkt. Schwups kommen ein paar neue Konsumenten um die Ecke, die sich jetzt das „böse“ Produkt leisten können.([1], Seite 63) Ein makroökonomisches Beispiel ist Indien, das sich jetzt zu Discountpreisen mit russischem Öl eindeckt.
- Das Filtern der Konsumgüter nach guten Produkten ist unheimlich schwierig und zeitaufwändig. Ich zum Beispiel habe lange gedacht, dass es in Deutschland keine Eier aus Käfighaltung mehr gibt, bis mich jemand darauf aufmerksam gemacht hat, dass diese in eigentlich allen Nudelprodukten drin sind. [2]
Sparsamkeit und Enthaltsamkeit sind die Totschlagargumente der Liberalen, die einem weismachen möchten, dass die Welt besser wird, wenn „Du“ dich gut verhältst.
Das stimmt meiner Ansicht nach nicht, Ordnungspolitik ist der einzige Weg zu einer besseren Welt. Tiere dürfen nicht industriell produziert werden. Acker dürfen nicht mit Pestiziden und Dünger getränkt werden. Energieerzeugung darf kein CO₂ ausstoßen.
Das muss die Politik regeln und innerhalb der von der Politik gesetzten Leitplanken bewegen wir uns dann gemeinsam auf eine Kreislaufwirtschaft zu und fertig. In so einer Welt kann man auch mal guten Gewissens ein Steak essen.
Das ist nämlich ein weiterer Nachteil der liberalen Denkweise. Dadurch, dass man die Verantwortung auf den einzelnen abwälzt, sind diese dazu verdammt alles zu hinterfragen und ihre Umgebung zu missionieren.
[1] Endbericht: Rebound-Effekte
[2] Eier aus Käfighaltung - versteckt in Lebensmitteln
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LeoWom
42
Das stammt nicht von mir sondern von dir 
Ich habe damit nur provoziert und du hast ja auch erklärt, dass du das gar nicht meinst - ist also alles gut.
Bezüglich der Standards möchte ich dir widersprechen. Und zwar deshalb, weil der bei jedem woanders liegt. Wohnen und Mobilität sind bei mir CO2-frei, und fliegen tu ich auch nicht mehr. Wieso sollte ich in meiner Wohnung frieren müssen? Bin ich nur dann ein besserer Mensch?
Aber ich glaube du meinst wieder etwas anderes. Und ich stimme dir prinzipiell zu, ohne formulieren zu können was genau es ist 
LeoWom
43
sorry unkreativ, aber in diesem Fall ist das Kappes. Jede Klimaanlage verwendet das Wirkprinzip der Wärmepumpe.
Zur Substanz-Bereicherung: im verlinkten Artikel von Schlossermeister wird ja erklärt, dass ungeregelte Systeme ein Vielfaches von ungeregelten benötigen. Ein guter Teil der Klimaanlagen im Auto ist ungeregelt. Die Technik kostet an sich nur vielleicht 30 Euro. Geregelt würde man vielleicht bei 50 Euro liegen. Aber die Automobilhersteller schlagen 1000 Euro drauf. Und so etwas gehört gesetzlich verboten. Da hat der Schorschi recht.
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LeoWom
44
In Rom und bei Brot und Spielen sind wir ja nu nicht. Es darf schon jeder seinen Kopf einschalten. Aber für diejenigen, die das nicht schaffen benötigen wir die Werkzeuge des Kapitalismus (es muss Geld kosten) oder der Gesetzgeber regelt das.
Dann bleibt nur die Frage, wie schaffen wir eine Mehrheit, die die Politik in die „richtige“ Richtung bringt?
Solange die von dir beschworenen Liberalen in der Regierung sitzen ist diese Argumentation eine Anleitung zum Nichtstun.
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Zur Substanzbereicherung das komplette Auto ist Smart, aber die Wärmepumpe ist ungeregelt:rofl:




Die WP im E Auto ist konvergiert gegen minimalem Energieverbrauch!
Beim klimatisieren benötigt die WP im Auto minimal Energie und im Winter beim heizen nur minimal mehr!
Ich habe keine Angst vor einer Vollsperrung
im Winter: wenn ich bei minus 5 Grad 10 Stunden die WP auf 21-23 Grad Innenraum stelle braucht das ca 20% Akku = 14 kwh
Der Witz an der Wärmepumpe ist die JAZ, sprich die WP bekommt Umgebungsenergie mit on top so wird aus einer KWH Strom ca 3-5 KWH Wärme
Kappes?
LeoWom
47
Du hast den Hinweis missverstanden. Jedes Auto mit Klima hat heute schon ein Aggregat welches mit dem Wirkprinzip der WP arbeitet. WP im Auto ist also ein alter Hut. Neu ist nur die Nutzung der heissen Seite.
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rph
48
Nur, dass man bei einer Klimaanlage keine Wärme möchte.
Der Hinweis auf die „umgedrehte Wärmepumpe“, um die Klimaanlage als was harmloses darzustellen, lässt sich auf jede Klimaanlage im Haus und auf jeden Kühlschrank und jede Kühltruhe anwenden.
Die Dinger brauchen Energie, und die gibt es nicht gratis, schon gar nicht im E-Auto, wo ja nichts verbrannt, und daher auch kaum was heiß wird. (Und natürlich ist Wärme zum Heizen effektiver einzusetzen als zum Kühlen).
Danke ebenso, effizienter geht es aber halt nicht, und ähnlich wie in Häusern, wird es künftig wichtiger werden die Autos zu kühlen.
Stichwort „Menschengemachter Klimawandel und Erwärmung“.
Deshalb ist der Hinweis, man solle ein Auto ohne Klimaanlage kaufen eher schlecht!
Geht aber bei E Autos eh nicht, weil diese Batteriekkühlsysteme brauchen und dabei wird zb im Winter die Batterieabwärme fürs Heizen des Autos benutzt!
Wie halt bisher bei den Verbrennern auch die Motorabwärme genutzt wird. Das klappt ja aber bei den ausoptimierten Verbrennern schon nicht mehr.
Bitte gerne 
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Ja stimmt, so habe ich es nicht gesehen. 
Das bedeutet aber im Umkehrschluss, dass man missionieren muss, bis man etwas über 50% der Wahlberechtigten von seiner Ansicht überzeugt hat. Dann kann man es für alle bindend in ein Gesetz gießen 
Kacke, sich selbst einen Strick gedreht und dabei hasse ich Missionare doch so sehr 
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pero.s
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Das funktioniert eben nicht. Erstens schaltet nicht jeder seinen Kopf ein, zweitens interessiert sich nicht jeder dafür, drittens sieht es nicht jeder ein, viertens ist so manch einer viel zu bequem um was an der derzeitigen Situation zu ändern, und, und, und.
Es auf den Einzelnen abzuwälzen wird nicht funktionieren. Hat ja bisher auch nicht funktioniert. Auf welche Probleme wir zusteuern ist schon seit den 70-ern bekannt. Aber was soll der Einzelne schon unternehmen? Wo waren denn die Wärmepumpen, die Elektroautos und all das andere Zeug in den 90ern? Wo waren sie in den 2000-ern? Und wo in den 2010-er Jahren? Selbst wenn die Leute gewollt hätten, da war nichts substantielles da.
Schlimmer noch: Vorschläge der Grünen wurden regelmäßig bekämpft und ins Lächerliche gezogen. Nicht nur von der Union, sondern eigentlich schon fast gesamtgesellschaftlich inklusive Presse. Den Grünen wurde sogar das Label „Verbotspartei“ vergeben. Für mich ein Qualitätssiegel, für die meisten ein Schimpfwort.
Es auf den einzelen abzuschieben ist nicht nur eine faule, es ist eine perfide Ausrede. Fakt ist, dass solch steuernde Maßnahmen „der Politik“ obliegen und nicht dem Einzelnen. Dafür wählen wir unsere Politiker schließlich. Das ist deren Auftrag. Und Fakt ist auch, dass „die Industrie“ ihre jahrelang funktionierenden Cash-Cows gemolken hat und nichts nennenswertes in Richtung Energie- und Verkehrswende unternommen hat. Schlimmer noch, mit Lobbyismus, Kampagnen und anderen Aktionen hat „die Industrie“ sich aktiv dagegen gewehrt. Und alles das in voller Kenntnis der Studienlage und der Aussagen von der Klimaforschung.
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LeoWom
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Du hättest den zweiten Satz ruhig auch lesen können, kostet nix 
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