Elektromobilität und Unternehmensstrategien

stimmt einfach nicht. Wenn BMW und Mercedes jeweils 2.500.000 Autos verkaufen, dann ist das nicht irrelevant. Dem unbenommen ist aber, dass in der Zukunft mehr Elektrofahrzeuge gebaut und verkauft werden.
Trotzdem wird die Torschlusspanik vor dem denkbaren Verbrenner- oder SUV-Verbot jetzt die Verkäufe dieser bald nicht mehr gefertigten Fahrzeuge anschieben.
Die teuersten Autos waren schon immer die ersten und die letzten eines Modells. Selbes gilt für Antriebsstränge. Die frühzeitliche Kommunikation von Verboten ist daher eine Garantie für Margensteigerung.
Wie heute bekannt wurde wird Ford Saarlouis nicht mehr in Deutschland produzieren und nach Valencia ziehen um dort Elektroautos herzustellen. Das ergibt Sinn, denn Elektrofahrzeuge benötigen mehr Energie während der Herstellung - und die ist teuer im sonnenärmeren Deutschland. Damit verliert das Saarland nach Saarstahl ein weiteres Schwergewicht an Arbeitsplätzen: 6.000 Leute sind kein Pappenstiel. Relevanter ist jedoch die grundsätzliche Aussicht: Warum sollte man in einem Staat mit einem der höchsten Lohn- und Energiekosten - in Deutschland - fertigen? Solang Deutschland nicht mit Spanien konkurrieren kann wird die Relevanz des Automobilsektors abnehmen. Sorgen machen sollte also die absolute Zahl der Autoexporte aus Deutschland- und da wird Tesla mit seinem maximalen Output von 500.000 Fahrzeugen pro Jahr auch nicht helfen.