Einseitige Betrachtung - Klimawende macht alles teurer

Hallo in die Runde,

ich möchte hier ganz gerne etwas zur letzten Lage, aber auch zu der ein oder anderen Diskussion ergänzen, z. B. Einschätzung zu zivilem Ungehorsam - #29 von Palaress.

Ich finde, dass das „Alles wird teurer“ viel zu dominant ist. Und dabei werden zwei Aspekte gar nicht betrachtet:

  1. Es wird auch „alles“ besser. Ich bin sehr gerne bereit dafür Geld zu zahlen, dass hier keine Autos mehr die Luft verschmutzen, dass der Verkehrslärm abnimmt, dass ich bequem mit dem Fahrrad überall hinkann, dass ich keine Diktaturen indirekt mit meinem Geld subventioniere und dass die Stadt grüner wird. Gibt noch zig Gründe mehr. Aber ein wesentlicher Aspekt des Klimawandels ist, dass ich nicht nur dadurch profitieren, dass Klima nicht immer wärmer und wilder wird, sondern dass ich ein besseres Leben habe. Müsste also eigentlich voll das FDP-Thema sein.
  2. Es stimmt gar nicht, dass alles teurer wird. Ganz im Gegenteil, so richtig teuer wird es, wenn wir so weiter machen wie bisher. Die letzte Generation hat da an einem hübschen Tsunami gebastelt, der gerade anfängt sich etwas zu kräuseln. Teuer wird es, wenn das Ding bricht.
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Hatten wir die Diskussion nicht auch schon bei ‚grüner Stromerzeugung‘? Wenn erst mal überall Solar und Windkraft verfügbar ist, dann gibt es ja auch gute Überkapazitäten und der Strom wird punktuell sehr günstig.
Ich wäre auch für eine Überflussökonomie: Überfluss an nicht endlichen Ressourcen, gut geschützter Umwelt, gute Bildung etc.
Das ‚alles wird knapp‘ Meme ist doch auch teilweise ein Instrument der Accelerationisten die so ihre Sau durchs Dorf treiben.