Sven86
21
Zu Ehegatten Unterhalt kann ich nichts sagen, da meine Exfrau den nicht haben wollte.
Es geht mir darum, dass ich finde, das auch der neue Partner eine finanzielle Verantwortung für das Kind mit trägt. Erziehungsberechtigt hin oder her. Wenn er sich für die Frau entscheidet, entscheidet er sich für das Kind mit. Er übernimmt im Alltag ja auch eine Vaterrolle für das Kind.
In dem einen oder anderen Kommentar lese ich doch leise Vorwürfe mir gegenüber. Zur kurzen klarstellen. Es war damals eine einvernehmliche Trennung auf Ihren Wunsch hin. Ich habe von Tag eins immer den vollen Unterhalt bezahlt. Meine Tochter hat von Tag eins an auch bei mir ihr eigenes Zimmer im Haus. Meine Exfrau, ihr neuer Mann, meine neue Frau und ich hegen ein sehr freundschaftliches Verhältnis mit gemeinsamen Grillen etc…
Meine Frau und meine Exfrau telefonieren fast täglich miteinander.
Unnormal ist da fast schon, dass meine Exfrau Patentante meiner weiteren Tochter ist.
rph
22
Ich kann ja - möchte fast sagen, glücklicherweise - nicht mitreden, aber das scheint mir eine etwas seltsame Logik: Er übernimmt Verantwortung, also soll er bitte auch Kosten übernehmen. Oder wie war das gedacht?
Dave
23
Für alle Beteiligten.
Ich bin selber Scheidungskind… Alltag gab es bei der Mutter, bei Vatern gab es immer Event und irgendwas unternehmen. Empfand ich als Katastrophe.
Für ein Kind ist es imo das beste, wenn BEIDE Eltern da sind…
Achso… Er kriegt also kein Sorgerecht, soll aber zahlen…?
Sven86
24
Indirekt. Wenn die Ex mit einem neuen Partner|in zusammen lebt und 2 Einkommen zur Verfügung stehen, sollte der Kindsvater im Unterhalt entlastet werden.
Ich scheine mit meiner Ansicht hier sehr allein da zu stehen. Unterhalte ich mich sonst mit getrennt lebenden Vätern, bekomme ich mehr Zuspruch.
Dave
25
Die Logik erschließt sich mir nunmal nicht… Jeder ist für die Kinder zuständig, die er gezeugt hat. Einfaches und faires System.
Stell Dir vor, Du kriegst eine neue Partnerin, und die neue Dame der Wahl hat fünf Kinder von drei Männern. Wieso solltest Du dann fünf Mal für Kinder zahlen, die nicht von Dir sind?
Und nochmal die Frage: Einige Leute wechseln die Partner wie die Unterhosen. Du konntest mir da bisher noch keine sinnvolle Regelung nennen, wie man damit umgeht, ohne dass dann (zum Leidwesen der Kinder) alle paar Monate.
Wer Kinder in die Welt setzt, soll da imo auch die Verantwortung übernehmen.
1 „Gefällt mir“
M.E. ist das einfach eine sehr individuelle Frage, die von vielen Faktoren abhängt. Hier gibt es keine Lösung, die für alle passt.
S.a. diese Stellungnahme:
Ich kann nur sagen, dass es für meine Beziehung zu meinem 11-jährigen Sohn wichtig ist, dass er einen relevanten Teil der Zeit bei mir wohnt. Und ich wohne bewusst weiterhin in der Nähe seiner Mutter, auch, damit die Logistik leistbar bleibt…
1 „Gefällt mir“
Sven86
27
Die neuen Partner sollen nicht Pauschal bezahlen und die Anzahl der Kinder der Frau ist auch nicht von Bedeutung.
Natürlich ist jeder für seine Kinder verantwortlich, darum geht es ja nicht. Es geht darum, sollte die Ex eine neue Partnerschaft haben, dann sollte man als Kindsvater die Möglichkeit haben den Unterhalt zu reduzieren.
Es ist doch aktuell so. Meine Exfrau könnte einen Millionär heiraten und ich müsste trotzdem 400€ im Monat weiter Unterhalt bezahlen. Wo bleibt da die Gerechtigkeit? Zumal ich ja auch Kosten für ihr eigenes Zimmer, Kleidung, Taschengeld, anteilige Zahlungen an Klassenfahrten etc habe. Das wird immer gerne vergessen in der ganzen Rechnung.
rph
28
Verzeihung, aber die Logik ist nicht ganz schlüssig: Du meinst, es wäre gerecht, wenn Deine Ausgaben sinken, falls Deine Exfrau einen Millionär heiratet?
Dadurch nimmt doch Deine Verantwortung für Dein Kind nicht ab. Und wieso sollten Deine Finanzen davon abhängen, wen Deine Exfrau heiratet. Den Zusammenhang zu Gerechtigkeit sehe ich nicht.
Dave
29
Ja, natürlich! Finde ich auch vollkommen korrekt.
Was hat Deine Verantwortung als Vater damit zu tun, wen Deine Exfrau heiratet.
SIE würde ja auch nicht mehr Unterhalt bekommen, wenn DU eine Millionärin heiratest, oder?
Ja, da ist die aktuelle Rechtssprechung nicht gerecht. Da bin ich Dir. Das hat aber nix damit zu tun, dass ein potenzieller neuer Partner der Eltern irgendwas für die Kinder zahlen muss, die er nicht gezeugt hat.
Und andererseits steht es Dir ja auch frei mit Deiner Frau einfach ein paritätisches Modell auszuhandeln. Ist ja heute mit Kita & Co alles machbar…
2 „Gefällt mir“