Aufgrund der jetzt eingeführten Strafzölle gegenüber China für importierte E Autos wird es aktuell keinen Push geben für E Autos .Der Preis Unterschied zum Verbrenner ist aktuell zu groß um einen wirklichen Anreiz zu schaffen auf E Autos zu gehen .Alternativ wäre ein Wechsel zu Gas Autos die mit Bio CNG fahren bzw im LKW Bereich mit Bio LNG .Die Technik ist vorhanden und aktuell einsatzfähig .Hinzu kommt die Tatsache das sie CO2 neutral ist und preiswert .kg Bio CNG kostet im Schnitt €1.30.Macht 25€ für eine Tankfüllung.

Die Strafzölle sind nicht gut, aber der Hauptgrund ist, dass es keinen funktionierenden Gebrauchtwagenmarkt in der Preisspanne 10 000€ - 20 000€ gibt.
Dieser Markt kommt einfach nicht in Gang, wahrscheinlich (wenn man Dudenhöffer glaubt), weil die Garantien und Langlebigkeit der E-Autos sehr lang ist im Vergleich zu Verbrennern (inkl. Hybird).
Da ist wohl etwas dran, wenn fast alle E-Auto 160 000 km - 180 000 km oder 8 - 9 Jahre Garantie auf die Batterie haben und die E-Motoren im Prinzip unzerstörbar sind. Es tritt für diesen Zeitraum kaum ein Wertverlust ein.
D.h. in 5-6 Jahren sollte sich der Gebrauchtwagenmarkt für E-Autos entwickeln und dann könnte es zügiger gehen, wenn wir Lade-Infrastruktur bekommen.

Das verstehe ich nicht. Was hat der Gebrauchtmarkt denn mit dem Absatz von Neuwagen zu tun? Aktuell sind zwischen 10 und 15% der Neuwagen BEV, was viel zu wenig ist. Und dieser Wert steigt nicht wirklich.

Entsprechend werden auch in 6 Jahren nur 10 bis 15% der Gebrauchtwagen BEV sein. Der Gebrauchtwagenmarkt spiegelt ja zwangsläufig wieder, was man ein paar Jahre vorher in den Neuwagenmarkt reinsteckt.

Was wirklich fehlt sind BEV Neuwagen für 15.000 bis 30.000 Euro. Der ADAC listet wenn ich das richtig sehe ganze 4 aktuell verfügbaren Modell in der Preisspanne:

  • Dacia Spring
  • Fiat 500e
  • Opel Corsa Electric
  • Renault Twingo

Der Fiat und Renault sind jeweils seit 2022 nicht mehr refresht worden und haben durch ihre geringe Größe einen sehr eingeschränkten Einsatzbereich. Der Opel ist im Listenpreis nur 10 Euro unter der Schwell von 30.000 Euro. Der Dacia ist erst seit einer Woche am Markt.

Es fehlt sprichwörtlich das BEV „Volksauto“. Vielleicht wird es ja der Dacia Spring (Listenpreis ab knapp 17.000 Euro), aber in dem Segment sollte es nach Möglichkeit viele unterschiedliche Optionen geben. Aus China kommen die durch die Strafzölle jetzt erstmal nicht.

Citroen e-C3 gibt es noch und Renault R5 e-tech kann vorbestellt werden, Auslieferung soll dann dieses Jahr noch anlaufen.
Aber die sind als Firmenwagen eher zu klein und zu wenig prestigeträchtig

Sobald ein Gebrauchtwagenmarkt in diesen Segmenten Zustande kommt, wird der Neuwagenmarkt angeschoben. Bsp.: Oma Erna verkauft ihren 6 Jahre alten Golf an Herbert Junior und kauft sich für das Geld einen Neuwagen.
Zur Zeit können sich Oma Erna und Herbert Junior aber nicht auf einen Preis einigen, weil der Wertverlust der Autos nicht gegeben ist und Herbert Junior das Geld nicht ausgeben kann, da er es nicht hat.

Du bezieht dich auf die Daten von Allianz und Co.
Diese Studie bezieht sich auf die Oberklasse Voll-E-Autos.

Preisverfall in der elektrischen Oberklasse
Drei Jahre alte Oberklasse-Stromer mit 45.000 Kilometer Laufleistung erzielen heute im Gebrauchtwagengeschäft Preise, die im Schnitt 45 Prozent unter dem einstigen Neuwagenpreises liegen – das schmerzt. Grafik: DAT

Der Wertverlust in der „obere“ und die Kompaktklasse (Golfklasse) ist viel geringer.

https://www.autokostencheck.de/Tesla/Tesla-Model-Y/Model-Y/model-y-performance-003_49846/wertverlust-restwert/

https://www.autokostencheck.de/Kia/Kia-EV6/EV6/ev6-awd-cv_49740/wertverlust-restwert/

https://www.autokostencheck.de/Mercedes/Mercedes-EQ-Klasse/EQA/eqa-250-f2b_414873/wertverlust-restwert/

Laut Dudenhöffer ist der wirklich entschiedene Punkt

Das werden wir jedoch erst in 5-8 Jahren erleben.

Das liegt höher, aber nicht extrem viel höher als der Wertverlust bei Verbrennern:


Quelle

Autos sind so oder so ein Geldgrab.

Nach 10 Jahren liegt der Wertverlust eines Autos bereits bei etwa 80 Prozent des Neupreises.

Ein Teil des Wertverfalls bei BEV ist vermutlich auch auf die recht großen Rabatte auf Neuwagen zurückzuführen. Insbesondere Tesla hat in den letzten Monaten die Listenpreise auf viele Modelle massiv reduziert. Das führt natürlich auch zu Druck auf die Gebrauchten.

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Bitte ersetze keinen durch kaum oder nicht ausreichend.
Die E- Autos kommen einfach nicht zeitnah in die Preisspanne, wo die meisten Gebrauchtwagenkäufe stattfinden (10 000 € bis 20 000€).

Der Verkäufer behält sein Auto länger als üblich, weil er keinen Käufer findet für den Restwert (siehe oben) . Damit stehen dem Gebrauchtwagenmarkt weniger Fahrzeuge zur Verfügung (in der Preisspanne). UND da der Verkäufer nicht verkauft und das Auto länger fährt, kauft er sich keinen Neuwagen.

Das komische ist ebenfalls, dass kaum Voll-E-Autos aus dem Leasing auf den Gebrauchtwagenmarkt kommen. Hierzu gibt es wenig Informationen, warum dieses nicht geschieht.

Ok nur Stichproben. 2 Freunde haben einen gebrauchten Jahreswagen (ID.3 bzw .4) zu deutlichen Rabatten bekommen. Ok Immernoch > 20tsd - Problem: die sind neu halt schon sehr teuer…

An anderer Stelle schon mal beschrieben: Gespräch mit lokalen Markenhändler. Ein Gebraucht-E Auto auf dem Hof, sonst nur Gebrauchte Verbrenner.

Seine Aussage: größer Fehler. Gebrauchte E-Autos aus Leasingverträgen stelle ich mir nicht auf den Hof.
Verdiene ich kaum dran, krieg ich hier nicht verkauft.
Weil: ein neues Auto leasen ist für Kunden oft günstiger bei moderner Technik (vor allem Akku), zudem wer ein 4Jahre altes E-Auto kauft, hat in weiteren 4 Jahten ein Auto ohne Batteriegarantie. Zwar alles Psychologie, aber sowas kriegt man kaum mehr los.
Also stehen die Autos bei den Leasngfirmen und werden dort bei Bedarf vom Händler abgerufen oder gehen ins Ausland.

Soweit eine Aussage eines Händlets

Vor sechs Jahren hatten wir 2018.
Da wurden 36.062 Elektroautos zugelassen, davon
6.360 Renault Zoe (nur die kleine Batterie hatte einen Schnelllader, wegen Batteriemiete gemeinhin als Gebrauchter unbeliebt)
5.743 VW E-Golf (der Schnelllader war recht teuer und wurde gerne eingespart)
4.202 Smart EQ ForTwo und 2.552 Smart EQ ForFour (die Reichweite war schon damals als gering bewertet)
3.792 BMW i3 (in 2018 bereits seit fünf Jahren auf dem Markt, aber ein allgemein beliebter Gebrauchter, darum auch relativ teuer)
3.292 Kia Soul eV (auch in 2018 bereits fünf Jahre alt, viele Gebrauchte sind angeblich ins Ausland gegangen)
2.381 Nissan Leaf (wohl das bekannteste Elektroauto, die Batterie hat wohl oft nach sechs Jahren nur noch 70-80%)
1.695 Hyundai Ioniq (für den hohen Preis relativ wenig Reichweite)
1.248 Tesla Model S und 652 Tesla Model X (gehobene Preisklasse, auch gebraucht)
1.019 VW e-UP (auf dem Gebrauchtmarkt sehr selten und dann überteuert)

Bleiben 3.126, die jeweils unter 400 Stück hatten (Opel Ampera, Hyundai Kona, Jaguar i-Pace…)
Allgemein stellt sich mir die Frage, wie man bei diesen Zahlen (2018 wurden 3.435.778 Neufahrzeuge zugelassen) belastende Studien erstellen möchte.
Es geht um so wenige Fahrzeuge, dass ein funktionierender Markt einfach nicht gegeben ist. Du musst froh sein, wenn ein Händler in der Nähe überhaupt in die Lage kommt, so ein Auto anzubieten.

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Und die Technik hat sich in den Jahren so weiterentwickelt das es unattraktiv ist ein 5-6 Jahre altes E-Auto zu kaufen. Bei Verbrennern hat man zumindest das Gefühl nicht, viel Geld für alte Technik auszugeben. Außerdem ist für viele ein Punkt das man zur Miete wohnt und keine Lademöglichkeit in der Nähe hat. Ich wüsste bei mir in guter fußläufiger Entfernung eine Ladesäule. Wenn jetzt alles ein E-Auto haben wird das doof. Und der Wohnungsmarkt ist so schon schwierig… jetzt such mal mit Einschränkung Lademöglichkeit.

Der Gebrauchtwagenmarkt im Bereich um 15.000€ sind Zoes mit kleiner Reichweite und Batteriemiete und Golf die nicht mehr produziert werden und 200km Reichweite an guten Tagen haben. Heißt beides Autos die man häufig laden muss.

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Das kommt extrem auf die eigenen Bedürfnisse an. Ich fahre ein BEV (Nissan Leaf) Baujahr 2016, vor knapp einem Jahr gebraucht gekauft. Die Rest-Reichweite (ca. 160km) reicht für unsere Zwecke völlig aus. Und das würde sie auch in praktisch allen anderen Haushalten, die zwei Autos zur Verfügung haben (jeder 4. Haushalt in Deutschland), denn praktisch niemand brauch mehr als einen „Autobahn-Renner“.

Der Clou: gegenüber einem Benziner spare ich bei 15.000km Fahrleistung ca. 1.400 Euro im Jahr (Strom vs. Benzin, keine Kfz-Steuer, niedrigere Wartungsausgaben). Bei einem Gebrauchtpreis von 11.500 Euro kann mir da der eventuelle überdurchschnittliche Wertverlust wegen der alternden Batterie völlig egal sein. Selbst wenn ich das Ding nach 6 weiteren Jahren verschenke, habe ich gegenüber einem vergleichbaren Benziner einen guten Schnitt gemacht. Und realistischerweise verschenke ich den nicht, sondern verkaufe ihn für mindestens Schrottpreis der Karosserie plus Restwert der Batterie, die dann in einer stationären Anwendung weitergenutzt wird.

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Interessant. Ein Verbrenner hat viel kürzere Garantien auf den Antriebsstrang und trotzdem bleiben die Leute dabei.

Spannenderweise kaufen die Menschen Autos selten nach rein faktischen und ökonomischen Gesichtspunkten.
:wink::grin:

E-Auto scheint deutlich günstiger, wenn man zuhause laden kann

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Die Frage, die sich hier stellt ist, ab wann wird der Kostenvorteil sich in den Köpfen vieler Leute einbrennt?

Das ist noch so ein Phänomen. Viele Leute denken, es muss jede Woche über Nacht geladen werden. Das ist auch faktisch falsch. Ich lade meinen Tesla Y SR maximal einmal pro Woche, eher alle neun Tage. Wenn wir diese Ladeintervalle mal hochrechnen, dann werden gar nicht so viele Ladesäulen benötigt, was nicht heißen soll, dass wesentlich mehr und schnell gebaut werden müssen.

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Das ist vollkommen richtig. Aber mit dem Verbrenner haben sie schon Jahrzehnte Erfahrung und wissen dass der Antriebsstrang normalerweise nicht nach 3, 4, also der üblichen Gewährleistung, hinüber ist.

Bei den Batterien muss sich diese Erkenntnis erst aufbauen. Ich gebe zu, ich würde aktuell auch keinen Gebrauchten Stromer kaufen, sondern tendiere zum Leasing. Die Sorge vor einem möglicherweise frühen Austausch der Batterie ist einfach zu groß. Das kann dann selbst beim Austausch einzelner Module, was nicht bei allen Autos überhaupt möglich ist, schon 5000 € und mehr kosten.

Das finanzielle Risiko eines frühen Ausfalls (bspw. nach 7 Jahren) ist nicht unerheblich.

So klein ist das Risiko, dass im Laufe der Jahre größere Teile getauscht werden müssen oder gar der komplette Motor aber auch nicht.

Ich denke hier wird das Risiko schon auf der einen Seite massiv unter- und auf der anderen Seite überschätzt.

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:slight_smile: nach 7 Jahren besteht kein Risiko, weil die Garantien 8 Jahre (manche 9 Jahre) gelten. Dazu kommt noch, dass ein Batterie Check vor dem Kauf durchgeführt werden sollte.
UND ganz wichtig, die Batterie hat fast niemals einen sofort Totalschaden. Es geht um die Abnahme der Ladekapazität und damit Abnahme der Reichweite.
Ladezyklen spielen ebenfalls überhaupt keine Rolle mehr, weil wirklich alle Autohersteller bei Ladezyklen umgerechnet auf totale Kilometer über 600 000 km liegen. Viele liegen sogar auf 1 000 000 km.

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Es gibt einerseits Fakten, messbare Erfahrungswerte und belegbare Prognosen zur Haltbarkeit von E-Autos.

Auf der anderen Seite die „subjektive Meinung“, gespeist aus Halbwissen, widersprüchlichen Medieninformationen und der persönlichen gefestigten Einstellung zum Auto an sich.

Dazwischen ein hoher emotionaler Jägerzaun. :wink:,

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