Die Klimawette macht's jetzt einfach zur UN Klimakonferenz - 1 Million Menschen für besseren Klimaschutz

Als Nachtrag zur neuesten Folge über die UN Klimakonferenz in Glasgow, den Klimagipfel von Biden und die Reduktionsziele der Vertragsparteien gesprochen habt, nahm ich dies als Anlass Euch unsere Wette vorzustellen.

Die großen Stellschrauben an denen wir drehen sind: ein Wechsel in der Narrative für effektive Klimaschutz-Kommunikation, die Chancen der freiwilligen Kompensation, Protest-Tonnen CO2 zur COP26 und individuelle und klimafreundliche Verhaltensveränderungen.

Gerne schildere ich das Vorhaben genauer:

Die KLIMAWETTE ist eine Mitmach- und Motivationskampagne für besseren Klimaschutz. Jede und jeder kann noch eine Schippe drauflegen beim CO2-Sparen. Das ist unsere Überzeugung. Und das zeigen wir, indem wir mindestens 1 Million Menschen gewinnen (in Anlehnung an die Demonstrationen von FFF von 2019), die gemeinsam 1 Million Tonnen CO2 einsparen. Mit einer Spende kann jede und jeder sofort ein Klimaschutzprojekt unterstützen, um so 1 Tonne CO2 einzusparen. Zudem möchten wir mit unseren Tipps und Challenges motivieren, auch im Alltag weitere Klimaschutzmaßnahmen anzugehen. Die Zielgerade der Wette ist die Weltklimakonferenz in Glasgow 2021.

Hier wollen wir mit der Stimme von 1 Millionen CO2-Sparerinnen eine klare Botschaft an die Politikerinnen übergeben: Diese Konferenz wird die letzte Chance für die Welt sein, den 1,5-Grad-Pfad noch einzuschlagen, um so das beschlossene Parisziel tatsächlich zu erreichen. Schirmherr der Initiative ist Prof. Dirk Messner, Präsident des Umweltbundesamtes. Träger ist der Verein 3 fürs Klima e.V., der vom Konsumexperten und „Hüter“ des UBA-CO2-Rechners, Dr. Michael Bilharz, initiiert wurde.

Bisher konnten wir seit September 2020 über 3.600 Teilnehmer*innen mobilisieren, über 6.500 Tonnen CO2 einsparen und haben Ende Januar die 100.000€ Spendenmarke für die global verteilten Klimaschutzprojekte geknackt - aber da geht noch mehr!

Darüber hinaus haben wir mit Aachen die erste Stadt, die sich der Klimawette mit ihrem Anteil (3.000 Teilnehmer*innen) angeschlossen hat. Mit vielen neuen Bausteinen wie dem CO2-Battle (CO2-Battle), dem Ansatz der kommunalen Klimawetten (Eure kommunale Klimaschutz-Wette) oder dem Jackpot der Klimawette (https://www.dieklimawette.de/jackpot) möchten wir die Motivation hochhalten die Menschen für besseren Klimaschutz zu mobilisieren.

Im Sommer planen wir eine 100-Tage lange Fahrradtour durch Deutschland wo wir in 181 Städte halt machen, die Wette vorstellen, aber vor allem die Menschen darüber informieren wie wichtig es ist jetzt zu handeln - zur Bundestagswahl, aber eben auch zur UN Klimakonferenz. Das Motto lautet ‚Kick die Tonne‘.

Unser Kampagnenvideo: Die Klimawette - wir machen's jetzt einfach - YouTube

Nichts gegen das Projekt als solches, aber wieviel CO2 habe ich gespart, wenn ich einem Klimaschutzprojekt ein paar Euros überweise, damit die einen Baum Pflanzen?

Ich würde ja sagen gar keins, von daher greenwashing für das eigene schlechte Gewissen…

CO2 spare ich doch nur wenn ich bewusster und sparsamer konsumiere.

Höhere Kompensation ist kein sparen sondern nur Umverteilung.

Ich bin wirklich dafür dass jeder Einzelne schauen sollte, wo er CO2 einsparen kann, oder eben zur Kompensation beitragen kann. Nur scheint mir das oft als Alibi für die großen Firmen benutzt zu werden, denn die werden oft nur gering oder gar nicht zur Rechenschaft gezogen für ihren CO2 Ausstoss, sie machen damit größtenteils ihr Geld. Man sollte sich also nicht zu sehr ablenken und in die Ecke drängen lassen mit solchen Plänen, die größten Klimasünder sind die, die viel Geld damit machen, und das ist nicht der normale Bürger.

Dem ist nichts entgegenzusetzen. Wir sehen aber auch welch ein großes ‚Aufrütteln‘ durch die Demonstrationen 2019 ausgelöst wurde. Durch die COVID-Pandemie gab es jedoch eine Bremse, was diese Aufbruchstimmung anbelangt. Die Klimawette möchte genau diesen Impuls wieder entfachen und vor allem auch auf die verschobene UN Klimakonferenz aufmerksam machen. Sie entscheidet über die nachten 5 Jahre globalen Klimaschutz.

Wir können als Bevölkerung mit gutem Beispiel vorausgehen und so zeigen, dass wir es ernster denn je meinen mit dem effektivem Klimaschutz und dafür selbst sogar eine Schippe oben drauf legen. Eine Tonne als Privatperson freiwillig und zu den eigenen Massnahmen zusätzlich einzusparen, kommt hier dem Protest gleich. Von daher bietet die Klimawette verschiedene zertifizierte Projekte an, wobei der/ die Teilnehmende selbst entscheiden kann, für welches Projekt er/ sie seine/ ihre Unterstützung anbieten möchte.

Ich empfehle dazu auch das Interview mit dem Philosophen Dr. Gesang: Ein Interview der Klimawette mit dem Philosophen Prof. Bernward Gesang