Demonstrationen in den Niederlanden und die "Farm to Fork Strategy" der EU

Vorab ein Link um die allgemeine Lage anzureißen:

Interessant wäre nun, was genau dieses Gesetz besagt und ob Ähnliches in Deutschland/ der EU zu erwarten sein könnte ?

Zudem ist natürlich die Auswirkungen auf den Weltmarkt und die Förderung des ohnehin schon steigenden Hungers in ärmeren Ländern, durch möglich ausfallende Exporte, nicht zu vernachlässigen.

Ist es nicht sogar schädlich für die gesamte Umwelt, wenn in, wie in diesem Fall, den Niederlanden die Landwirtschaft so beeinträchtigt wird, dass das Angebot an Nahrung abnimmt und es für Länder wie Brasilien noch attraktiver wird, Flächen des Regenwaldes zu roden, um mehr Profit aus dieser Knappheit zu schlagen ?
Könne man nicht besser hier, wo die Fläche bereits besteht, auf Stillegungen verzichten, um 1. Die weitere Rodung des Regenwaldes unattraktiver zu machen. Und 2. Die (leider noch zu Hohe) Nachfrage an Fleisch mit Tieren zu decken, welche hier, durch den geltenden Tierschutz, wenigstens eine etwas höhere Lebensqualität haben.

Eine weitere Komplikation besteht in der „Farm to Fork Strategy“ des Green Deals der EU. Dadurch würden ca 60 Millionen Tonnen an Exporten von Nahrungsmitteln aus der EU entfallen, die auf dem Weltmarkt notwendig sind um weiteres Leid und Hunger, in z.B Afrika, nicht weiter zu fördern.

Ich möchte wirklich wissen, was daran Lebensmittel mit Pestiziden zu tränken und Hühnchen mit Antibiotika zu füttern nicht schädlich sein soll. Die Behauptung Bauern wären wichtig für den Naturschutz usw und nicht das Problem kann ich überhaupt nicht nachvollziehen. Das ist schlicht ein Industriezweig der auf Kosten der Umwelt und unserer Gesundheit Kasse macht und was vom glücklichen Schwein erzählt.
Bio-Bauern sind hier explizit ausgenommen.
Niemand will, dass die uns weiter vergiften und das muss man ihnen auch mal klipp und klar sagen.

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Nach deinem verlinktem Bericht:

  • Senkung der Schadstoffe die seit Jahren zu hoch sind

Und

Momentan sieht es für Deutschland und die EU nicht so aus.

Was man aber jetzt schön sieht ist das Technologieoffen und Marktwirtschaft wohl doch nicht so toll funktioniert wie die Liberalen das so gerne propagieren.

Denn anstatt nach Lösungen für die Aufgabe (Senkung der Schadstoffe) zu suchen wählt man lieber Protest für „weiter so“

„Farm to Fork“ sagt mir gar nichts, haste ma 'n link für mich?

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Mich würde sehr interessieren, warum im deutschen TV davon nichts zu hören ist. Aber Boris Johnson ist natürlich viel interessanter als unsers Versorgung mit Lebensmitteln.

Der Zentrale Verband des Lebensmittelhandels fordert die Polizei auf, gegen die Blockaden einzuschreiten. Dazu ist es bislang nicht gekommen.

Interessant. Man stelle sich mal vor, Umweltaktivisten würden irgendwelche Autobahnen oder Lebensmittellager blockieren. Aber reaktionäre Bauern, die für das Recht auf Umweltverpestung protestieren, kann man natürlich mal machen lassen.

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