Demographischer Wandel und Reproduktionsmedizin

Ich würde mich sehr freuen, wenn Die Lage das Thema Kinderwunsch und Reproduktionsmedizin aufgreifen würde. Zwar wurden einzelne Aspekte in früheren Folgen – etwa im Zusammenhang mit Expertenempfehlungen – bereits angesprochen. Insgesamt erscheint mir das Thema jedoch deutlich unterbeleuchtet. Gleichzeitig empfinde ich den öffentlichen Diskurs darüber als von Annahmen geprägt, die der tatsächlichen Komplexität des Themas nicht gerecht werden.

Für mich laufen hier zahlreiche gesundheitspolitische, sozialpolitische und gesellschaftliche Fragen zusammen: Demographie, Gleichstellung, reproduktive Gesundheit, Finanzierung des Sozialstaats sowie Freiheit und Privilegien in der privaten Lebensgestaltung.

Der demographische Wandel und seine Folgen für den Sozialstaat werden intensiv diskutiert. Kinderlose zahlen bereits einen höheren Beitrag zur Pflegeversicherung, und sowohl in der Politik als auch hier im Forum wird regelmäßig gefordert, Kinderlosigkeit künftig noch stärker finanziell zu belasten.

Diesen Forderungen liegt häufig die Annahme zugrunde, Kinderlosigkeit sei vor allem eine individuelle Entscheidung – und insbesondere die Entscheidung der Frau. Entsprechend wird bei sinkenden Geburtenraten nahezu ausschließlich über Frauen gesprochen.

Kinderlosigkeit ist aber nicht einfach das Ergebnis individueller Entscheidungen von Frauen. Zwar besteht grundsätzlich die Möglichkeit, mithilfe einer Samenspende Mutter zu werden. Viele Kinderwunschkliniken verweigern jedoch noch immer die Behandlung alleinstehender Frauen. Vor diesem Hintergrund ist es schlicht falsch, sinkende Geburtenraten primär als Folge weiblicher Entscheidungen darzustellen. Da gehören in der Regel immernoch zwei dazu.

Hinzu kommt: Kinderlosigkeit ist keineswegs immer freiwillig. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) geht davon aus, dass etwa jeder sechste Mensch im Laufe seiner reproduktiven Jahre von Infertilität betroffen ist.
(1 in 6 people globally affected by infertility: WHO)

Als Erklärung dominiert in der öffentlichen Debatte die Erzählung, das liege daran, dass Frauen schlicht zu lange mit dem Kinderkriegen warteten. Tatsächlich ist bei etwa der Hälfte aller ungewollt kinderlosen Paare ein männlicher Faktor beteiligt – entweder als alleinige Ursache oder gemeinsam mit anderen Faktoren (https://www.ncbi.nlm.nih.gov/books/NBK562258/). Gleichzeitig weisen Studien seit Jahren auf einen Rückgang der Spermienqualität hin (Humans could face reproductive crisis as sperm count declines, study finds | Fertility problems | The Guardian), während Erkrankungen wie Endometriose häufig erst nach sieben bis zehn Jahren diagnostiziert werden – oft erst dann, wenn bereits bleibende Schäden für die Fruchtbarkeit entstanden sind. Insgesamt sind die Hürden, eine ordentliche Abklärung eines unerfüllten Kinderwunsches als gesetzlich versicherter Mensch zu bekommen, hoch und langwierig.

Und auch nach einer Diagnose bleiben Menschen mit unerfülltem Kinderwunsch mit erheblichen Hürden konfrontiert: Die gesetzliche Krankenversicherung übernimmt Behandlungen nur unter bestimmten Voraussetzungen, nur teilweise und nur für eine begrenzte Zahl von Versuchen. Ein IVF- oder ICSI-Zyklus kostet inklusive Medikamente schnell viele Tausend Euro; da meist mehrere Behandlungen notwendig sind, scheitert der Kinderwunsch vieler Paare letztlich am Geld.

Auch der rechtliche Rahmen dafür, welche Behandlungen überhaupt möglich sind, sind im europäischen Vergleich ausgesprochen restriktiv. Das Embryonenschutzgesetz wird seit Jahren dafür kritisiert, moderne reproduktionsmedizinische Verfahren unnötig einzuschränken.
Die Präimplantationsdiagnostik ist in Deutschland praktisch unerreichbar. Eizellspende und Leihmutterschaft – auch in altruistischer Form – sind weiterhin verboten.

Einerseits wird Kinderlosigkeit also zunehmend moralisch bewertet und finanziell problematisiert. Andererseits bestehen weiterhin erhebliche medizinische, rechtliche und finanzielle Hürden für Menschen mit Kinderwunsch - und diese Menschen sind keine Randerscheinung, sondern sehr, sehr viele.

Dass einzelne hochrangige Politiker reproduktionsmedizinische Möglichkeiten im Ausland für sich selbst nutzen (Leihmutterschaft: CDU will an Verbot für Leihmutterschaft festhalten | DIE ZEIT), gleichzeitig aber explizit für die Beibehaltug entsprechnender Verbote in Deutschland eintreten, wirft zusätzliche Fragen über Zugang, Privilegien und Fairness in zentralen Bereichen der Lebensgestaltung auf.

Ich würde mich sehr freuen, wenn Die Lage diese verschiedenen Ebenen einmal gemeinsam betrachten würde – nicht nur als Frage sinkender Geburtenraten, sondern als Thema von Geschlechterdiskursen, Gesundheitsversorgung, sozialer Gerechtigkeit und reproduktiver Selbstbestimmung.

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P.S.: Besonder perfide finde ich, dass sich insbesondere die gynäkologische Versorgung durch das Spardiktat der gKV merklich verschlechtern dürfte. Die Lage ungewollt Kinderloser, die keine Unions-Spitzenpolitiker sind, dürfte sich also in jeder Hinsicht weiter verschlechtern.

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Ich finde den moralischen Ansatz hier nicht unbedingt richtig, sehr wohl aber den Finanziellen.
Kinder sind mit großen finanziellen Aufwendungen verbunden und es ist nicht verwerflich, wenn der Staat Kinderlose, die diese Kosten nicht haben, mehr in die Pflicht nimmt, damit sie sich beteiligen und das ausgleichen.

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Ich widerspreche gar nicht, dass Kinder gesellschaftlich und finanziell relevant sind. Aber genau deshalb sollte die Debatte nicht bei der Frage enden, wer mehr zahlen soll.

Wenn der Staat Kinderlose finanziell stärker in die Pflicht nehmen will, sollte er auch berücksichtigen, dass Kinderlosigkeit nicht immer eine freiwillige Entscheidung und der Zugang zu Reproduktionmedizin immer mit hohen Kosten und Hürden verbunden ist.

Aktuell ist Kinderkriegen private Selbstverwirklichung mit einem gewissen Geruch von Egoismus oder gar eine private Verfehlung („zu lange gewartet“), wenn man in der Fruchtbarkeitslotterie kein Glück hatte, aber Bürgerpflicht, wenn es um die Beiträge zu dem gesetzlichen Versicherungsapparat geht, von dem unfreiwillig Kinderlose gleichzeitig im Stich gelassen werden.

Und doppelt und dreifach betroffen von den sozialen und medizinischen Konsequenzen dieser Dichotomie sind wie meistens: Frauen.

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Das sind aber zwei Dinge, die man trennen muss.
Auf der einen Seite der persönliche Druck/Wunsch Nachwuchs zu zeugen, auf der anderen Seite die finanzielle Beteiligung an Rente/Pflege/Großziehen der Kinder. Letzteres ist ja sinnvoll. Keine Kinder großzuziehen bedeutet, gerade für Frauen, den Karriereknick zu vermeiden.

Bei Punkt 1, der vermutlich der interessantere wäre, ist es anders herum. Hier stellt sich durchaus die Frage, ob der Staat ungewollt Kinderlose unterstützen sollte und auch die Forschung in diesem Bereich aktiv vorantreiben sollte.

edit: da kann mir gerade ein Artikel zum Thema vor Augen:

Jens Spahn, der sich politisch gegen Leihmutterschaften stellt, hat nun privat eine Leihmutter in den USA engagiert. Sein Mann ist der leibliche Vater.
Kommentar dazu:

»Jens Spahn leitet grundsätzlich aus seinem Privatleben keine politischen Forderungen ab.«
Leihmutterschaft: Hier ist die Privatsache ein Politikum | DIE ZEIT

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Ich würde sagen, wir sollten diese (spezielle) Diskussion einfach nicht mehr auf gesellschaftlicher Ebene führen. Und insbesondere dieses unsägliche Blame-Game vermeiden. Daraus wird dann nämlich ganz schnell, dass eine Frau sich für die Qualität ihrer Eizellen oder ein Mann für die Qualität sei es Spermas schämen muss.

Nein, das hat @der_Matti ja eigentlich schon ausgeführt. Aber nur, dass wir uns alle einig sind: die Forderung, dass Kinderlose sich stärker bei der Erwerbsarbeit einbringen müssen resultiert daraus, dass sie im Schnitt weniger Care-Arbeit machen müssen (egal ob gewollt oder ungewollt) und weniger Kosten haben. In einer Gesellschaft wo immer weniger Kinder geboren werden wird es halt irgendwann unvermeidbar, die Lasten auch in dieser Dimension gleichmäßiger zu verteilen.

Ja das ist ein fairer Punkt. Am Ende ist das alles natürlich keine rein finanzielle Frage aber wenn ein sonst unerfüllter Kinderwunsch über die Subventionierung von ein paar tausend Euro ermöglicht werden kann, ist das volkswirtschaftlich sicher ein No-Brainer.

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Das ist schon ein ziemlicher Hammer. Ich habe zwar keine belastbaren Zahlen dazu, wie oft sowas vorkommt und welche offiziellen Gründe hier überwiegen. Ich weiß aber, dass oft die wissenschaftlich widerlegte Ansicht dahinter steht, dass ein Kind Mutter und Vater braucht, um aufwachsen zu können. Aber selbst wenn man diese Ansicht vertritt, muss einem doch klar sein, dass das nur einer von vielen Faktoren sein kann, die das spätere Kindeswohl beeinflusst. Mir wäre jedenfalls nicht bekannt, dass die Kliniken ihre Kundinnen auch nach sozialen und finanziellen Verhältnissen sowie erzieherischen Fähigkeiten befragen.

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Ist es denn so, dass „Kinderlose mehr“ zahlen, oder „Eltern weniger“, also entlastet werden? Auch das „mehr in die Pflicht nehmen“ würde ich so nicht ausdrücken. Ja, das Ergebnis ist letztlich das gleiche, allerdings ist die Perspektive meiner Meinung nach wichtig. (Ungewollt) Kinderlose können nur keine Entlastung beanspruchen, die sie gegenüber Eltern nicht benötigen. Kinder großziehen ist teuer und ich kenne niemanden, der eine Familie gründet um bei der Pflegeversicherung zu sparen - das bleibt trotzdem eine Minus-Rechnung. Auch sollten etwaige Steuererhöhungen, die nur Kinderlose betreffen, meiner Meinung nach nicht als soziale Abstrafung geframed werden, denn das sind sie meiner Meinung nach nicht. Alleinstehende oder DINKs brauchen finanziell einfach weniger Entlastung als Eltern. Andersherum müssten Kinderlose eher den Eltern Entlastungen gönnen/zugestehen, denn letztere sind finanziell wohl eher die unter dem Strich schlechter gestellten, auch nach der Entlastung.

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Falls das relevant ist: ja, bei der Pflegeversicherung z.B. zahlen Kinderlose ab 23 einen Zusatzbeitrag. Das ist per Definition nicht „Entlastung“, sondern „Aufschlag“.

Es reicht, kurz mit jemand liiertverheiratet zu sein, der ein Kind hat. Und ob das für die lebenslange Ersparnis bei der PV war, kannst Du nicht überprüfen.

Ich finde eher das mit 23 die Steuerlast in der Pflegeversicherung steigt, es sei denn man hat Kinder, dann tut sie das nicht, sodass man entlastet wird. Das meine ich. Es ist nur Semantik, keine Bestrafung.

Ohne Heirat und/oder Adoption? Das ist dann ein anomalisches Schlupfloch

Danke, ja, das war ein falscher Begriff.

Das aber auch :wink:
Die Steuerlast sinkt bei dem über 23 jährigen kinderlosen, da er die Beiträge zur Pflegeversicherung steuerlich geltend machen kann.
Und Entlastung gibt es auch: ab dem zweiten Kind sinkt der Beitrag zusätzlich.

Ich würde sagen, wir müssen diese Diskussion dringend führen. Aktuell wird gegen eine bessere Unterstützung unfruchtbarer Menschen häufig mit Eigenverantwortung argumentiert – und eben oft damit, dass Fertilitätsprobleme vor allem darauf zurückzuführen seien, dass Frauen zu lange warten. Da wird mangelnde Unterstützung häufig mit einer individuellen Verantwortungszuschreibung begründet.

Dabei spricht die Datenlage eben dagegen.

Warum sollte man das trennen? Wenn Kinder gesellschaftlich so wertvoll sind, dass Kinderlose deshalb stärker zur Finanzierung herangezogen werden sollen, dann stellt sich doch zwangsläufig auch die Gegenfrage, welche Verantwortung der Staat gegenüber Menschen trägt, die Kinder möchten, aber aufgrund medizinischer, rechtlicher oder finanzieller Hürden keine bekommen.

Und das Kostenargument überzeugt mich deshalb auch nur eingeschränkt. Unfreiwillig Kinderlose sparen häufig gerade keine Kosten. Viele investieren über Jahre erhebliche Summen in Diagnostik und Kinderwunschbehandlungen – oft mittlere fünfstellige Beträge –, erhalten dafür aber keine oder kaum Unterstützung durch die Solidargemeinschaft. Sie sind also nicht einfach die Gruppe, die sich die Kosten eines Kindes erspart.

Was den Karriereknick angeht: Was meinst Du, was es für eine Karriere bedeutet, sich jahrelangen invasiven Behandlungen, unzähligen Arztterminen, hormonellen Therapien, dem psychischen Stress und schlimmstenfalls Fehlgeburten (hallo PID-Verbot, beim Transfer ungetesteter Embryonen trifft das im Durchschnitt 30% der Schwangerschaften) auszusetzen – in der Hoffnung, überhaupt Mutter werden zu dürfen?

Wenn man als Gesellschaft niedrige Geburtenraten betrauert, sollte man sich mal darüber unterhalten, warum Reproduktionsmedizin keine reguläre Kassenleistung ist und man sich seit jahrzehnten weigert, unser Embryonenschutzgesetz und somit die Behandlungsmöglichkeiten ungewollter Kinderlosigkeit einem Update zu unterziehen.

Aktuell bist Du am Ende, wenn es schlecht läuft, zehntausende Euro ärmer, hast jahrelang gesundheitliche Belastungen und berufliche Nachteile in Kauf genommen, vom Staat kaum Unterstützung erhalten – und sollst anschließend zusätzlich dafür zahlen, dass andere problemlos Eltern werden konnten. Gesellschaftlich wird dir dann noch vorgeworfen, gleichzeitig für den demographischen Wandel verantwortlich und zugleich verdächtig zu sein, weil Du dich mit deiner Kinderlosigkeit nicht einfach abgefunden hast.

Wie gesagt: 1 von 6 Erwachsenen sind potentiell betroffen. Und weil das Thema Unfruchtbarkeit schambehaftet ist, gehen viel zu viele immer noch davon aus, es handle sich um eine kleine Randgruppe.

Zuzüglich all derer, die gerne würden, aber aufgrund von Lebensumständen nicht können.

Genau diese Verknotung von Ansprüchen, Diskursen und Sozial- bzw. Gesundheitspolitik finde ich diskussionswürdig.

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Dann lasst uns auch darüber diskutieren, dass Männer nach der Elternzeit einen Karriereschub erleben und unverheiratete Männer schlechter bezahlt werden. Über die psychische Belastung, die Blutlinie nicht fortsetzen zu können und was es für das Ego bedeutet, festzustellen, dass man als Mann schuld ist, warum es mit dem Kind nicht klappt.
Natürlich stellt er das allerdings erst fest, nachdem die Frau sich

ausgesetzt hat. Der Mann ist schließlich nie schuld und darum kann nicht sein was nicht sein darf.

Sind sie das denn oder ist das nicht vielmehr eine auf traditioneller konservativer Familienromantik beruhende Fehlannahme?
Ist Kinder zeugen bei den Voraussetzungen in Deutschland nicht sogar eine Manifestation und Ausdruck des Patriachats?

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Korrekt. Auch deshalb ist es mir wichtig, das Thema vermehrt aufs Tablett zu bringen.

Aktuell geschieht nämlich häufig genau das, was Du beschreibst: Das Problem wird auch von Ärzten primär bei der Frau gesucht. Erst nach Jahren stellt sich heraus: Das war’s gar nicht. Bis dahin hat frau dann eventuell tatsächlich auch Probleme, weil nun nördlich der 35.
Und dann geht für Männer gleich eine ganze Kaskade an Fragen an ihre Männlichkeit los, obwohl echt viele betroffen sind.

Den Zugang zu medizinischer Diagnostik gesetzlich Versicherter aus kostengründen nun noch weiter zu erschweren, macht an der Gesamtsituation nichts besser.

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Wie viel Prozent meines Gehalts muss ich als Mann den aufwenden um nachzuweisen das ich versuche Nachwuchs zu zeugen in dem ich für Dating Geld ausgebe? Auch als Mann ist man ja davon betroffen ungewollt Kinderlos zu sein und wenn es „nur“ an einer mangelnden Partnerin liegt. Mann kann ohne Probleme so viel für Dates, Dating Apps, Getränke in Bars usw. ausgeben wie Eltern für ihre Kinder (Sowohl an Geld als auch Zeit). Und das ohne das man die Freude ein Kind großzuziehen im Gegenzug hat. Ich kann das auch gerne alles bei der Steuer einreichen :person_shrugging:

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Sorry aber dieser Abschnitt ist so gruselig, da möchte ich mich ja fast schon aus dem Forum abmelden. Ist das Satire?

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Wenn du darauf hinaus willst, dass man Kinderwunschbehandlungen staatlich stärker fördert, ist das etwas, über das man gerne diskutieren kann. Ob dann eine vollständige Kostenübernahme in allen Fällen sinnvoll ist - dazu bin ich zu wenig im Thema aber ich schließe es nicht aus.

Wo ich allerdings weiterhin keinen Spielraum sehe ist, dass die Gruppe der Menschen, die keine Kinder haben, sich zu einem kleinen Teil an den Kosten beteiligt. Die liegen halt schon in einer anderen Größenordnung, sind in jedem Fall 6-stellig. Verdienstausfall und gesundheitliche Schäden der Eltern nicht mit eingerechnet. Und ob am Ende das Lebensglück dadurch gestiegen ist, ist auch alles andere als garantiert. 100% gerecht wird man das für die Kinderlosen nie gestalten können - allein weil man gewollt und ungewollt kinderlos nicht so eindeutig allumfassend nachweisen kann, wie manche sich das vorstellen. Die Zeiten, wo wir darauf verzichten können sind aber bei der derzeitigen Demographie definitiv vorbei.

Mal von den Zuspitzungen abgesehen ist der Punkt generell natürlich fair. Für alleinstehende Männer ist es jetzt nicht unbedingt einfacher einen Kinderwunsch umzusetzen als für alleinstehende Frauen.

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Ja sorry für die leichte Zuspitzung. Das Thema ist irgendwann anstrengend und dann neigt man dazu :slightly_smiling_face:

Wieso. Ändere das System von Steuerfinanziert basierend auf Menschen auf Produktions und Finanzsteuern und die Finanzierung ist unabhängig vom Menschen. Das man für gleichbleibende Produktivität in Zukunft in vielen Bereichen weniger Menschen braucht ist ja jetzt schon absehbar.